Activity - Hol den Horst

Vielen Dank an den Piatnik für ein Rezensionsexemplar

Auf einen Blick:
Verlag : Piatnik
Spieleranzahl : 3 bis 8 Spieler
Alter : ab 16 Jahren
Dauer : ca. 35 min
Erscheinungsjahr : 2018

Spielart: Aktionsspiel

Auszeichnungen:
Vuoden Partypeli 2017

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Activity Hol den Horst von Piatnik

Anmerkung:
Das Spiel erschien bereits 2017 im englischsprachigen Raum unter dem Namen Who's the Dude bei Identity Games. Erst 2018 wurde das Spiel in die Activity-Familie aufgenommen, wo es nun bei Piatnik unter dem Namen Activity Hol den Horst für die deutschsprachigen Spieler zugänglich gemacht wurde.

Das Spielmaterial
1 aufblasbarer Horst in Lebensgröße - 110 beidseitig bedruckte Karten - 1 Sanduhr - 1 Spielanleitung

Ziel des Spiels ist es durch die pantomimische Erklärung, mit Hilfe der aufblasbaren Puppe Horst, möglichst viele Begriffe zu erklären bzw. zu erraten.

Zu Beginn des Spiels muss zunächst einmal Horst aufgeblasen werden. Horst ist ein Plastikpuppe, die eine Größe von 1,5m erreicht. Mit dieser Puppe werden später im Spiel die Begriffe dargestellt. Die Spielkarten werden gut gemischt und zu einem Nachziehstapel bereitgelegt, wobei die Spieler sich einigen müssen mit welcher Seite gespielt wird. Jede Karte zeigt eine grüne und eine gelbe Seite, wobei die Begriffe auf den unterschiedlichen Seiten sich aber in der Schwierigkeit nicht unterscheiden. Auf jeder Seite befinden sich wiederum zwei Begriffe, ein Begriff im oberen blauen Bereich, ein weiterer im unteren roten Bereich.

Gespielt wird reihum. Der aktive Spieler schlüpft in die Rolle des Erklärers, alle anderen Spieler versuchen die dargestellten Begriffe zu erraten. Der Erklären hat dabei eine Sanduhrlänge, die ungefähr einer Minute entspricht, Zeit, möglichst viele Begriffe darzustellen. Zunächst teilt er den ratenden Spielern den Hinweis des Begriffs mit. Mögliche Hinweise sind zum Beispiel: "Wer bin ich", "Was machen Horst und ich", aber auch "Welcher Film ist das" oder "Sprichwörte und Redewendungen" und vielen andere mehr.
Der Erklärer darf weder sprechen noch Geräusche machen. Außerdem muss in seiner Erklärung immer Horst beteiligt sein. Um anzuzeigen, dass Mitspieler einen Teilbegriff erkannt haben ist ein Kopfnicken aber durchaus erlaubt. Die ratenden Mitspieler duürfen jederzeit Begriffe laut in die Runde schreien.
Hat ein Mitspieler einen Begriff korrekt benannt, erhält er die aktuelle Spielkarte und der Erklärer fährt mit dem Begriff einer neuen Karte fort.
Ist die Sanduhr abgelaufen endet die Zeit für den aktiven Spieler. Jeder Mitspieler erhält für jeden erratenen Bergiff zwei Punkte. Der Erklärer erhält für jede durch die Mitspieler erratene Begriff einen Punkt. Die Punkte werden auf einem Zettel notiert. Danach übernimmt der nächste Spieler die Rolle des Erklärers.

Das Spiel endet wenn jeder Spieler viermal die Rolle des Erklärers übernommen hat. Der Spieler der nun insgesamt die meisten Punkte vorweisen kann, gewinnt das Spiel.

Teamvariante:
Die Spieler teilen sich in zwei gleich starke Teams auf. Innerhalb der Teams wechseln sich die Spieler mit der Rolle des Erklärers ab. Begriffe dürfen nur von eigenen Team erraten werden. Jeder erratene Begriff gibt einen Punkt. Es gewinnt das Team, dass zuerst 30 Punkte erspielt hat.

(Superfred 3.07.18)

Weitere Infos:
- Die Homepage von Piatnik Spiele

Superfred vergibt 9 von 10 Punkten:
Activity Hol den Horst ist die neue Variante in der Reihe von Activity-Spielen. Diesmal beschränkt sich das Spiel nur darauf Begriffe pantomimisch darzustellen. Allerdings muss sich der Erklärer diesmal nicht allein zum Affen zu machen, diesmal hat der Erklärer einen Horst dabei Horst ist eine aufblasbare Plastikpuppe, die eine Gesamthöhe von 1,5 Metern erreicht und muss bei der Erklärung der Begriffe zwangsweise mit benutzt werden. Ansonsten geht alles nach dem bekannten Schema. Einer erklärt, die restlichen Spieler müssen die Begriffe erraten. Jeder Spieler darf, oder muss je nachdem wie man es sehen muss, mehrfach die Rolle des Erklärers übernehmen. Und irgendwann gewinnt dann ein Spieler oder ein Team, wenn eine gewisse Punktzahl erreicht wurde. Ich gebe zu, ich bin kein großer Freund von Partyspielen, bei denen man Begriffe pantomimisch darstellen muss. Entsprechend nicht gerade postiv waren meine Erwartungen bei dieser neusten Activity-Variante. Auch als ich die Schachtel zum ersten Mal aufgemacht habe, dachte ich nur, wie wenig Mühe man sich doch für dieses Spiel gegeben hat. Die Schachtel umfasst gerade mal neben der Anleitung, eine Sanduhr, diese zusammengefalltete Plastikpuppe mit dem Namen Horst und ein kleines Pack mit Karten. Gut dachte ich, sind die Karten wenigstens schnell durchgespielt. Beim genaueren Hinsehen, handelte es sich aber immerhin um satte 110 Karte, wobei jede Karte mit vier Begriffen daher kommt und somit doch für einen langen Spielspass ausreicht. Ich habe Horst sofort aufgepustet. Ohne Frage beeindruckend was da plötzlich in meinem Spielezimmer stand. So langsam fand ich dann doch Gefallen an den Spiel. Am Wochenende traffen wir uns dann zu einem Spieleabend, an dem vorrangig Partyspiele auf den Tisch kommen sollten. Sehr beliebt in der Gruppe sind dabei immer noch die Werwölfe und Time's Up. Ich habe Horst, der immer noch weitestgehend aufgeblasen war dann so mit ins Auto gepackt. Auf dem Weg zum Spielabend gab es dann schon die ersten komischen Blicke von anderen Autofahrern. Am Spieletreff angekommen folgen dann die nächsten komischen Blicke und auch ein paar bissige Kommentare. Activity Hol den Horst war dann auch das erste Spiel, dass gespielt wurde und es kam verdammt gut an, so dass am späteren Abend direkt noch eine weitere Runde folgte. Inzwischen ist Activity Hol den Horst ein fester Bestandteil in unserer Partyspielrunde. Da man immer etwas hat an dem man sich im wahrsten Worte festhalten kann und somit auch nie allein "auf der Bühne" steht, gefällt diese Variante deutlich besser als vergleichbare Spiele, bei denen man für sich allein Begriffe pantomimisch darstellen muss. Laut Spielschachtel kann man das Spiel bereits ab drei Spielern spielen, was natürlich durchaus verkaufsfördernder ist, als wenn man drauf schreiben würde erst ab 6 Spielern spielbar. Es funktioniert bereits bei drei Spielern, deutlich mehr Spass macht es aber wenn zwei Teams gegeneinander antreten. Was ist nicht verstehe ist, warum die Anleitung vorgibt, dass Begriffe nur vom eigenen Team erraten werden dürfen und somit das gegnerische Team zum Zuschauen verdammt. Viel interessanter ist es doch, wenn alle mitraten können und dadurch das gegnerische Team Punkte klauen kann. Zumindest spielen wir es in dieser Form immer. Horst ist ein Hingucker und Horst schafft es auch, dass Pantomimemüffel wieder an so einem Spiel teilnehmen. Und wenn ihr für den nächsten Spieleabend ankündigt, dass ihr eure Gummipuppe mitbringt, wird vielleicht der eine oder andere Spiele auch neugierig zu diesem Spieleabend erscheinen, der vielleicht in letzter Minute abgesagt hätte. Im Handel ist das Spiel für rund 30 Euro erhältlich und wer Partyspiele der etwas anderen Art mag, kann hier bedenkenlos zuschlagen.

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