| Abacus
: |
- Aquaretto (Michael
Schacht, 2-5 Spieler ab 10 Jahren, ca. 45 Minuten):
Jeder Spieler besitzt einen Wasserpark. Durch das Anlegen von
Plättchen
gleicher Tierarten entstehen die Schaubecken, für die der Spieler
am
Ende Punkte erhält. Dabei muss man aber zwischen den Becken
verschiedener Tierarten einen Mindestabstand einhalten. So kann der
Spieler seinen Wasserpark zwar frei planen, doch schnell wird der Platz
knapp. Kommt ein Spieler an die Reihe, darf er zwischen mehreren
Aktionsmöglichkeiten wählen: Er kann Tierplättchen
aufdecken oder
seinen Wasserpark ausbauen oder zuvor aufgedeckte Plättchen
nehmen. Wer
Plättchen nimmt ist aber erst einmal so lange aus dem Spiel, bis
alle
Mitspieler ebenfalls Plättchen genommen haben. Die Spieler sich
also
entscheiden, denn unter jeder Tierart gibt es zwei Pärchen.
Gelingt es
dem Spieler ein solches Pärchen in ein Becken zu bringen bekommen
die
beiden dann Nachwuchs. Erreichen die Becken bestimmte
Größen, erhält
der Spieler Geld und Mitarbeiter, die er auf verschiedenen Positionen
einsetzen kann. Der geschickte Einsatz der Mitarbeiter bringt dem
Spieler ebenfalls Punkte. Für Plättchen im Depot werden
Punkte
abgezogen. Es gewinnt der Spieler mit den meisten Pluspunkten.
Aquaretto kann zusätzlich auch mit Zooloretto kombiniert werden.

- Shanghaien (Roman Pelek
und Michael Schacht, 2 Spieler ab 8 Jahren, ca. 20 Minuten):
Zu Beginn jeder Runde werden 6 Karten in einer Reihe in die Mitte
zwischen die Spieler gelegt. Die Position jeder Karte in der Reihe
entspricht einer der Würfelzahlen von 1-6. Die Karten zeigen
entweder
Matrosen verschiedener Nationalitäten oder Sonderaktionen mit
denen die
Spieler ihre Würfelergebnisse beeinflussen oder Mannschaften
vergrößern
können. Die Spieler würfeln mit zwei Würfeln aus ihrem
Vorrat. Nach
seinem Würfelwurf muss sich der Spieler sofort für einen der
beiden
Würfel entscheiden, den er dann einer Karte zuordnet. So geht es
abwechselnd weiter, bis ein Spieler aussteigen und „shanghaien“ will.
Beim „Schanghaien“ werden die Karten in der Tischmitte verteilt. Der
Spieler, der die Würfeleinheit an einer Karte besitzt erhält
die Karte.
Der besondere Kniff ist die Wertung am Ende des Spiels: Der Spieler mit
der stärkeren Mannschaft in jeder Nationalität bekommt die
Stärke der
jeweils schwächeren Mannschaft als Siegpunkte. Besitzt er sogar
ein
Monopol für diese Nationalität, erhält er den vollen
Wert der eigenen
Mannschaft als Punkte.
|
alea :
|
- In „Wie
verhext!“ (Andreas Pelikan, 3-5 Spieler ab 9 Jahren, ca. 45 Minuten)
müssen die Spieler Zaubertränke brauen. In jeder Runde
müssen sie 5 von
insgesamt 12 Rollenkarten wählen, um dann anschließend die
Zutaten zu
ergattern oder als Bettelmönch den anderen Spielern die
erarbeiteten
Zutaten abzuluchsen. Besonders erwähnenswert sind auch die sehr
ansprechend gestalteten Karten, die dem Spiel vor allem auch einen
optischen Reiz geben. Die große Komplexität ist hier
sicherlich nicht
zu erwarten, dafür aber vielleicht ein temporeiches Spiel für
den
Einstieg oder das Ende eines längeren Spieleabends oder auch
für
Familien.
"Wie
verhext!" (Pressebild Ravensburger)
|
|
|
Auf der diesjährigen Spielwarenmesse
setzte Amigo seinen Schwerpunkt auf die Veröffentlichung von neuen
Familien- und Kinderspielen. Besonders interessant fanden wir hier:
- Pingu-Party
(Reiner Knizia, 2-6 Spieler ab 8 Jahren, ca. 15 Minuten) Hier werden selbst frostige Tage zum
Partyerlebnis! Die Spieler bauen zusammen eine Pinguin-Pyramide. Jeder
versucht möglichst viele seiner Pinguine in der Pyramide
unterzubringen. Die Pinguin-Karten dürfen jedoch nur nach einem
bestimmten Schema abgelegt werden, denn: Für die Pinguine kann die
Party erst beginnen, wenn sie mindestens einen farblich gleichen
Pinguin an ihrer Seite haben. Da heißt es cool bleiben! (Pressetext Amigo)
- Six (Matthias Prinz, 2-5 Spieler ab 8
Jahren, ca. 6 Minuten) ist nichts für schwache
Gemüter. Das rasante Würfelspiel bringt in nur sechs Minuten
den Spieltisch zum Beben. Sanduhr umdrehen, verhüllen und los
geht's: Ein Spieler würfelt, die anderen kassieren Punkte. Nach
dem Motto „Würfel weg! Punkte her!" wird gegen die Zeit
gewürfelt, denn enthüllt ein Mitspieler eine abgelaufene
Sanduhr, ist man die erwürfelten Punkte ganz schnell wieder los. (Pressetext
Amigo)
- Das Spiel Dino Detektive (Dominique Ehrhard, 2-4
Spieler ab 8 Jahren, ca. 60 Minuten) lädt
Hobby-Paläontologen zu einer Reise durch die Zeit ein. Jeder
Spieler ist mit seinem Team an verschiedenen Ausgrabungsstätten
tätig und versucht möglichst viele verschiedene
Dinosaurierskelette einzusammeln. Doch auch die anderen Teams wollen
möglichst viele Entdeckungen machen und so ist diese Reise zu den
großen Urzeitgeschöpfen kein einfaches Unterfangen. (Pressetext
Amigo)
Dino
Detektive
Außerdem fielen im
Amigo-Sortiment einige Neuheiten auf, die nicht wirklich neu sind,
sondern bereits schon vorher einmal veröffentlicht wurden nun neu
aufgelegt bzw. überarbeitet wurden. Das sind folgende Spiele:
- Zum 10-jährigen
Jubiläum erscheint das Spiel des Jahres "Elfenland"
von Alan R. Moon als
Jubiläumsedition in einer hochwertigen Metallbox. Die Box sieht
nicht nur elegant aus, sondern ist zudem äußerst robust. Ein
Sammlerstück von großem Wert und nur in einer limitierten
Auflage erhältlich. Am Spielablauf des preisgekrönten Spieles
hat sich nichts geändert. Einer abenteuerlichen Rundreise durch
das Land der Elfen steht also nichts im Weg. (Pressetext Amigo)
- Bohnanza Fan-Edition (Uwe Rosenberg, 3-5
Spieler ab 12 Jahren, ca. 45 Minuten): Zahlreiche Bohnanza-Fans
aller Altersklassen aus vielen verschiedenen Ländern haben ihre
eigenen Bohnen gezeichnet. Die schönsten davon finden sich in der
bisher einmaligen Bohnanza Fan-Edition wieder. Dank der
Kreativität der Bohnanza-Fans war diese herrliche Edition erst
möglich. Ein Genuss für jeden Fan des beliebten Bohnenspiels!
(Pressetext Amigo)
- Das aufregende Stichspiel
"Die sieben Siegel" (Stefan Dorra, 3-5 Spieler ab 10 Jahren,
ca. 30 Minuten) um mystische Siegel und hinterlistige Saboteure
erscheint fünf Jahre nach seiner Erstauflage in einem neuen,
kleineren und handlicheren Format. Der spannende Spielablauf von Die
Sieben Siegel bleibt jedoch gleich.
Bereits jetzt war ein Prototyp
des neuen Spiels „Horus“ (H. Jean
Vanaise, 2-4 Spieler ab 10 Jahren, ca. 60 Minuten), das in Essen
erscheinen wird. Grundthema von „Horus“ ist die mythologische Welt des
Alten Ägypten. Ebenfalls in Essen erscheint eine Fortsetzung des
beliebten Partyspiels „Privacy“. Amigo wird
demnächst auf seiner Homepage die Fans auffordern, Fragen
einzusenden, die dann möglicherweise im Spiel unter Nennung des
Einsenders abgedruckt werden.
Horus
Privacy 2
|
Clementoni
:
|
- Wussten Sie vielleicht, das Gisborne die östlichste Stadt
der Welt ist? Wer findet als Schnellster sein Zielgebiet bzw. richtigen
Weg in unbekannter Umgebung. In diesem Gesellschaftsspiel treten alle
Mitspieler eine Reise ins Ungewisse an. Zurückversetzt in die
Zeit, wo es galt als Erster neue Gebiete zu erschließen und diese
kartographisch darzustellen, versucht man besonders schnell sein
Zielgebiet zu erreichen. Das Spielfeld, welches durch die vielen
Wegstücke immer neu gestaltet wird, bietet große
Abwechslung, da sich die Gegebenheiten ständig verändern. Ein
wunderschönes Design, welches durch den bekannten Künstler
Michael Menzel geschaffen wurde, bietet großen Spielspaß in
herrlicher Kulisse. Wer stellt seine Karte als Erster vor? Ab 3 bis 5
Spieler. (Pressetext Clementoni)
- Indiana Jones — Auf der Jagd nach den
verlorenen Schätzen. Topaktuell zum neuen Kinofilm Indiana
Jones wird eine aufregende Schatzjagd geboten, wobei es darum geht
seine Hilfsmittel, wie Amulette, Schutzschilde etc., geschickt
einzusetzen, um den verlorenen Schatz aufzuspüren. In einer tollen
Spielkulisse aus Kunststoff muss der Schatz in verschiedenen Ebenen
ausfindig gemacht werden. Dieses ist besonders spannend, weil sich
durch die Verteilung der Karten immer neue Spielsituationen ergeben. In
den verschiedenen Ebenen erwarten die Mitspieler Hilfsmittel, die sie
im Spiel schneller voranbringen oder aber Widrigkeiten, vor denen sie
sich schützen müssen. Sieger wird, wer nicht nur seine
eigenen Möglichkeiten berücksichtigt, sondern auch beachtet,
welche Chancen der Rivale hat. Eine aufregende Reise in ungewisse
Tiefen. Die Jagd beginnt — wer behält die Nerven? Ab zwei Spieler.
(Pressetext Clementoni)
- Logo — Das Nachrichtenspiel für Kinder.
Passend zur gleichnamigen Nachrichtensendung für Kinder im ZDF
wurde ein sehr reizvolles Thema kindgerecht umgesetzt. Die Kinder
spielen in Teams gegeneinander und versuchen die Neuheiten auf der Welt
schnell einzufangen. Hierzu müssen sie die Welt bereisen und dort
verrückte Quizaufgaben lösen, pantomimisch etwas darstellen
oder z.B. etwas zeichnen. Immer wieder neue Herausforderungen warten
auf die Teams. Selbst unterschiedliche Altersgruppen stellen keine
Probleme oder Vorteile dar, da verschiedene Schwierigkeitsgrade
gewählt werden können. Eine aufregende Reise mit
journalistischem Hintergrund, wobei —wie in der Realität —
Sendeminuten den Ton angeben und die eigentliche Währung sind. (Pressetext Clementoni)
|
eggert
:
|
Peter
Eggert
stellte seine beiden neuen Spiele am Stand seines Vertriebpartners
Hutter vor:
- Change Horses (Bruce Whitehill, 2-5 Spieler
ab 8 Jahren, ca. 30-45 Minuten). Herne 07 konnte man einen
Prototypen des Spiel bereits testen, nun ist es endlich fertig. Bei
diesem interessanten Pferderennspiel gewinnt
übrigens nicht der Spieler, dessen Pferd als erster das Ziel
erreicht, sondern der Spieler, der es schafft, dass die sein Pferd als
letztes die Ziellinie passiert.
- In dem grafisch und
ausstattungstechnisch überarbeiteten Neuland (Tobias
Stapelfeldt/Peter Eggert, 2-4 Spieler ab 14 Jahren, ca. 60 bis 120
Minuten) haben die Spieler auf dem bisher nur dünn mit
Jägern und
Holzfällern besiedelten Spielplan viel Platz. Der wird im Verlaufe
des
Spiels aber natürlich immer knapper, während die Spieler eine
neue
Zivilisation mit allen dazugehörigen Gebäuden errichten.
|
| Goldsieber
: |
Goldsieber präsentierte auf dieser
Messe zwei Kinderspielneuheiten: Die erste Neuvorstellung „Schnappburg“ (2-6 Spieler ab 4 Jahren,
Dauer ca. 10 Minuten) stammt aus der Feder des Autorenduos
Christian Fiore und Knut Happel. In diesem Reaktionsspiel werden
verschiedene Karten aufgedeckt und die Spieler müssen sich
möglichst schnell die Figur aus der Burg nehmen, die nicht auf der
Karte abgebildet ist. „Gegen den
Wind“ (Manfred Ludwig, 2-4 Spieler ab 5 Jahren, ca. 10-30 Minuten)
ist ein Rennspiel mit Segelschiffen rund um eine Insel. Bei diesem
Zugspiel muss man sein Schiff trotz widriger Umstände, verursacht
durch den Wetterwürfel, möglichst als erster Spieler ins Ziel
fahren.
|
| Hans im Glück : |
Hans im Glück kam mit insgesamt vier
Spielen nach Nürnberg, wovon allerdings zwei "nur" Erweiterungen
zu den letzten beiden Spiel-Des-Jahres Titel waren. Im einzelnen:
- Carcassonne: Graf, König und Konsorten
(Klaus-Jürgen Wrede, 2-5 Spieler, ab 10 Jahren) ist die nun
inzwischen sechste (!) offizielle Erweiterung zu dem nicht noch immer
sehr begehrten Carcassonne.
Insgesamt erhält diese Erweiterung vier Mini-Erweiterungen. Der
"Fluß II", "König" und "Der Graf von Carcassonne" konnte man
bereits schon einzeln erwerben. Die einzige neuen Karten stammen von
der Mini-Erweiterung "Kultstätten"
- Die hängenden Gärten (Din Li, 2-4
Spieler, ab 8 Jahren) ist ein topologisches Kartenspiel. Die
Spieler legen Karten, die in sechs Felder unterteilt sind und auf denen
verschiedene Symbole abgebildet sind nach vorgegebenen Regeln so in die
eigene Auslage, dass dadurch bestenfalls Dreiergruppen mit identischen
Smbolen entstehen. Dafür erhalten sie Plättchen aus dem
gemeinsamen Vorrat. Je mehr gleiche Plättchen man aus dem Vorrat
besitzt, desto mehr Punkte sammelt man für die Schlusswertung
- Stone
Age (Bernd Brunnhofer, 2-4 Spieler, ab 12
Jahre). Nach dem genialen Sankt Petersburg war man natürlich
sehr gespannt, was der Verlagschef diesmal präsentieren
würde. Die Spieler führen jeweils ein Volk in der Steinzeit
an, welches unterschiedlichen Tätigkeiten nachgehen kann. Ackerbau
versorgt das Volk mit Nahrung, mit Werkeugen kann man den Ackerbau
erleichten und wenn man nicht gerade auf den Felder tätig ist,
können auch Nachkommen gezeugt werden. Es gibt fünf Rohstoffe
mit unterschiedlichen Wertigkeiten. Schickt man seine Bevölkerung
zur Arbeit entscheidet ein Würfelwurf, wieviele Rohstoffe
produziert werden. Aber hier zählt nicht nur das
Würfelglück. Denn mit Rohstoffen kann man Zusatzkarten
erwerben, durch die wiederum das Würfelergebnis beinflusst werden
kann. Oder man kauft sich für die Rohstoffe Hütten, durch die
man am Ende des Spiel Siegpunkte erhält. Stone Age hat bei der
Erklärung schon Lust auf eine Partie gemacht, bei der jeder
Spieler ständig abwegen muss, für welche der vielen
Aktionsmöglichkeiten er sich entscheidet um am Ende die meisten
Siegpunkte vorweisen zu können.

Stone Age
- Thurn & Taxis - Alle Wege führen
nach Rom (Karen und Andreas Seyfarth, 2-4 Spieler, ab 10 Jahre)
ist die zweite offizielle Erweiterung zu Thurn & Taxis, die bei Hans im
Glück erscheint und insgesamt zwei, auch kombinierbare
Zusatzelemente umfasst. Zum einen gibt es einen gesonderten Spielplan,
auf dem Kutschen aus den verschiedenen Gebieten nach Rom fahren. Immer
wenn im Spiel keine Poststation in einem Gebiet gebaut werden kann,
fährt die entsprechende Kutsche ein Feld voran. Die Spieler
plazieren im Vorfeld Figuren mit den Werten von Eins bis Fünf in
den Kutschen. Erreicht eine Kutsche ihr Ziel werden die Figuren aus der
Kutsche in Rom plaziert. Befinden sich dort bereits Figuren werden
diese entfernt. Die Figuren, die bei Spielende in Rom stehen bringen
den Spielern Extrapunkte. Zum anderen werden die Amtspersonen
aufgewertet. Immer wenn ein Spieler eine Amtsperson einsetzt,
erhält er ein entsprechendes Plättchen aus dem Vorrat. Ist im
Vorrat eine Sorte aufgebraucht erhalten die Spieler, je nach
Kombination Siegpunkte, zusätzliche Handkarten oder dürfen
eine zusätzliche Poststation auf dem Plan errichten.

Thurn &
Taxis - Alle Wege führen nach Rom
|
Heidelberger
Spieleverlag: |
Mit
einem äußerst großen Programm präsentierte
sich in diesem Jahr der
Heidelberger Spieleverlag. Dabei ist das Erscheinen von Spielen
zahlreicher Verlage unter dem Dach des Heidelberger Verlages geplant.
Unter anderem sind dies die Spiele von Valley Games (» „Container"),
Czech Board Games (» „Sechsstädtebund“), alea (» „Notre Dame“),
Ferti (z.B. Pitch Car) und anderen Spieleverlagen, die schon seit
geraumer Zeit mit dem Heidelberger Spieleverlag zusammenarbeiten.
Aber auch eine genuine Neuentwicklung des Heidelberger Spieleverlages
war in Nürnberg zu bewundern, die den Verlag wieder zu seinen
Wurzeln –
dem guten alten Familienspiel – zurückführt. Konkret geht es
dabei um
das Spiel „Schneller als Kurz“ (M.
Kronberg, 2-4 Spieler, o.A.),
bei dem die Spieler möglichst exakte Einschätzungen von
Informationen
über die Tierwelt, wie z.B. die Lebensdauer,
Nachwuchsgröße, das
Gewicht etc., vorzunehmen. Außerdem ist als Gimmick die
Veröffentlichung eines separaten Kartensets zum Thema
„Europameisterschaft“ vorgesehen.
Was wurde sonst noch veröffentlicht?
Zunächst wurde die langersehnte Erweiterung zu „Arkham Horror“, nämlich „Der Schrecken von Dunwich“
veröffentlicht. Dabei gibt es einen zweiten Stadtplan und die
Spieler
müssen nicht nur in Arkham Tore verschließen, sondern auch
mit dem Zug
in das Nachbarörtchen Dunwich reisen, um auch dort Tore zu
verschließen. Vor allem der Schwierigkeitsgrad des Spiels wird
dadurch
deutlich erhöht. Außerdem erschien die deutsche Version von „Warrior
Knights“ und auch eine englischsprachige Erweiterung zum
Spiel namens "Crown and Glory".
Auch das Spiel „Dust“ (Spartaco Albertarelli/Paolo
Parente/Angelo Zucca, 2-6 Spieler ab 10 Jahren, ca. 120+ Minuten)
stammt im Original wieder von FFG. Entsprechend der italienischen
Comicvorlage geht es dabei um einen Endzeitkampf in der Zeit der
1950er-Jahre: Die Deutschen und die USA haben wertvolle Energiequellen
entdeckt und waren so in der Lage, Superwaffen zu entwickeln und die
Geschichte nahm einen anderen Verlauf. Alle Ländergrenzen wurden
verschoben und verschiedene Parteien kämpfen nun um die Herrschaft
auf
der Erde oder um deren endgültige Vernichtung. Dem opulent
ausgestatteten Spiel liegt ein Mechanismus zu Grunde, der ähnlich
wie
bei dem Klassiker „Risiko“ funktioniert, durch verschiedene
Änderungen
allerdings wesentlich taktischer und weniger glücksabhängig
ist.

Dust
Gleichzeitig wurde auch die Erweiterung zu „Descent“
„Road to Legend“
vorgestellt, die für Fans dieses Spielegenres geradezu
Sensationelles zu bieten hat: Vor allem bietet die Erweiterung
nämlich einen Spielplan á la „Runebound“, der nun von der
Heldengruppe erforscht werden kann. Dabei gibt es dann auch
verschiedene Städte, in denen man Waffen etc. kaufen kann.
Gleichzeitig kann man aber an verschiedenen Orten der Karte auch
verschiedene Dungeons erforschen, die alle verschieden sind und im
Spielleiterhandbuch abgedruckt sind. Man kann also eine ganze Kampagne
spielen, zumal es spezielle Aufbewahrungsboxen gibt, in die die Helden
ihren gesammelte Ausrüstung legen können, so dass man nicht
lange rumsortieren muss. Ach ja: Auch der Böse wählt
übrigens einen Charakter.
Descent-Erweiterung:
"Road to Legend"
Interessantes gibt es auch von „Nexus“
(» „Marvel
Heroes“)
zu berichten: Im Spiel „Micro
Mutants“ (2-4 Spieler ab 10 Jahren) geht
es um intergalaktische Kämpfe zwischen zwischen 2-4
Insektenarmeen,
wobei der besondere Reiz des Spiels im Kampfmechanismus besteht: Die
Insektenarmeen sind nämlich auf Plastikchipsen abgebildet und wenn
man
kämpft, muss man einen eigenen Armeechip auf einen gegnerischen
Armeechip schnipsen, um den Kampf zu gewinnen. Hier ist also vor allem
auch Fingergeschick erforderlich.

Auch
einen guten Eindruck machte die langerwartete Brettspielumsetzung des
Computerspiels „ Starcraft“, die
in einer riesigen Schachtel mit exzellenter Ausstattung ebenfalls bald
bei Heidelberger erhältlich sein wird.
Zusätzlich plant Heidelberger
noch eine riesige weitere Palette von Neuerscheinungen, Erweiterungen
und Übersetzungen, mehr wird aber leider noch nicht verrraten. Ihr
dürft also gespannt sein...
|
Huch & friends
:
|
In Kooperation mit dem
Ystari-Verlag (» „ Caylus“) war auf der Messe das
neue Spiel „Metropolys“
(Sébastien Pauchon, 2-4 Spieler ab 8 Jahren, ca. 30-60 Minuten).
Thematisch geht es um den Aufbau einer Großstadt, in de die
Spieler Architekten verkörpern, die an wichtigen Plätzen der
Stadt bedeutende Bauwerke errichten, um dadurch ein möglichst
großes Prestige zu erwerben. Dabei Überbieten die Spieler
die Aktionen des vorherigen Spielers oder müssen passen, wenn sie
dazu nicht in der Lage sind. Hat ein Architekt alle seine Gebäude
errichtet, endet das Spiel und der Spieler mit dem meisten Ansehen hat
gewonnen. Im Vergleich zu den anderen Titeln von Ystari soll das Spiel
eher etwas leichter sein, jedoch nicht weniger Tiefgang haben da es
gilt, vorausschauende zu planen und taktisch vorzugehen.
Unter einer ganzen Reihe von
Familien- und Kinderspieltiteln waren vor allem zwei Titel. Erstens das
Spiel „Fauna“ (Friedemann Friese, 2-6
Spieler ab 12 Jahren, ca. 60 Minuten), in dem die Spieler ihr
Wissen über verschiedene Tierarten unter Beweis stellen
müssen. Dabei muss man Schätzsteine auf dem Spielplan
einsetzen und so Gewicht, Länge und andere Daten der jeweiligen
Tierart einzuschätzen. Besonders herausfordernd ist die
geografische Zuordnung der jeweiligen Lebensräume auf der Karte,
da man hier zusätzlich auch noch geografische Kenntnisse haben
muss.
Vor allem auch ein optischer
Leckerbissen ist „Welt der guten
Küche“ (Autor unbekannt bzw. mit Johann Lafer, 2-6 Spieler ab 16
Jahren, ca. 60 Minuten), einem Quizspiel rund um das Thema Gutes
Essen. Der besondere Clou des Spiels ist das Spielbrett: Dabei handelt
es sich nämlich um einen großartig illustrierten
Porzellanteller der Firma Villeroy & Boch und dürfte das Spiel
für echte Kulinarier besonders reizvoll machen.
|
Hutter:
|
Der Vertrieb präsentierte in
Nürnberg gleich mehrere Neuheiten, die nun auf den deutschen Markt
kommen werden. Bereits
in Essen waren bei Hutter auch die Titel von eggertspiele (»
„Hamburgum“, „Cuba“) erhältlich, in Nürnberg wurden jetzt die
beiden Titel „Change Horses“ und die Neuauflage des alten Eggert-Spiels
„Neuland“ präsentiert (Details s. Eggertspiele).
Bisher nur auf Französisch
erhältlich waren die Titel von Cocktail Games, die nun endlich
auch auf Deutsch erhältlich sind. Dies sind die Spiele „Cin-Cin“ (» „Tchin Tchin“)
und „Durchblick!“ (» "Vitrail"
), die beide auch bereits von uns rezensiert werden. Bisher nicht
gekommen sind wir zu den beiden Spielen „Saugut!“ und „Zirkusparade“, die wir bisher nur
auf Französisch vorliegen hatten und demnächst dann endlich
auch ausführlicher vorstellen können.
|
| Ludorum: |
Der junge englische Verlag hatte ein
Muster seines Spiels „Ice Flow“ (Dean
Conrad/John Streets, 2-4 Spieler ab 11 Jahren, ca. 45 Minuten)
im Gepäck, das noch in diesem Frühjahr erscheinen wird. Dabei
starten die Spieler mit ihren drei Forschern an den östlichen
Ufern der Beringstrasse, die sie über die Eisschollen in diesem
Meeresstrom überqueren wollen, um schließlich nach Sibirien
zu gelangen. Dabei müssen die Spieler nicht nur durch das
geschickte Drehen und Verschieben von Eisschollen in ihrem Zug einen
möglichst langen Weg zurücklegen, sondern durch den Einsatz
von Seilen und Fischen auch Brüche im Eis überwinden und
Eisbären beruhigen, die sie bei ihrem wohlverdienten Nickerchen
gestört haben. Das Spiel machte einen sehr interessanten Eindruck
und wir sind schon gespannt.
Gleichzeitig wurde eine
überarbeitete Version des Erstlings „Fagin’s Gang“ angekündigt.
Dabei wird der Spielplan nicht nur in grafischer Hinsicht vollkommen
umgestaltet werden, sondern es wird auch einige Regeländerungen
geben, die das Spiel noch schneller und die Bewegung der Bobbies
weniger glücksabhängig machen soll.
|
| Noris: |
Mit
mehreren interessanten Spielideen präsentierte sich dieses Jahr
der Noris-Verlag. Zunächst ist da einmal „Im Fadenkreuz Europa“ (Arno Steinwender
und Christoph Puhl,
2-4 Spieler ab 10 Jahren),
bei dem es sich keineswegs um ein Kriegsspiel, sondern um ein
geografisches Einschätzungspiel handelt: Anhand von verschiedenen
Karten mit Fragen müssen die Spieler den gesuchten Ort finden und
ihn
dann mit Hilfe des Fadenkreuzes (bestehend aus zwei Fäden, die
über
bestimmte Koordinatenpunkte des Spielfeldrandes eingestellt werden)
möglichst exakt einschätzen. Das macht jeder Spieler
gleichzeitig, so
dass auch mehrere Spieler die Aufgabe lösen können.
Auch die Spieleserie mit der spielerischen Umsetzung deutscher
Fernsehserien (» „Quiz Taxi“, „Das
perfekte Dinner“) wurde fortgesetzt. Zuerst einmal wird es
eine Brettspielversion von „Germany’s
next Topmodel“ (Autor unbekannt, 2-5 Spieler ab 8 Jahren) geben,
in dem jeder Spieler eine Topmodelfigur (als Spielfigur :-))
erhält und
diese im Backstagebereich für den bevorstehenden Auftritt
möglichst
interessant ausstatten muss, bevor es zur Präsentation auf die
Bühne
geht. Ebenfalls in ein neues Leben im Ausland brechen die Spieler in „Mein neues Leben“ (Autor unbekannt,
mehrere Spieler ab 8 Jahren)
auf, wobei es in diesem Spiel vor allem darum geht, auf dem Spielfeld
verschiedene Stationen der Vorbereitung auf ein neues Leben zu treffen
(z.B. die Organisation eines Hauses, eines Jobs etc.), um dann
erfolgreich auswandern zu können.
Neu im Programm ist die Serie „Senior
Premium“,
die sich laut Noris vor allem auch an „Junggebliebene“ richtet. In der
Serie werden zunächst die Titel „Länder-Memo“, „Kunst-Memo“,
„Rummy“
und „Domino“. Besonders interessant ist dabei die Ausstattung der
einzelnen Spiele: Zunächst einmal sind alle Spiele im Buchformat
gehalten und optisch äußerst elegant – und auch gut lesbar –
gestaltet.
Aber auch das gesamte Material der einzelnen Spiele ist sehr
hochwertig, wobei vor allem die gute Verarbeitung der Memoryteile
erwähnenswert ist. Daher dürfte die ganze Serie durchaus auch
für
jüngere Spieler interessant sein.
Auch neu ist das – in Kooperation mit der Bildzeitung entstandene –
Quizspiel „Das Bild Quiz“ (Autor
unbekannt, 1-6 Spieler ab 8 Jahren)
in dem die Spieler Fragen aus 6 verschiedenen Themengebieten
beantworten müssen und sich so vom Praktikanten bis zum Chef des
Bild-Verlages hocharbeiten können, um so das Spiel zu gewinnen.
Die letzten beiden Neuheiten sind zwei abstrakte Strategiespiele: „Passtah“ (2 Spieler ab 6 Jahren)
erfordert strategisches Geschick, um Spielsteine in den
Plastikkäfig zu
schieben, um so als erster Spieler die eine Seite erfolgreich mit der
anderen zu binden. In „Landlord“ (2
Spieler ab 6 Jahren)
bewegen die Spieler abwechselnd ihre Ritter über das Land um am
meisten
Stücke Land zu umschließen und so das Spiel zu gewinnen.
Auch die
beiden Spiele „Spin & Trap“ und „Zeparate“ wurden
von der Goldsieber-Produktionslinie in diese Serie von Noris verlagert.
|
| Phalanx Games: |
Nachdem
Phalanx sich kurz vor Beginn der Messe entschlossen hat, das
angekündigte Spiel "Weites Land" von Klaus Jürgen Wrede, nun
doch nicht zu veröffentlichen, wurde zumindest das Spiel "Sultan" (Andre Zatz und Sergio Halaban,
2-5 Spieler, ab 8 Jahren) vorgestellt, welches im März
erscheinen wird. Inhaltlich geht es darum, dass der Sultan auch der
Suche nach einem Ehemann für seine Tochter ist. Um die sich
zahlreich vorstellenden Kandidaten auf die Probe zu stellen, hat er
einen Test vorbereitet: Jeder Spieler erhält die gleiche Menge an
Gold zur Verfügung. Er hat nun die Aufgabe, die märchenhaften
Basare der Hauptstadt zu besuchen und auf ihnen die schönsten und
wertvollsten Juwelen zu erwerben. Wer dem Sultan schließlich die
kostbarste Sammlung an Juwelen präsentiert, hat sich als
würdig erwiesen, sein Vermögen zu verwalten und die Hand
seiner Lieblingstochter, und somit das Spiel zu gewinnen.
Außerdem konnte man schon den ersten Blick auf eine weitere
Neuheit werfen, die im Sommer erscheinen soll: "Goldene Ära" (Leo Colovini und
Giuseppe Bau, 3-4 Spieler).
|
Queen:
|
Neu
bei Queen ist vor allem die Kinderspiel-Reihe „Queen Kids“, die mit den
beiden Spielen „Enuk“ und „Haselnussbande“ in Nürnberg erstmalig
vorgestellt wurde. Zu den Spielen im Detail:
- Enuk (Stefan Dorra/Manfred
Reindl, 2-5 Spieler ab 5 Jahren, ca. 20 Minuten). Die Kinder
haben die Aufgabe, ein Iglu zu errichten und gleichzeitig
möglichst viele Tiere in ihrer Umgebung zu beobachten. Die
Plättchen mit Abbildungen von arktischen Tieren und Iglubauteilen
werden verdeckt ausgelegt. Beim darauf folgenden Aufdecken der
Plättchen ist das Ziel, am Ende des Spiels möglichst viele
Plättchen gesammelt zu haben. Die Schwierigkeit liegt dabei darin,
dass bestimmte Kombinationen von gesammelten Plättchen den Zug des
Spielers vorzeitig beenden, wenn Tiere aufgedeckt werden, die nicht gut
zusammen passen. Die betroffenen Plättchen werden wieder
umgedreht. Außerdem endet der eigene Zug, sobald ein Iglubauteil
aufgedeckt wird.

- Haselnussbande (Birgit
Hähnle, 2-4 Spieler ab 5 Jahren, ca. 20
Minuten). Die Spieler wählen ein farbiges
Eichhörnchen, das hinter den
versteckten Vorräten des Wildschweinfrischlings Freddi her ist.
Freddi
hat seine Vorräte im Waldboden verscharrt, die Spieler
würfeln nun mit
einem Farbwürfel und dürfen ihre Figur in die entsprechend
farbige
Region des Waldes versetzen. Mit Hilfe von Magneten werden dann
versteckte Vorräte geborgen. Wenn Freddi allerdings etwas davon
mitbekommt (Würfel), dann sind die gerade erworbenen Vorräte
wieder
futsch. Es gewinnt der Spieler, der zuerst sieben Vorratsplättchen
im
Wald gefunden hat.
- Batavia (Dan
Glimne/Grzegorz Rejchtman, 3-5 Spieler ab 10 Jahren,
45-60 Minuten). Bei „Batavia“ handelt es sich um eine komplett
überarbeitete Neuauflage von „Moderne Zeiten“. Unter anderem war
an der
Entwicklung Dirk Henn beteiligt. Zur Geschichte des Spiels: Die Spieler
besuchen als Kaufleute die Handelsstationen der fünf
Ostindiengesellschaften in Ostasien, wobei jede Station eine andere
Ware anbietet, die der Spieler erhält, der die Station ansteuert.
Nur
mit den Schiffskarten der entsprechenden Gesellschaft kann man auch zu
den Stationen gelangen. Die Schiffskarten werden an einen
Meistbietenden versteigert, wobei der Erlös der Versteigerung
unter den
anderen Spielern verteilt wird. Wer die lukrativsten Warenkarten der
einzelnen Stationen besitzt, kann am Ende des Spiels die begehrten
Goldstücke erlangen und so das Spiel gewinnen.
|
| Pro Ludo: |
Einen Prototyp von "Die Hauptstadt von Alturien" (Wolfgang
Kramer, 2-5 Spieler, ab 12 Jahren) konnte man bereits in Essen
im letzten Jahr bewundern. Hierbei handelt es sich um eine sowohl
grafisch komplett überarbeitete, aber auch regeltechnisch
erweiterte Neuauflage von dem sehr gesuchten Spiel Big Boss, welches
1994 bei Kosmos erschienen ist.
|
Ravensburger
:
|
Der
Ravensburger-Verlag feierte in diesem Jahr seinen 125-jährigen
Geburtstag und ist damit gleichzeitig auch der älteste deutsche
Spieleverlag, der in der Vergangenheit die Spielelandschaft mit
zahlreichen markanten Punkten versehen hat, wie z.B. „Scotland Yard“,
"Fang den Hut!", Memory etc.. Zusätzlich stellte der Verlag aber
auch in diesem Jahr noch zahlreiche Neuheiten, vor allem im Bereich
Puzzle und Kinderspiele vor, von denen wir hier euch drei
ausgewählte vorstellen möchten:
- Verdrehte Sprichwörter (Reiner Knizia,
3-6 Spieler ab 50 Jahren): Man nehme über 150 Karten mit
Anfängen und Enden von Sprichwörtern, lasse sie in
Gesellschaft von drei bis sechs Spielern neu zusammensetzen und gebe
dem Ganzen eine pfiffige Punktewertung - et voilä: Fertig ist das
Spiel Verdrehte Sprichwörter von Ravensburger. Wer Kombinationen
wie „Auch ein blindes Huhn" ... „regiert die Welt" schafft, kassiert
wertvolle Punkte. Und sorgt angesichts der witzigen, manchmal klugen,
und auch paradoxen Satzschöpfungen für heiteres Schmunzeln
und mancherlei Anekdoten.
Verdrehte Sprichwörter gehört zur Serie „Spiel &
Vergnügen", in der Spiele speziell für Menschen ab 50 Jahren
erscheinen. Sie zeichnet sich durch Titel aus, die allesamt schnell
verständlich sind, die Stärken der Menschen aufgreifen und
Raum für das Gespräch - und heiteres Gelächter - bieten.
Kann es bessere Zutaten für einen wahrhaft gelungenen Abend geben? (Pressetext Ravensburger)
- Fluch der
Mumie (Marcel-Andre Cassasola-Merkle, 2-5 Spieler ab 8 Jahren, ca. 30
Minuten): Diese Mumie zieht die Schatzsucher magisch an: Das
Familienspiel Fluch der Mumie von Ravensburger überrascht mit
einem pfiffigen Magnet-Mechanismus. Bis zu vier Abenteurer streifen mit
ihren Spielfiguren auf dem aufrecht stehenden doppelseitigen Spielplan
durch die Gänge einer Pyramide. Hier warten Schätze auf sie -
aber auch eine aufgebrachte Mumie. Die ist erbost über den Trubel
in ihrem Heim, und will die beutegierigen Abenteurer fangen. So ziehen
beide Parteien durch das Pyramidenlabyrinth: Der Spieler in der Rolle
der Mumie sitzt auf der einen, die Schatzsucher auf der anderen Seite
des Plans. Fünf Schätze soll jeder Abenteurer ergattern -
sprich, er versucht mit seiner Figur auf die entsprechenden
Schatzfelder zu ziehen. Wie schnell er dort hin kommt, und wohin er
ziehen darf, bestimmen die Würfel. Der Weg durch die
Labyrinthgänge ist gefährlich, denn überall kann die
Mumie lauern: Trifft deren Figur auf einen Schatzsucher, macht es
„klack!" - und schon schnappt sich die - magnetische - Mumie den
glücklosen Schatzsucher. Der wandert in das Verlies, aus dem er in
der nächsten Runde nur dann frei kommt, wenn er einen seiner drei
Lebenspunkte opfert. Zum Glück für die Schatzsucher kann der
Mumienspieler nicht sehen, wo sich seine Kontrahenten befinden. Die
wiederum beobachten von ihrer Seite aus, wohin die Mumie gerade wandert
und können ihr - hoffentlich - ausweichen. Gewonnen hat, wer als
Erster seine fünf Schätze beisammen hat. Oder die Partie
endet, wenn die Mumie eine bestimmte Zahl an Lebenspunkten ergattern
konnte. (Pressetext Ravensburger)
- Hase und Igel (David Parlett, 2-6 Spieler
ab 10 Jahren, ca. 45-60 Minuten). Pünktlich zum
dreißigsten Jahrestages des Erscheinen des Originals im gleichen
Verlag bringt Ravensburger nun diesen Klassiker neu heraus, wobei die
neue Schachtel wieder das ursprüngliche Cover hat.
|
Schmidt:
|
Auch in diesem Jahr konnte man bei Schmidt
wieder eine Vielzahl an Neuheiten bestauen. Hier an dieser Stelle
möchten wir euch die möglichen Highlights vorstellen. Neben
der schon in Essen erschienenen Neuauflage zu Auf Achse stach das Spiel
Code Omega (Grzegorz Rejchtman,
2-6 Spieler, ab 8 Jahren) hervor, welches auf dem ersten Blick
an das Kosmos-Spiel Ubongo erinnerte. Diesmal
müssen drei (in der Profiversion vier) Streifen waagerecht auf ein
vorgegebenes Gebiet plaziert werden, so dass die darauf abgebildeten
Muster eine senkrechte Reihe ergeben. Das hörte sich einfach an,
bei einer Testrunde hatten aber alle Spieler deutliche Schwierigkeiten
diese Aufgabe unter Zeitdruck zu lösen. Wer Knobelspiele mag
sollte sich Code Omega unbebingt mal genauer anschauen.
Neu bei Schmidt ist eine Reihe
mit dem Name "Easy Play". In einer kleinen Schachtel verbergen sich
interessante Familienspiele, die im Handel für rund 13 Euro
erhältlich sein sollen. Alle Spielen kommen mit kurzen Regeln aus
und haben bei uns durchweg einen positiven Eindruck hinterlassen.
- Big Points (Brigitte und Wolfgand Ditt, 2-5
Spieler, ab 8 Jahren). Bei diesem einfachen, aber doch sehr
trickreichen Spiel bewegen die Spieler farbige Pöppel über
eine Reihe von zufällig ausgelegten Felder in den gleichen Farben
wie die Pöppel. Jeder Spieler kann jeden Pöppel vorwärts
bewegen, allerdings immer nur bis zum nächsten gleichfarbigen
Feld. Danach nimmt er ein angrenzendes Feld aus der Reihe und legt es
in seinen Vorrat. Am Ende des Spiels ist jedes Feld in der
Spielerauslage so viele Punkte wert, wie der Pöppel Punkte
für seinen Zieleinlauf erhalten hat, wobei der führende
Pöppel natürlich mehr Punkte wert ist, als die nachfolgenden
Pöppel. Von diesem Spiel gab es am Schmidt-Stand eine kostenlose
Mini-Version mit vereinfachtem Spielmaterial, welches unsere
Spielegruppe bereits schon über viele Runden begeistern konnte!
- Burgen Land (Wolfgang Lehmann, 2 Spieler,
ab 8 Jahren). Zwei Spieler bauen an ihrer eigenen Burg. Welche
Bauteile verwendet werden, ergibt sich dadurch, wie die Spielfiguren
die einzelnen Felder des Spielplans ablaufen, wobei die Spieler sich
hier an verschiedene Bauregeln halten müssen. Auf einigen Feldern
kann es zu einer Wertung kommen. Der Spieler der nun die wertvollste
Burg sein eigen nennt, erhält die Differenz zur gegnerischen Burg
an Punkten gutgeschrieben. Es gewinnt der Spieler der zuerst 30 Punkte
auf seinem Konto stehen hat.
- Drachen Wurf (Wolfgang Panning, 2-6
Spieler, ab 8 Jahren). Bei diesem Spiel stehen die Würfel
im Vordergrund. Durch geschicktes Würfeln sammeln die Spieler,
sowohl aus der allgemeinen Auslage, aber auch aus der Auslage der
Mitspieler möglichst viele gleiche Karten, die sowohl verschiedene
Drachen, aber auch verschiedene Landschaften zeigen. Für
identische Drachen und/oder Landschaften in der eigenen Auslagen
erhalten die Spieler Punkte.
- Finito! (Hartmut Kommerell, 2-4 Spieler, ab
8 Jahren). Finito sieht auf dem ersten Augenblick etwas aus wie
Bingo, erinnert aber dann doch eher an den Sortierklassiker Racko.
Jeder Spieler hat Plättchen von 1 bis 20, die auf dem eigenen
Spielbrett untergebracht werden müssen. Von diesem 20 Steinen hat
jeder Spieler immer drei in seiner Auslage offen liegen. Reihum wird
mit einem 20seitigen Würfel gewürfelt. Das Ergebnis gibt an
auf welche Position alle Spieler ein Plättchen aus der eigenen
Auslage legen müssen. Alternativ darf auch ein Plättchen auf
dem Spielplan verschoben werden. Ziel ist es alle Zahlenplättchen
in aufsteigender numerischer Reihenfolge auf dem eigenen Spielbrett zu
plazieren.
Bei den Mitbringspielen seinen noch zwei
Spiele erwähnt, die nun bei Schmidt in einer überarbeiteten
Neuauflage erhältlich sind.
- Hossa
(Andrea Meyer, 3-20 Spieler, ab 8 Jahren) stammt
ursprünglich aus dem Bewitched-Verlag (» Hossa). Bei diesem Spiel steht
der Spass im Vordergrund, genauer gesagt der Gesang. Gespielt wird in
Teams, wobei jedes Team zu einem vorgegebenen Begriff ein Lied
vortragen muss. Auch für das Mitsingen von Liedern der anderen
Team kann man Punkte sammeln.
- Die
Monstermaler (F. Friese, M.-A. Casasola-Merkle, A. Meyer, ab 3 Spieler)
war bereits 2006 als einfacher Malblock erhältlich. Zwei Spieler
müssen unabhängig, die linke und die rechte Seite einer ihnen
bekannten prominenten Person zeichnen. Die anderen Spieler müssen
dann raten, wen die beiden Spieler mit der Zeichnung wohl gemeint haben
könnten.
|
|
|
Neben den obligatorischen
Neuheiten aus der Serie „Top Trumps“ stellte Winning Moves auch wieder
zwei große Neuheiten vor. Mit „Cartagena
– Die Goldinsel“ (Rüdiger Dorn, 2-4 Spieler ab 10 Jahren, ca. 45
Minuten) erscheint im März das dritte Spiel der
erfolgreichen „Cartagena“-Reihe. In diesem Spiel heuern die Spieler als
Piratenkapitäne in den verschiedenen Kneipen Leute an, bevor sie
sich dann schließlich auf die Suche nach dem Goldschatz machen,
der nur durch eifriges Buddeln geborgen werden kann. Dabei ist sowohl
für die Zusammenstellung der Mannschaft als auch für das
Finden des Schatzes vor allem der geschickte Einsatz von Karten
erforderlich.
In den Fluten der Ostsee versunken liegt vermutlich die ehemals
florierende Handelsstadt „Vineta“, die auch Thema des gleichnamigen
Spiels („Vineta“, 2-6 Spieler ab 10
Jahren, ca. 45 Minuten) des Autorenteams Fabiano Onca, Mauricio
Gibrin und Mauricio Miyaji ist. Dabei übernehmen die Spieler die
Rolle von Wettergöttern, die in insgesamt 8 Runden nach und nach
die 9 Stadtteile Vinetas im Meer versinken. Dabei hat jeder Spieler
aber auch einen Stadtteil und seine Bewohner unter seinen
persönlichen Schutz gestellt und natürlich sollte dieser
Stadtteil nicht untergehen. Deshalb versucht man durch das Ausspielen
von Karten die Häuser dieser Bewohner in sicherere Gefilde zu
bringen, während man die Häuser der anderen Bewohner in die
gefährdeten Stadtteile bringt. Für beides gibt es
natürlich Siegpunkte und am Ende des Spiels gewinnt der Spieler
mit den meisten Punkten.
|
| Zoch: |
- In Kooperation mit
dem Verlag Gigamic erschien Zochs großes Spiel für dieses
Frühjahr, nämlich "Suleika"
(Dominique Ehrhard, 2-4 Spieler ab 8 Jahren, ca. 30 Minuten).
Der Verlag selber schreibt über das taktische Legespiel: "Ziel des
Spiels ist es, durch geschicktes Auslegen
von Teppichen möglichst große zusammenhängende
Flächen eigener Couleur
entstehen zu lassen. Dabei ist es erlaubt, Teppichhälften der
Mitspieler mit eigener Auslegeware zu überdecken. So entsteht im
Spielverlauf eine dreidimensionale, „verwobene Teppichlandschaft“. Auf
dieser bewegen die Spieler Omar, den Diener des Sultans, als gemeinsame
Spielfigur. Wer Omar auf Teppichen eines Mitspielers zu stehen bringt,
muss dem Teppichbesitzer eine „Standmiete“ bezahlen, dessen Höhe
sich
nach der Größe der betretenen Teppichfläche richtet. So
entbrennt ein
Wettstreit darum, Diener Omar möglichst oft und ausgiebig auf die
eigene Teppichauslage zu „locken“. Suleika ist ein ebenso raffiniertes
wie verblüffend
einfach verständliches Lege- und Bewegungsspiel. Die
dreidimensionale
Teppichauslage aus echten Textilien haucht dem Spielplan die lebendige
Atmosphäre eines morgenländischen Basars ein". (Pressetext Zoch)
- Auch die erste Erweiterung für das Erfolgsspiel "Burg
Appenzell" wurde unter dem Titel "Cheesy Gonzola" auf der Messe
erstmalig vorgestellt. Hierüber schreibt der Verlag: " Cheesy Gonzola erobert
„Burg Appenzell! Die
gefräßigste Maus unter dem Käsehimmel sprintet
pfeilschnell über
Dächer. Mit ihrem Riesensombrero ist sie sogar gegen Mausefallen
immun.
Aber auch alle anderen Nager lassen es sich gut gehen: Ein
Geheimgang
zur Speisekammer sorgt für unerschöpfliche Gaumenfreuden.
Und der neue
Belagerungsturm wird von den Nagern nur allzu gerne für eine
Rundreise
um die „größte Mausefalle der Welt“ genutzt.„Cheesy Gonzola“
verwöhnt die Burgfreunde mit
einem Ausbau der dreidimensionalen Erlebniswelt und bietet eine
weitere Vielfalt an Aktionsmöglichkeiten, die alles andere als
„Käse“
sind." (Pressetext Zoch)
- Im Kinderspielbereich gab es aber gleichzeitig auch eine
weitere Neuheit: Das Merkspiel "Fladderadatsch"
(Jacques Zeimet, 2-5 Spieler ab 5 Jahren, ca. 20 Minuten).
Inhaltsangabe laut Zoch: Ob
Hummel, Schmetterling oder Heißluftballon –
Naturforscher Florian Flügel fotografiert alles, was durch die
Luft
fliegt. Dabei übersieht er jedoch oft, was vor ihm auf der
Wiese
liegt. Sehr zum Spaß von Pferd und Kuh, die sich jedes Mal
tierisch
freuen, wenn Florian in einen Haufen frischer Pferdeäpfel tritt.
Wird
er es schaffen, von allen fliegenden Tieren und Dingen Fotos zu
knipsen, bevor seine Schuhe ruiniert sind? Die Spieler bewegen Florian
über den doppelbödigen
Spielplan und versuchen, ihn nicht in die verborgenen (magnetischen)
Pferdeäpfel und Kuhfladen treten zu lassen. Ein gutes
Erinnerungsvermögen ist dabei hilfreich. Zum Glück hat der
Naturforscher einen Schemel dabei, auf den er sich im letzten
Augenblick retten kann, wenn er weiß, dass das nächste
Spielfeld eine
unliebsame Überraschung birgt. Der Spieler, der mit Florian die
meisten
Fotos knipst und damit die meisten Spielkarten vor sich ablegen kann,
hat die besten Chance zu gewinnen. (Pressetext
Zoch)
|