Chelsea

Vielen Dank an JKLM für ein Rezensionsexemplar

Auf einen Blick:
Verlag : Prime Games
Autor : John Ede
Grafik : Andreas Resch
Spielanzahl : 3 bis 6 Spieler
Alter : ab 8 Jahre
Dauer : 40 - 50 min
Erscheinungsjahr : 2009

Spielart: Lege- und Mehrheitenspiel


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Chelsea von Prime Games

Das Spielmaterial
12 Hausplättchen - 12 Garagenplättchen - 30 Autoplättchen - 12 Lieferwagenplättchen - 30 Kinder-Marker - 1 Spielplan - 1 Spielanleitung

Das Ziel des Spieles ist es gemeinsam den Stadtbezirk Chelsea zu gestalten, um danach die eigenen Kinder in punktebringende Häuser einziehen zu lassen.

Der Spielplan zeigt eine Strasse auf der auf jeder Seite sechs Grundstücke befinden. Jedes Grundstück besteht dabei aus einem Haus, einer Garage, einer Garagenzufahrt und zwei Parkplätzen. Die Häuser und die Garagen zeigen bereits eine von den sechs möglichen Farben. Die Spielplättchen für die Häuser, Garagen und Autos werden nach ihrer Art getrennt gemischt und zu somit drei verschiedenen Nachziehstapeln bereit gelegt. Die Lieferwagenplättchen werden verdeckt gemischt und jeweils zufällig, weiterhin vedeckt auf die Garagenzufahrten gelegt. Nun erhält noch jeder Spieler fünf Spielfiguren, die die Kinder repräsentieren, und schon kann das Spiel beginnen.

Gespielt wird reihum. Der aktive Spieler führt nun genau eine der nachfolgenden fünf möglichen Aktionen durch:
Um ein Haus neu anzustreichen nimmt sich der Spieler ein Hausplättchen und entscheidet sich danach auf welches Haus er dieses Plättchen legen wird. Hierbei ist es auch erlaubt das Plättchen auf ein bereits vorhandenes Hausplättchen zu legen um ein Haus erneut mit einer neuen Farbe zu versehen. Sollte das Hausplättchen nicht regelkonform eingebaut werden können, kommt das Plättchen aus dem Spiel und der aktive Spieler beendet seinen Zug
Um eine Garage anzustreichen nimmt sich der Spieler ein Garagenplättchen und verfährt analog zum Hausanstrich.
Beim Autokauf nimmt sich der Spieler zwei Autoplättchen und legt sie danach auf zwei beliebige freie Parkplätze auf dem Spielbrett. Sollte der Spieler ein oder beide Autoplättchen nicht mehr regelkonform auf dem Brett plazieren können, kommen diese Plättchen aus dem Spiel und der aktive Spieler beendet seinen Zug.
Beim Autotausch wählt der aktive Spieler zwei beliebige Autos aus und tauscht danach die Positionen auf dem Spielbrett.
Beim Lieferwagentausch nimmt sich der Spieler zwei verdeckte Lieferwagenplättchen auf die Hand und schaut sich geheim die jeweligen Farben an. Danach entscheidet er sich, ob er die Lieferwagen an die ursprüngliche Position zurück legt oder die Positionen der beiden Lieferwagen austauscht. Hat ein verdeckt gelegter Lieferwagen die gleiche Farbe wie bereits zwei weitere Objekte auf diesem Grundstück, wird er aufgedeckt.
Grundsätzlich gilt bei allen Aktionen, dass sobald ein Grundstück drei farbgleiche Objekte besitzt, diese nicht mehr umgelegt werden dürfen. Objekte die neu auf dieses Grundstück gelegt werden, müssen die gleiche Farbe haben, wir die ursprünglichen drei ausliegenden Objekte.
Falls ein Spieler auf einem Grundstück ohne Kind ein wie in der Farbe des Hauses identisches Objekt hinzufügt, darf er sich geheim die Farbe eines verdeckten Lieferwagens anschauen. Hat dieser Lieferwagen die gleiche Farbe wie zwei weitere Objekte auf diesem Grundstück, wird der Lieferwagen sofort aufgedeckt.

Am Ende seines Zuges kann der Spieler, sofern möglich, ein Kind in ein Haus einziehen lassen. Dabei gelten die folgenden Regeln. Sobald ein Grundstück drei Objekte der gleichen Farbe zeigt, kann dass erste Kind einziehen. Hat das Grundstück sogar vier farbgleiche Teile kann ein weiteres Kind einziehen. Auch Kinder haben Farben. Kinder dürfen niemals in ein Haus der eigenen Farbe einziehen. Auerdem muss das zweite Kind dass in ein Haus einzieht eine andere Farbe als das erste Kind aufweisen.

Das Spiel endet sofort wenn ein Spieler alle fünf Kinder auf Grundstücke positioniert hat oder wenn keine Plättchen mehr nachgezogen werden können. Eventuell verdeckt liegende Lieferwagen werden nun noch aufgedeckt. Es folgt die Schlusswertung.
Es gewinnt der Spieler, der in Summe die meisten Punkte machen konnte.
(Superfred 17.10.10)

Weitere Infos:
- Die Homepage von Prime Games

Superfred vergibt 7 von 10 Punkten:
"Chelsea" ist ein interessantes Merk- und Legespiel, dass sich erfreulich von anderen Spielen dieser Art abhebt. Die Anleitung ist ausführlich und verständlich, weisst allerdings ein paar Druckfehler auf, die aber sofort erkennbar sind. So wurde zB an einer Stelle das Wort Haus mit dem Wort Garage ausgetauscht, was aber bereits beim ersten Lesen als offensichtlicher Fehler erkennbar ist. Das Spielmaterial, welches aus nett gestalteten Pappplättchen und einfach gehaltenen Holzpöppeln besteht ist zweckmäßig. Beim Spielen hat man das Gefühl man baue eine kleine Stadt auf, die langsam mit Leben gefüllt wird. Das Spiel selbst ist nicht wirklich schwierig. Entweder kommen ein oder zwei neue Objekte hinzu oder man kann zwei Fahrzeuge auf dem Plan austauschen. Das hört sich profan an, ist es letztendlich auch, da man aber punktebringende Kombinationen erzeugen möchte, die man selber nutzen kann ohne dem nachfolgenden Spieler eine Steilvorlage zu präsentieren benötigt man eine gesunde Mischung aus Übersicht und Mut zum Risiko. Und genau diese Mischung macht das Spiel aus. "Chelsea ist kein komplexes Spiel, bei dem Spielzüge lange geplant werden können. Im Spiel zu dritt ist es vielleicht noch möglich ein Zug vorzubereiten und zu hoffen, dass wenn man an die Reihe kommt, das Geplante umzusetzen. Im Normalfall muss man aber mit dem Arbeiten was man von seinem vorherigen Spieler vorgesetzt bekommt. In größeren Runden steigert sich dadurch leider auch die Downtime wenn Denker am Tisch sind, so dass man "Chelsea" zu Anfang besser erst einmal in kleinerer Gruppe antesten sollte. Und antesten sollte man "Chelsea" wenn man die Gelegenheit dazu hat. Anfänglich wurde das Spiel sehr kritisch von unserer Spielegruppe beäugt, viel zu glücksabhängig sei es und man sei von den Vorlagen des Vorspielers abhängig. Das mag sicherlich auch ein Stück richtig sein, dennoch fühlten sich die Testrunden immer gut unterhalten. Sicherlich ist Chelsea kein abendfüllendes Freakspiel, wer aber ein nettes Spiel sucht, welches man gemütlich mit seiner ganzen Familie spielen kann, ist hier richtig. Ob das Spiel einen deutschen Vertrieb hat ist uns leider nicht bekannt, wir erstanden unser Exemplar auf der Spielemesse Essen 2009.

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