221b Baker Street

Auf einen Blick:
Verlag : Gibsons Games
Autor : Jay Moriarty
Spieleranzahl : 2-6 Spieler
Alter : ab 10 Jahren
Dauer : 60-90 min.
Erscheinungsjahr : 1983 (1975)
 
Spielart: Deduktionsspiel

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Das Spielmaterial
1 Spielplan - 1 Würfel - 6 Spielfiguren - 6 Scotland Yard Marken - 6 Schlüsselkarten -
40 Fallkarten - 1 Block  - 1 Spielregel (enthält Regeln, Hinweise und Lösungen)


Es geht zurück in das London des 19. Jahrhunderts, genauer gesagt in die weltbekannte Baker Street 221b. Da wohnt natürlich Sherlock Holmes und genau den müssen die Spieler nun unterstützen: Sherlock Holmes muss 40 knifflige Fälle lösen, die Spieler unterstützen ihn dabei. Allerdings will jeder Spieler der sein, der den Fall löst und so das Spiel gewinnt.

Vor dem Spiel wählt jeder Spieler eine Spielfigur einer Farbe und stellt sie auf das Feld 221b Baker Street. Außerdem erhält jeder Spieler einen Zettel vom Block, auf dem er sich Notizen machen kann. Danach wird eine von den 40 Fallkarten vorgelesen, hier erfahren die Spieler dann zunächst den Tathergang. Außerdem erfahren sie auch, welche Fragen es zu beantworten gilt, um den Fall lösen zu können. Ein Spieler beginnt und es kann losgehen.

Gespielt wird reihum. Jeder Spieler würfelt einmal und kann dann ggf. eine Aktion durchführen. Zunächst wird immer die eigene Spielfigur um soviele Felder bewegt, wie dies durch die Augenzahl des Würfels angegeben wird. Eventuell erreicht ein Spieler mit der Figur dann ein Gebäude, wo er folgende Aktionen durchführen kann:
Sobald ein Spieler glaubt, dass er alle Fragen der Fallkarte richtig beantworten kann, begibt er sich zurück zu 221b Baker Street. Ist er dort angekommen, nimmt er wieder das Regelheft (Sektion Solutions) zur Hand und schlägt nach, ob seine Lösung richtig war. War die Lösung tatsächlich richtig, endet das Spiel sofort. Der Spieler zeigt/erklärt allen anderen Spielern seine Lösung und gewinnt das Spiel. Ist die Lösung allerdings falsch, scheidet der betroffene Spieler aus und die anderen Spieler spielen nun so lange weiter, bis ein Spieler die Lösung gefunden hat.
(Troudi 27.07.05)

Weitere Infos:
- Die Homepage von Gibsons Games

Troudi vergibt 5 von 10 Punkten:
In der englischsprachigen Welt ist "221b Baker Street" längst ein Klassiker - hierzulande wird es das Spiel wohl eher nicht schaffen. Grundsätzlich ist das Spiel sehr stimmig und interessant, allerdings sind die Hinweise zum Lösen des Falles nicht immer unbedingt das, was man "kriminalastisch" nennen würde. Häufig sind das auch einfache Wortspielereien oder Abfragen. Man löst also eher Rätselfragen als detektivische Fähigkeiten einzusetzen. Das macht zwar auch Spaß, geht aber ziemlich am Thema vorbei. Im Prinzip muss man sich nur eine günstige Route aussuchen und dann die Rätsel beantworten und schon hat man die Lösung. Also in einiger Hinsicht eher ein unterhaltsames Ratespiel. Die Fähigkeiten werden vor allem bei der Zusammensetzung der Lösungen benötigt, die relativ trickreich sind. Alle dem zum Trotz: Das Spiel ist vom Englisch-Niveau her für den Standardeuropäer einfach viel zu schwierig. Die Wortspielereien sind häufig Sprichworte oder auch Fragen über englische Landeskunde, die man als Nicht-Engländer häufig nicht zu beantworten weiß. Auch die Wortspielereien sind dementsprechend angelegt und häufig nicht lösbar. Darunter leidet natürlich der Spielspaß, zumal dabei schnell die Frustschwelle überschritten wird. Fazit: Es gibt deutlich bessere Detektivspiele und wer in Englisch nicht 100% sattelfest ist, wird an dem Spiel wenig Freude haben.

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