1829 - Mainline

Auf einen Blick:
Verlag : Tresham Games
Autor : Francis Tresham
Spieleranzahl : 1-7 Spieler
Alter : ab 10 Jahren
Dauer : ca. 90-180 min.
Erscheinungsjahr : 2004
 
Spielart: Eisenbahnspiel / Wirtschaftssimulation

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1829 Mainline von Tresham Games

Das Spielmaterial
1 Spielplan - 1 Börsentafel - 81 Aktien - 6 Privatgesellschaften - 1 "Priority Deal"-Karte - 24 Lokomotivkarten - 56 gelbe Streckenteile - 35 grüne Streckenteile - 21 braune Streckenteile - 10 graue Streckenteile - 20.000 Pfund Spielgeld - 38 Marker - 2 Spielregeln (Englisch)

England war bekanntermaßen das erste Land mit einem großflächigen Eisenbahnnetz und früh kam in England auch der Wunsch auf, schnelle Züge zu bauen die große Entfernungen überwinden konnten und so eine komfortable und schnelle Möglichkeit boten, von einem zum anderen Ort zu gelangen. In England bildet das Zentrum dieses Wunsches traditionell die Verbindung Londons mit Mittel- und Nordengland und Schottland. Genau darum geht es in diesem Spiel jetzt: Die Spieler versuchen, durch Aktienkäufe Kontrolle über eine Aktiengesellschaft zu erlangen. Diese Aktiengesellschaft baut dann Strecken und lässt darauf Loks fahren, um möglichst viel Profit zu machen. Dadurch steigen die Aktien und durch geschicktes Planen der Aktionen der eigenen Gesellschaft und durch das Spekulieren an der Börse, macht man dann schließlich Gewinn.......oder auch Verlust!

Vor dem Spiel wird zunächst ein Spieler zum Bankhalter ernannt. Die Lokkarten werden entsprechend der Skizze im Spiel aufgebaut, so dass im Verlauf des Spiels immer stärkere Loks zur Verfügung stehen. Abhängig von der Spieleranzahl, zahlt er nun jedem Mitspieler sein Startkapital aus: 535 Pfund bei 2 Spielern, 700 bei 3, 615 bei 4, 530 bei 5, 450 bei 6 und 370 Pfund bei 7 Mitspielern. Bei weniger als 4 Mitspielern sollte man sich außerdem entscheiden, ob man die beiden Aktienpakete der "Caledonian" und "British Northern" mit im Spiel lassen will oder nicht. Danach werden zunächst alle Aktien der Aktiengesellschaften (9 Stück pro Gesellschaft; 8 Aktien zu einem Anteil von jeweils 10% und die Direktorenaktie mit einem Anteil von 20%) und die Besitzurkunden für die Privatgesellschaften gründlich gemischt. Außerdem wird die "Priority Deal"-Karte mit untergemischt. Ab einem 3-Spieler-Spiel erhält nun jeder Spieler eine bestimmte Anzahl von diesen Karten auf die Hand: Bei 3 Spielern 14 Karten, bei 4 10, bei 5 8, bei 6 7 und bei 7 6 Karten pro Spieler. Die übrigen Karten bilden einen verdeckten Nachziehstapel, von dem die oberste Karte offen neben diesen Stapel gelegt wird. Sie ist die erste Karte des Ablagestapels.

Der Spieler mit der "Priority Deal"-Karte darf nun beginnen, alle anderen Spieler folgen im Uhrzeigersinn: Jeder Spieler muss sich nun entscheiden, welche Aktien aus seinem Aktienpaket er kaufen will. In der Vorbereitungsphase hat jeder Spieler nur einmal die Gelegenheit zum Kauf, allerdings ist man nicht dazu gezwungen, überhaupt Karten aus dem Aktienpaket zu kaufen. Der Preis entspricht jeweils dem auf den Karten angebenen Wert. Gekaufte Karten legt jeder Spieler offen vor sich aus. Die Karten, die nicht gekauft werden, bleiben als verdeckter Stapel bei den Spielern liegen. Danach kann das Spiel mit der ersten Spielrunde beginnen:

Eine Spielrunde besteht immer aus drei Betriebsrunden (BR) und einer Aktienrunde (AR).

Die Betriebsrunde (BR)
  1. Gleisbau: 
  1. Stützpunkte bauen:
  1. Bahnbetrieb:
  1. Dividenden ausschütten und Veränderung der Börsenkurse
  1. Loks kaufen:
Haben alle Gesellschaften eine Betriebsrunde durchgeführt, wird eine zweite und danach noch eine dritte BR durchgeführt. Danach folgt dann genau eine Aktienrunde.
  
Die Aktienrunde(AR)
Eine Aktienrunde endet, sobald alle Spieler gepasst haben, d.h. kein Spieler mehr Aktien kaufen will. Danach folgen dann wieder drei Betriebsphasen.
Das Spiel endet, sobald eine der folgenden drei Bedingungen eingetreten ist:
Wer gewinnt aber nun das Spiel? Zunächst einmal zählt jeder Spieler sein eigenes Barvermögen. Dazu addiert er dann die Werte aller seiner Aktien, wobei jede Aktie den Wert des aktuellen Börsenkurses hat. Die Privatgesellschaften haben den aufgedruckten Wert. Geld, das die Aktiengesellschaften besitzen, spielt für diese Abrechnung keine Rolle. Am Ende gewinnt dann der Spieler mit dem höchsten Vermögen in Bargeld und Aktien.

Varianten:
(Troudi 20.01.06)

Weitere Infos:
- Informationsseite zur 18er-Reihe

Troudi vergibt 9 von 10 Punkten:
Auf der Spielemesse Essen 2005 erschien wieder mal ein Spiel aus der 18er-Reihe: Und wieder mal legt Altmeister Francis Tresham hier ein Spiel hin, das sogar bei den - ohnehin schon sehr guten - 18ern für Aufsehen sorgen dürfte. Das Spiel hat eine kürzere Spieldauer als die anderen 18er und wird gerade dadurch attraktiv: Auch hier muss man wieder versuchen, das Spiel zu meistern und so zu planen, dass man selber einen möglichst großen Profit machen kann. Die Anfangsverteilung der Startpakete beschleunigt das Spiel enorm, wird aber durch die Mulligan-Variante noch interessanter. Dementsprechend schnell gründen sich die Gesellschaften und mit den vereinfachten Bauregeln kommen auch schnell lange Strecken zustande, die auch schnell Profit einbringen. Das Spielsystem an sich verändert sich dann während des Spiels im Prinzip nicht, es beschleunigt sich lediglich. Nach wie vor sind aber Planung und Kalkulation gefragt, um erfolgreich zu sein. Auch an der Börse lässt sich in diesem 18er einiges erwirtschaften, da die Aktienkurse schnell in die Höhe gehen können und man Aktien aus seinem Paket schnell wieder gewinnbringend verkaufen kann. Beim ersten Spiel hatten wir anfangs gedacht, dass die Verteilung der Startpakete die bisherige Qualität der 18er nicht halten könnten, haben jedoch ordentlich daneben gelegen. Auf jeden Fall wieder eine Glanzleistung, die genau das erzielt was sie will: Gesellschaften mit Schnellzügen bauen, die möglichst bald Profit einfahren sollen, indem sie lange Strecken zurücklegen. Besonders gelungen fanden wir übrigens auch die Idee mit den varibalen Werten der vier Städte. Das Spiel ist schön schnell und doch im Endeffekt etwas einfacher, daher empfiehlt es sich nicht nur für 18er-Profis, sondern auch für Leute, die mal nicht so viel Zeit haben - gerade auch für 18er-Anfänger empfiehlt sich das Spiel als "Einstiegsdroge". Die Varianten für 1 oder 2 Spieler sind soweit okay, aber mit mehreren Spielern macht das Spiel immer noch am meisten Spaß - vor allem alleine greift man dann vielleicht doch lieber zu einer Runde "Railroad Tycoon" auf dem PC. Das Spiel lässt sich am besten per Internet direkt aus England beziehen, wobei Heron Games hier der preiswerteste Laden ist: Das Spiel kostet 35.00 Pfund (ca. 52 Euro) plus Porto & Verpackung.

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