Battle Line

Auf einen Blick:
Verlag : GMT Games
Autor : Reiner Knizia
Grafik : R.B. MacGowan und M. Simonitch
Spieleranzahl : 2 Spieler
Alter : ab  Jahre
Dauer : 30 min
Erscheinungsjahr : 2000

Spielart: Mehrheitenspiel



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Anmerkung
Bei "Battle Line" handelt es sich um die überarbeitete Neuauflage des Klassikers "Schotten Totten", das hier nun als englische Version vorliegt und in einen historischen Kontext eingebunden worden ist. Das Spiel wird nun bei ps-spiele auch als deutsche Version erscheinen, hierbei allerdings wieder mit dem Titel "Schotten-Totten".

Das Spielmaterial
60 Truppenkarten - 10 Taktikkarten - 9 Flaggen-Spielsteine - 1 Spielanleitung

Die Spieler werden in die Antike zurück versetzt. Dabei spielen sie eine antike Schlacht nach, die ja in festen Formationen ausgetragen wurden. Es gewinnt der Spieler, dem es als erster gelingt einen Durchbruch zu erzielen (3 Fahnen nebeneinander erobern) oder der es schafft, den Feind zu umgehen (5 Fahnen insgesamt erobert).

Die neun Fahnen werden zwischen den beiden Spielern aufgestellt. Danach werden die Truppenkarten verdeckt daneben gelegt. Es wird solange abgehoben, bis ein Spieler eine höhere Karte hat als sein Gegenspieler. Dieser Spieler verteilt dann 7 Karten an beide Spieler, der Nichtgeber beginnt danach mit seinem Spielzug.

Er spielt zuerst eine Handkarte aus und darf diese auf seiner Seite einer Fahne ablegen, an der nicht schon mindestens drei Karten liegen. Danach ergänzt er seine Handkarten wieder auf 7 und der andere Spieler ist dran. Wichtig: Einmal ausgespielte Karten können nicht wieder entfernt werden. Dabei gilt es zu beachten, dass die Fahnen durch Truppenformationen gewonnen werden, die auf einer Seite aus maximal 3 Handkarten bestehen können. Die Handkarten sind in der Regel Truppenkarten, die Werte von 1-10 haben. Dabei sind folgende Truppenkombinationen möglich (von hoch nach niedrig): Keil (drei Karten gleicher Farbe mit aufeinanderfolgenden Werten), Phalanx (drei Karten mit dem gleichen Wert), Bataillonsordnung (drei Karten der gleichen Farbe), Plänkerlinie (drei Karten mit aufeinanderfolgenden Werten) und Masse (jede andere Formation). Die höhere Formation schlägt jeweils die niedrigere, bei Gleichstand in den Gruppen gewinnt der Spieler, dessen Karten dort die höhere Gesamtpunktzahl aufweisen.

Wenn ein Spieler den Sieg bei einer Fahne für sich beansprucht, muss er nachweisen können, dass der Gegenspieler nicht mehr in der Lage ist, ihm diesen Anspruch streitig zu machen. Bei drei Karten auf beiden Seiten ist die Lage natürlich eindeutig. Hat der andere Spieler aber weniger Karten ausliegen, kann der aktive Spieler den Nachweis führen, indem er auf eigene ausgespielte Karten hinweist. Er darf aber keine Informationen aus seiner Hand dazu benutzen. In einer Runde können mehrere Fahnen beansprucht werden.

Im Vergleich zum Vorgänger „Schottentotten“ gibt es bei diesem Spiel jetzt aber auch noch Sonderkarten: Alternativ zu den Truppenkarten kann man auch sog. Taktikkarten ausspielen, wobei man immer nur eine Karte mehr ausspielen darf als der Gegner. Insgesamt sind 10 Sonderkarten im Spiel: Befehlshaber (Joker, Wert und Farbe müssen erst benannt werden, wenn die Fahne von einem Spieler beansprucht wird), Kavallerie (hat den Wert 8, die Farbe darf man sich aber aussuchen, wenn man die Karte ausspielt), Schildträger (werden wie Truppkarten ausgespielt, wenn um die Fahne gespielt wird, dürfen die Farbe und der Wert der Karte benannt werden, der jedoch nicht höher als 3 sein darf), Nebel (löst alle Formationen auf und der Kampf um eine Fahne wird nur durch die Gesamtpunktzahl der ausliegenden Karten entschieden), Schlamm  (für die Eroberung dieser Fahne sind nun 4er-Formationen erforderlich, was hochwertige Formationen natürlich erschwert), Späher (der Späher wählt drei Karten aus einer oder aus beiden Auslagen; dann wählt er zwei Karten aus seiner Hand und legt sie verdeckt in eine oder beide Auslagen), Umformieren (der Spieler nimmt eine Truppen- oder Taktikkarte die auf seiner Seite bei einer bisher nicht beanspruchten Flagge ausliegt, und legt sie offen in eine andere Reihe seiner Seite, oder wirft sie offen ab), Deserteur (der Spieler wählt eine Truppen- oder Taktikkarte von der Seite seines Gegners und legt sie offen ab), Verräter (der Spieler darf eine Truppenkarte seines Gegners nehmen und diese in eine leere Reihe seiner eigenen Seite legen). Das Spiel endet, sobald eine der o.g. Siegbedingungen erfüllt worden ist.

Für erfahrenere Spieler wird die Variante vorgeschlagen, Spielern nur am Anfang ihres Spielzuges die Möglichkeit zu geben, eine Fahne einzufordern, so dass sich das Spiel insgesamt verlängert und dadurch taktischer wird
.
(Troudi 16.12.04)

Weitere Infos:
- Die Homepage von GMT Games
- Hier gehts zur Rezension von "Schotten-Totten"

Troudi vergibt 7 von 10 Punkten:
Hier kann ich eigentlich nur die selbe Punktzahl wie für das normale Schotten-Totten vergeben. Was sich vor allem geändert hat, ist das Layout und die gesamte Thematik, was wohl nun vor allem auch Strategiespieler zu einem potentiellen Kauf verlocken soll. Die 10 zusätzlichen Karten sind zwar ganz nett, von so großem Einfluss sind sie allerdings nicht, sie machen das Spiel allerdings doch ein wenig interessanter. Wie gezeigt ist die Thematik aber x-beliebig, wer hier ein großes Strategiespiel erwartet, kann nur gesagt werden, dass dem nicht so ist: Wir haben es nach wie vor mit einem Kartenspiel zu tun, bei dem der Ausgang doch auch stark davon abhängt, welche Karten man nachzieht. Aber auch dieses Spiel in der neuen Aufmachung sollte man auf jeden Fall mal ausprobieren. Wir spielen es auf jeder Fall immer wieder gerne

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