Spielewarenmesse Nürnberg 08

Die Neuheiten seit 1997 im Überlick:
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Neuheiten sortiert nach Verlagen
| Abacus | alea | Amigo | Clementoni | eggertspiele | Goldsieber | Hans im Glück | Heidelberger | Huch & friends | Hutter | Ludorum Games | Noris | Phalanx Games | Pro Ludo | Queen Games | Ravensburger | Schmidt | Winning Moves | Zoch |

Abacus :
  • Aquaretto (Michael Schacht, 2-5 Spieler ab 10 Jahren, ca. 45 Minuten): Jeder Spieler besitzt einen Wasserpark. Durch das Anlegen von Plättchen gleicher Tierarten entstehen die Schaubecken, für die der Spieler am Ende Punkte erhält. Dabei muss man aber zwischen den Becken verschiedener Tierarten einen Mindestabstand einhalten. So kann der Spieler seinen Wasserpark zwar frei planen, doch schnell wird der Platz knapp. Kommt ein Spieler an die Reihe, darf er zwischen mehreren Aktionsmöglichkeiten wählen: Er kann Tierplättchen aufdecken oder seinen Wasserpark ausbauen oder zuvor aufgedeckte Plättchen nehmen. Wer Plättchen nimmt ist aber erst einmal so lange aus dem Spiel, bis alle Mitspieler ebenfalls Plättchen genommen haben. Die Spieler sich also entscheiden, denn unter jeder Tierart gibt es zwei Pärchen. Gelingt es dem Spieler ein solches Pärchen in ein Becken zu bringen bekommen die beiden dann Nachwuchs. Erreichen die Becken bestimmte Größen, erhält der Spieler Geld und Mitarbeiter, die er auf verschiedenen Positionen einsetzen kann. Der geschickte Einsatz der Mitarbeiter bringt dem Spieler ebenfalls Punkte. Für Plättchen im Depot werden Punkte abgezogen. Es gewinnt der Spieler mit den meisten Pluspunkten. Aquaretto kann zusätzlich auch mit Zooloretto kombiniert werden.
  • Shanghaien (Roman Pelek und Michael Schacht, 2 Spieler ab 8 Jahren, ca. 20 Minuten): Zu Beginn jeder Runde werden 6 Karten in einer Reihe in die Mitte zwischen die Spieler gelegt. Die Position jeder Karte in der Reihe entspricht einer der Würfelzahlen von 1-6. Die Karten zeigen entweder Matrosen verschiedener Nationalitäten oder Sonderaktionen mit denen die Spieler ihre Würfelergebnisse beeinflussen oder Mannschaften vergrößern können. Die Spieler würfeln mit zwei Würfeln aus ihrem Vorrat. Nach seinem Würfelwurf muss sich der Spieler sofort für einen der beiden Würfel entscheiden, den er dann einer Karte zuordnet. So geht es abwechselnd weiter, bis ein Spieler aussteigen und „shanghaien“ will. Beim „Schanghaien“ werden die Karten in der Tischmitte verteilt. Der Spieler, der die Würfeleinheit an einer Karte besitzt erhält die Karte. Der besondere Kniff ist die Wertung am Ende des Spiels: Der Spieler mit der stärkeren Mannschaft in jeder Nationalität bekommt die Stärke der jeweils schwächeren Mannschaft als Siegpunkte. Besitzt er sogar ein Monopol für diese Nationalität, erhält er den vollen Wert der eigenen Mannschaft als Punkte.

alea :
 
  • In „Wie verhext!“ (Andreas Pelikan, 3-5 Spieler ab 9 Jahren, ca. 45 Minuten) müssen die Spieler Zaubertränke brauen. In jeder Runde müssen sie 5 von insgesamt 12 Rollenkarten wählen, um dann anschließend die Zutaten zu ergattern oder als Bettelmönch den anderen Spielern die erarbeiteten Zutaten abzuluchsen. Besonders erwähnenswert sind auch die sehr ansprechend gestalteten Karten, die dem Spiel vor allem auch einen optischen Reiz geben. Die große Komplexität ist hier sicherlich nicht zu erwarten, dafür aber vielleicht ein temporeiches Spiel für den Einstieg oder das Ende eines längeren Spieleabends oder auch für Familien.



"Wie verhext!" (Pressebild Ravensburger)

Amigo :
 
Auf der diesjährigen Spielwarenmesse setzte Amigo seinen Schwerpunkt auf die Veröffentlichung von neuen Familien- und Kinderspielen. Besonders interessant fanden wir hier:
  • Pingu-Party (Reiner Knizia, 2-6 Spieler ab 8 Jahren, ca. 15 Minuten) Hier werden selbst frostige Tage zum Partyerlebnis! Die Spieler bauen zusammen eine Pinguin-Pyramide. Jeder versucht möglichst viele seiner Pinguine in der Pyramide unterzubringen. Die Pinguin-Karten dürfen jedoch nur nach einem bestimmten Schema abgelegt werden, denn: Für die Pinguine kann die Party erst beginnen, wenn sie mindestens einen farblich gleichen Pinguin an ihrer Seite haben. Da heißt es cool bleiben! (Pressetext Amigo)
  • Six (Matthias Prinz, 2-5 Spieler ab 8 Jahren, ca. 6 Minuten) ist nichts für schwache Gemüter. Das rasante Würfelspiel bringt in nur sechs Minuten den Spieltisch zum Beben. Sanduhr umdrehen, verhüllen und los geht's: Ein Spieler würfelt, die anderen kassieren Punkte. Nach dem Motto „Würfel weg! Punkte her!" wird gegen die Zeit gewürfelt, denn enthüllt ein Mitspieler eine abgelaufene Sanduhr, ist man die erwürfelten Punkte ganz schnell wieder los. (Pressetext Amigo)
  • Das Spiel Dino Detektive (Dominique Ehrhard, 2-4 Spieler ab 8 Jahren, ca. 60 Minuten) lädt Hobby-Paläontologen zu einer Reise durch die Zeit ein. Jeder Spieler ist mit seinem Team an verschiedenen Ausgrabungsstätten tätig und versucht möglichst viele verschiedene Dinosaurierskelette einzusammeln. Doch auch die anderen Teams wollen möglichst viele Entdeckungen machen und so ist diese Reise zu den großen Urzeitgeschöpfen kein einfaches Unterfangen. (Pressetext Amigo)

Dino Detektive

Außerdem fielen im Amigo-Sortiment einige Neuheiten auf, die nicht wirklich neu sind, sondern bereits schon vorher einmal veröffentlicht wurden nun neu aufgelegt bzw. überarbeitet wurden. Das sind folgende Spiele:
  • Zum 10-jährigen Jubiläum erscheint das Spiel des Jahres "Elfenland" von Alan R. Moon als Jubiläumsedition in einer hochwertigen Metallbox. Die Box sieht nicht nur elegant aus, sondern ist zudem äußerst robust. Ein Sammlerstück von großem Wert und nur in einer limitierten Auflage erhältlich. Am Spielablauf des preisgekrönten Spieles hat sich nichts geändert. Einer abenteuerlichen Rundreise durch das Land der Elfen steht also nichts im Weg. (Pressetext Amigo)
  • Bohnanza Fan-Edition (Uwe Rosenberg, 3-5 Spieler ab 12 Jahren, ca. 45 Minuten): Zahlreiche Bohnanza-Fans aller Altersklassen aus vielen verschiedenen Ländern haben ihre eigenen Bohnen gezeichnet. Die schönsten davon finden sich in der bisher einmaligen Bohnanza Fan-Edition wieder. Dank der Kreativität der Bohnanza-Fans war diese herrliche Edition erst möglich. Ein Genuss für jeden Fan des beliebten Bohnenspiels! (Pressetext Amigo)
  • Das aufregende Stichspiel "Die sieben Siegel" (Stefan Dorra, 3-5 Spieler ab 10 Jahren, ca. 30 Minuten) um mystische Siegel und hinterlistige Saboteure erscheint fünf Jahre nach seiner Erstauflage in einem neuen, kleineren und handlicheren Format. Der spannende Spielablauf von Die Sieben Siegel bleibt jedoch gleich.
Bereits jetzt war ein Prototyp des neuen Spiels „Horus“ (H. Jean Vanaise, 2-4 Spieler ab 10 Jahren, ca. 60 Minuten), das in Essen erscheinen wird. Grundthema von „Horus“ ist die mythologische Welt des Alten Ägypten. Ebenfalls in Essen erscheint eine Fortsetzung des beliebten Partyspiels „Privacy“. Amigo wird demnächst auf seiner Homepage die Fans auffordern, Fragen einzusenden, die dann möglicherweise im Spiel unter Nennung des Einsenders abgedruckt werden.

Horus


Privacy 2


Clementoni :
 
  • Wussten Sie vielleicht, das Gisborne die östlichste Stadt der Welt ist? Wer findet als Schnellster sein Zielgebiet bzw. richtigen Weg in unbekannter Umgebung. In diesem Gesellschaftsspiel treten alle Mitspieler eine Reise ins Ungewisse an. Zurückversetzt in die Zeit, wo es galt als Erster neue Gebiete zu erschließen und diese kartographisch darzustellen, versucht man besonders schnell sein Zielgebiet zu erreichen. Das Spielfeld, welches durch die vielen Wegstücke immer neu gestaltet wird, bietet große Abwechslung, da sich die Gegebenheiten ständig verändern. Ein wunderschönes Design, welches durch den bekannten Künstler Michael Menzel geschaffen wurde, bietet großen Spielspaß in herrlicher Kulisse. Wer stellt seine Karte als Erster vor? Ab 3 bis 5 Spieler. (Pressetext Clementoni)
  • Indiana Jones — Auf der Jagd nach den verlorenen Schätzen. Topaktuell zum neuen Kinofilm Indiana Jones wird eine aufregende Schatzjagd geboten, wobei es darum geht seine Hilfsmittel, wie Amulette, Schutzschilde etc., geschickt einzusetzen, um den verlorenen Schatz aufzuspüren. In einer tollen Spielkulisse aus Kunststoff muss der Schatz in verschiedenen Ebenen ausfindig gemacht werden. Dieses ist besonders spannend, weil sich durch die Verteilung der Karten immer neue Spielsituationen ergeben. In den verschiedenen Ebenen erwarten die Mitspieler Hilfsmittel, die sie im Spiel schneller voranbringen oder aber Widrigkeiten, vor denen sie sich schützen müssen. Sieger wird, wer nicht nur seine eigenen Möglichkeiten berücksichtigt, sondern auch beachtet, welche Chancen der Rivale hat. Eine aufregende Reise in ungewisse Tiefen. Die Jagd beginnt — wer behält die Nerven? Ab zwei Spieler. (Pressetext Clementoni)
  • Logo — Das Nachrichtenspiel für Kinder. Passend zur gleichnamigen Nachrichtensendung für Kinder im ZDF wurde ein sehr reizvolles Thema kindgerecht umgesetzt. Die Kinder spielen in Teams gegeneinander und versuchen die Neuheiten auf der Welt schnell einzufangen. Hierzu müssen sie die Welt bereisen und dort verrückte Quizaufgaben lösen, pantomimisch etwas darstellen oder z.B. etwas zeichnen. Immer wieder neue Herausforderungen warten auf die Teams. Selbst unterschiedliche Altersgruppen stellen keine Probleme oder Vorteile dar, da verschiedene Schwierigkeitsgrade gewählt werden können. Eine aufregende Reise mit journalistischem Hintergrund, wobei —wie in der Realität — Sendeminuten den Ton angeben und die eigentliche Währung sind. (Pressetext Clementoni)


eggert :
 
Peter Eggert stellte seine beiden neuen Spiele am Stand seines Vertriebpartners Hutter vor:
  • Change Horses (Bruce Whitehill, 2-5 Spieler ab 8 Jahren, ca. 30-45 Minuten). Herne 07 konnte man einen Prototypen des Spiel bereits testen, nun ist es endlich fertig. Bei diesem interessanten Pferderennspiel gewinnt übrigens nicht der Spieler, dessen Pferd als erster das Ziel erreicht, sondern der Spieler, der es schafft, dass die sein Pferd als letztes die Ziellinie passiert.
  • In dem grafisch und ausstattungstechnisch überarbeiteten Neuland (Tobias Stapelfeldt/Peter Eggert, 2-4 Spieler ab 14 Jahren, ca. 60 bis 120 Minuten) haben die Spieler auf dem bisher nur dünn mit Jägern und Holzfällern besiedelten Spielplan viel Platz. Der wird im Verlaufe des Spiels aber natürlich immer knapper, während die Spieler eine neue Zivilisation mit allen dazugehörigen Gebäuden errichten.

Goldsieber : Goldsieber präsentierte auf dieser Messe zwei Kinderspielneuheiten: Die erste Neuvorstellung „Schnappburg“ (2-6 Spieler ab 4 Jahren, Dauer ca. 10 Minuten) stammt aus der Feder des Autorenduos Christian Fiore und Knut Happel. In diesem Reaktionsspiel werden verschiedene Karten aufgedeckt und die Spieler müssen sich möglichst schnell die Figur aus der Burg nehmen, die nicht auf der Karte abgebildet ist. „Gegen den Wind“ (Manfred Ludwig, 2-4 Spieler ab 5 Jahren, ca. 10-30 Minuten) ist ein Rennspiel mit Segelschiffen rund um eine Insel. Bei diesem Zugspiel muss man sein Schiff trotz widriger Umstände, verursacht durch den Wetterwürfel, möglichst als erster Spieler ins Ziel fahren.

Hans im Glück :
Hans im Glück kam mit insgesamt vier Spielen nach Nürnberg, wovon allerdings zwei "nur" Erweiterungen zu den letzten beiden  Spiel-Des-Jahres Titel waren. Im einzelnen:
  • Carcassonne: Graf, König und Konsorten (Klaus-Jürgen Wrede, 2-5 Spieler, ab 10 Jahren) ist die nun inzwischen sechste (!) offizielle Erweiterung zu dem nicht noch immer sehr begehrten Carcassonne. Insgesamt erhält diese Erweiterung vier Mini-Erweiterungen. Der "Fluß II", "König" und "Der Graf von Carcassonne" konnte man bereits schon einzeln erwerben. Die einzige neuen Karten stammen von der Mini-Erweiterung "Kultstätten"
  • Die hängenden Gärten (Din Li, 2-4 Spieler, ab 8 Jahren) ist ein topologisches Kartenspiel. Die Spieler legen Karten, die in sechs Felder unterteilt sind und auf denen verschiedene Symbole abgebildet sind nach vorgegebenen Regeln so in die eigene Auslage, dass dadurch bestenfalls Dreiergruppen mit identischen Smbolen entstehen. Dafür erhalten sie Plättchen aus dem gemeinsamen Vorrat. Je mehr gleiche Plättchen man aus dem Vorrat besitzt, desto mehr Punkte sammelt man für die Schlusswertung
  • Stone Age (Bernd Brunnhofer, 2-4 Spieler, ab 12 Jahre). Nach dem genialen Sankt Petersburg war man natürlich sehr gespannt, was der Verlagschef diesmal präsentieren würde. Die Spieler führen jeweils ein Volk in der Steinzeit an, welches unterschiedlichen Tätigkeiten nachgehen kann. Ackerbau versorgt das Volk mit Nahrung, mit Werkeugen kann man den Ackerbau erleichten und wenn man nicht gerade auf den Felder tätig ist, können auch Nachkommen gezeugt werden. Es gibt fünf Rohstoffe mit unterschiedlichen Wertigkeiten. Schickt man seine Bevölkerung zur Arbeit entscheidet ein Würfelwurf, wieviele Rohstoffe produziert werden. Aber hier zählt nicht nur das Würfelglück. Denn mit Rohstoffen kann man Zusatzkarten erwerben, durch die wiederum das Würfelergebnis beinflusst werden kann. Oder man kauft sich für die Rohstoffe Hütten, durch die man am Ende des Spiel Siegpunkte erhält. Stone Age hat bei der Erklärung schon Lust auf eine Partie gemacht, bei der jeder Spieler ständig abwegen muss, für welche der vielen Aktionsmöglichkeiten er sich entscheidet um am Ende die meisten Siegpunkte vorweisen zu können.

Stone Age
  • Thurn & Taxis - Alle Wege führen nach Rom (Karen und Andreas Seyfarth, 2-4 Spieler, ab 10 Jahre) ist die zweite offizielle Erweiterung zu Thurn & Taxis, die bei Hans im Glück erscheint und insgesamt zwei, auch kombinierbare Zusatzelemente umfasst. Zum einen gibt es einen gesonderten Spielplan, auf dem Kutschen aus den verschiedenen Gebieten nach Rom fahren. Immer wenn im Spiel keine Poststation in einem Gebiet gebaut werden kann, fährt die entsprechende Kutsche ein Feld voran. Die Spieler plazieren im Vorfeld Figuren mit den Werten von Eins bis Fünf in den Kutschen. Erreicht eine Kutsche ihr Ziel werden die Figuren aus der Kutsche in Rom plaziert. Befinden sich dort bereits Figuren werden diese entfernt. Die Figuren, die bei Spielende in Rom stehen bringen den Spielern Extrapunkte. Zum anderen werden die Amtspersonen aufgewertet. Immer wenn ein Spieler eine Amtsperson einsetzt, erhält er ein entsprechendes Plättchen aus dem Vorrat. Ist im Vorrat eine Sorte aufgebraucht erhalten die Spieler, je nach Kombination Siegpunkte, zusätzliche Handkarten oder dürfen eine zusätzliche Poststation auf dem Plan errichten.

Thurn & Taxis - Alle Wege führen nach Rom

Heidelberger
Spieleverlag:
Mit einem äußerst großen Programm präsentierte sich in diesem Jahr der Heidelberger Spieleverlag. Dabei ist das Erscheinen von Spielen zahlreicher Verlage unter dem Dach des Heidelberger Verlages geplant. Unter anderem sind dies die Spiele von Valley Games (» „Container"), Czech Board Games (» „Sechsstädtebund“), alea (» „Notre Dame“), Ferti (z.B. Pitch Car) und anderen Spieleverlagen, die schon seit geraumer Zeit mit dem Heidelberger Spieleverlag zusammenarbeiten.

Aber auch eine genuine Neuentwicklung des Heidelberger Spieleverlages war in Nürnberg zu bewundern, die den Verlag wieder zu seinen Wurzeln – dem guten alten Familienspiel – zurückführt. Konkret geht es dabei um das Spiel „Schneller als Kurz“ (M. Kronberg, 2-4 Spieler, o.A.), bei dem die Spieler möglichst exakte Einschätzungen von Informationen über die Tierwelt, wie z.B. die Lebensdauer, Nachwuchsgröße, das Gewicht etc., vorzunehmen. Außerdem ist als Gimmick die Veröffentlichung eines separaten Kartensets zum Thema „Europameisterschaft“ vorgesehen.



Was wurde sonst noch veröffentlicht? Zunächst wurde die langersehnte Erweiterung zu „Arkham Horror“, nämlich „Der Schrecken von Dunwich“ veröffentlicht. Dabei gibt es einen zweiten Stadtplan und die Spieler müssen nicht nur in Arkham Tore verschließen, sondern auch mit dem Zug in das Nachbarörtchen Dunwich reisen, um auch dort Tore zu verschließen. Vor allem der Schwierigkeitsgrad des Spiels wird dadurch deutlich erhöht. Außerdem erschien die deutsche Version von Warrior Knights und auch eine englischsprachige Erweiterung zum Spiel namens "Crown and Glory".

Auch das Spiel „Dust“ (Spartaco Albertarelli/Paolo Parente/Angelo Zucca, 2-6 Spieler ab 10 Jahren, ca. 120+ Minuten) stammt im Original wieder von FFG. Entsprechend der italienischen Comicvorlage geht es dabei um einen Endzeitkampf in der Zeit der 1950er-Jahre: Die Deutschen und die USA haben wertvolle Energiequellen entdeckt und waren so in der Lage, Superwaffen zu entwickeln und die Geschichte nahm einen anderen Verlauf. Alle Ländergrenzen wurden verschoben und verschiedene Parteien kämpfen nun um die Herrschaft auf der Erde oder um deren endgültige Vernichtung. Dem opulent ausgestatteten Spiel liegt ein Mechanismus zu Grunde, der ähnlich wie bei dem Klassiker „Risiko“ funktioniert, durch verschiedene Änderungen allerdings wesentlich taktischer und weniger glücksabhängig ist.


Dust


Gleichzeitig wurde auch die Erweiterung zuDescent „Road to Legend“ vorgestellt, die für Fans dieses Spielegenres geradezu Sensationelles zu bieten hat: Vor allem bietet die Erweiterung nämlich einen Spielplan á la „Runebound“, der nun von der Heldengruppe erforscht werden kann. Dabei gibt es dann auch verschiedene Städte, in denen man Waffen etc. kaufen kann. Gleichzeitig kann man aber an verschiedenen Orten der Karte auch verschiedene Dungeons erforschen, die alle verschieden sind und im Spielleiterhandbuch abgedruckt sind. Man kann also eine ganze Kampagne spielen, zumal es spezielle Aufbewahrungsboxen gibt, in die die Helden ihren gesammelte Ausrüstung legen können, so dass man nicht lange rumsortieren muss. Ach ja: Auch der Böse wählt übrigens einen Charakter.

Descent-Erweiterung: "Road to Legend"

Interessantes gibt es auch von „Nexus“ (» „Marvel Heroes“) zu berichten: Im Spiel „Micro Mutants“ (2-4 Spieler ab 10 Jahren) geht es um intergalaktische Kämpfe zwischen zwischen 2-4 Insektenarmeen, wobei der besondere Reiz des Spiels im Kampfmechanismus besteht: Die Insektenarmeen sind nämlich auf Plastikchipsen abgebildet und wenn man kämpft, muss man einen eigenen Armeechip auf einen gegnerischen Armeechip schnipsen, um den Kampf zu gewinnen. Hier ist also vor allem auch Fingergeschick erforderlich.



Auch einen guten Eindruck machte die langerwartete Brettspielumsetzung des Computerspiels „Starcraft“, die in einer riesigen Schachtel mit exzellenter Ausstattung ebenfalls bald bei Heidelberger erhältlich sein wird.



Zusätzlich plant Heidelberger noch eine riesige weitere Palette von Neuerscheinungen, Erweiterungen und Übersetzungen, mehr wird aber leider noch nicht verrraten. Ihr dürft also gespannt sein...

Huch & friends :

In Kooperation mit dem Ystari-Verlag (» „Caylus“) war auf der Messe das neue Spiel „Metropolys“ (Sébastien Pauchon, 2-4 Spieler ab 8 Jahren, ca. 30-60 Minuten). Thematisch geht es um den Aufbau einer Großstadt, in de die Spieler Architekten verkörpern, die an wichtigen Plätzen der Stadt bedeutende Bauwerke errichten, um dadurch ein möglichst großes Prestige zu erwerben. Dabei Überbieten die Spieler die Aktionen des vorherigen Spielers oder müssen passen, wenn sie dazu nicht in der Lage sind. Hat ein Architekt alle seine Gebäude errichtet, endet das Spiel und der Spieler mit dem meisten Ansehen hat gewonnen. Im Vergleich zu den anderen Titeln von Ystari soll das Spiel eher etwas leichter sein, jedoch nicht weniger Tiefgang haben da es gilt, vorausschauende zu planen und taktisch vorzugehen.

Unter einer ganzen Reihe von Familien- und Kinderspieltiteln waren vor allem zwei Titel. Erstens das Spiel „Fauna“ (Friedemann Friese, 2-6 Spieler ab 12 Jahren, ca. 60 Minuten), in dem die Spieler ihr Wissen über verschiedene Tierarten unter Beweis stellen müssen. Dabei muss man Schätzsteine auf dem Spielplan einsetzen und so Gewicht, Länge und andere Daten der jeweiligen Tierart einzuschätzen. Besonders herausfordernd ist die geografische Zuordnung der jeweiligen Lebensräume auf der Karte, da man hier zusätzlich auch noch geografische Kenntnisse haben muss.

Vor allem auch ein optischer Leckerbissen ist „Welt der guten Küche“ (Autor unbekannt bzw. mit Johann Lafer, 2-6 Spieler ab 16 Jahren, ca. 60 Minuten), einem Quizspiel rund um das Thema Gutes Essen. Der besondere Clou des Spiels ist das Spielbrett: Dabei handelt es sich nämlich um einen großartig illustrierten Porzellanteller der Firma Villeroy & Boch und dürfte das Spiel für echte Kulinarier besonders reizvoll machen.

Hutter:

Der Vertrieb präsentierte in Nürnberg gleich mehrere Neuheiten, die nun auf den deutschen Markt kommen werden.  Bereits in Essen waren bei Hutter auch die Titel von eggertspiele (» „Hamburgum“, „Cuba“) erhältlich, in Nürnberg wurden jetzt die beiden Titel „Change Horses“ und die Neuauflage des alten Eggert-Spiels „Neuland“ präsentiert (Details s. Eggertspiele).

Bisher nur auf Französisch erhältlich waren die Titel von Cocktail Games, die nun endlich auch auf Deutsch erhältlich sind. Dies sind die Spiele „Cin-Cin“ (» „Tchin Tchin“) und „Durchblick!“ (» "Vitrail" ), die beide auch bereits von uns rezensiert werden. Bisher nicht gekommen sind wir zu den beiden Spielen „Saugut!“ und „Zirkusparade“, die wir bisher nur auf Französisch vorliegen hatten und demnächst dann endlich auch ausführlicher vorstellen können.

Ludorum:
Der junge englische Verlag hatte ein Muster seines Spiels „Ice Flow“ (Dean Conrad/John Streets, 2-4 Spieler ab 11 Jahren, ca. 45 Minuten) im Gepäck, das noch in diesem Frühjahr erscheinen wird. Dabei starten die Spieler mit ihren drei Forschern an den östlichen Ufern der Beringstrasse, die sie über die Eisschollen in diesem Meeresstrom überqueren wollen, um schließlich nach Sibirien zu gelangen. Dabei müssen die Spieler nicht nur durch das geschickte Drehen und Verschieben von Eisschollen in ihrem Zug einen möglichst langen Weg zurücklegen, sondern durch den Einsatz von Seilen und Fischen auch Brüche im Eis überwinden und Eisbären beruhigen, die sie bei ihrem wohlverdienten Nickerchen gestört haben. Das Spiel machte einen sehr interessanten Eindruck und wir sind schon gespannt.



Gleichzeitig wurde eine überarbeitete Version des Erstlings „Fagin’s Gang“ angekündigt. Dabei wird der Spielplan nicht nur in grafischer Hinsicht vollkommen umgestaltet werden, sondern es wird auch einige Regeländerungen geben, die das Spiel noch schneller und die Bewegung der Bobbies weniger glücksabhängig machen soll.

Noris: Mit mehreren interessanten Spielideen präsentierte sich dieses Jahr der Noris-Verlag. Zunächst ist da einmal „Im Fadenkreuz Europa“ (Arno Steinwender und Christoph Puhl, 2-4 Spieler ab 10 Jahren), bei dem es sich keineswegs um ein Kriegsspiel, sondern um ein geografisches Einschätzungspiel handelt: Anhand von verschiedenen Karten mit Fragen müssen die Spieler den gesuchten Ort finden und ihn dann mit Hilfe des Fadenkreuzes (bestehend aus zwei Fäden, die über bestimmte Koordinatenpunkte des Spielfeldrandes eingestellt werden) möglichst exakt einschätzen. Das macht jeder Spieler gleichzeitig, so dass auch mehrere Spieler die Aufgabe lösen können.



Auch die Spieleserie mit der spielerischen Umsetzung deutscher Fernsehserien (» „Quiz Taxi“, „Das perfekte Dinner“) wurde fortgesetzt. Zuerst einmal wird es eine Brettspielversion von „Germany’s next Topmodel“ (Autor unbekannt, 2-5 Spieler ab 8 Jahren) geben, in dem jeder Spieler eine Topmodelfigur (als Spielfigur :-)) erhält und diese im Backstagebereich für den bevorstehenden Auftritt möglichst interessant ausstatten muss, bevor es zur Präsentation auf die Bühne geht. Ebenfalls in ein neues Leben im Ausland brechen die Spieler in „Mein neues Leben“ (Autor unbekannt, mehrere Spieler ab 8 Jahren) auf, wobei es in diesem Spiel vor allem darum geht, auf dem Spielfeld verschiedene Stationen der Vorbereitung auf ein neues Leben zu treffen (z.B. die Organisation eines Hauses, eines Jobs etc.), um dann erfolgreich auswandern zu können.

Neu im Programm ist die Serie „Senior Premium“, die sich laut Noris vor allem auch an „Junggebliebene“ richtet. In der Serie werden zunächst die Titel „Länder-Memo“, „Kunst-Memo“, „Rummy“ und „Domino“. Besonders interessant ist dabei die Ausstattung der einzelnen Spiele: Zunächst einmal sind alle Spiele im Buchformat gehalten und optisch äußerst elegant – und auch gut lesbar – gestaltet. Aber auch das gesamte Material der einzelnen Spiele ist sehr hochwertig, wobei vor allem die gute Verarbeitung der Memoryteile erwähnenswert ist. Daher dürfte die ganze Serie durchaus auch für jüngere Spieler interessant sein.

Auch neu ist das – in Kooperation mit der Bildzeitung entstandene – Quizspiel „Das Bild Quiz“ (Autor unbekannt, 1-6 Spieler ab 8 Jahren) in dem die Spieler Fragen aus 6 verschiedenen Themengebieten beantworten müssen und sich so vom Praktikanten bis zum Chef des Bild-Verlages hocharbeiten können, um so das Spiel zu gewinnen.

Die letzten beiden Neuheiten sind zwei abstrakte Strategiespiele: „Passtah“ (2 Spieler ab 6 Jahren) erfordert strategisches Geschick, um Spielsteine in den Plastikkäfig zu schieben, um so als erster Spieler die eine Seite erfolgreich mit der anderen zu binden. In „Landlord“ (2 Spieler ab 6 Jahren) bewegen die Spieler abwechselnd ihre Ritter über das Land um am meisten Stücke Land zu umschließen und so das Spiel zu gewinnen. Auch die beiden Spiele „Spin & Trap“ und „Zeparate“ wurden von der Goldsieber-Produktionslinie in diese Serie von Noris verlagert.

Phalanx Games: Nachdem Phalanx sich kurz vor Beginn der Messe entschlossen hat, das angekündigte Spiel "Weites Land" von Klaus Jürgen Wrede, nun doch nicht zu veröffentlichen, wurde zumindest das Spiel "Sultan" (Andre Zatz und Sergio Halaban, 2-5 Spieler, ab 8 Jahren) vorgestellt, welches im März erscheinen wird. Inhaltlich geht es darum, dass der Sultan auch der Suche nach einem Ehemann für seine Tochter ist. Um die sich zahlreich vorstellenden Kandidaten auf die Probe zu stellen, hat er einen Test vorbereitet: Jeder Spieler erhält die gleiche Menge an Gold zur Verfügung. Er hat nun die Aufgabe, die märchenhaften Basare der Hauptstadt zu besuchen und auf ihnen die schönsten und wertvollsten Juwelen zu erwerben. Wer dem Sultan schließlich die kostbarste Sammlung an Juwelen präsentiert, hat sich als würdig erwiesen, sein Vermögen zu verwalten und die Hand seiner Lieblingstochter, und somit das Spiel zu gewinnen. Außerdem konnte man schon den ersten Blick auf eine weitere Neuheit werfen, die im Sommer erscheinen soll: "Goldene Ära" (Leo Colovini und Giuseppe Bau, 3-4 Spieler).

Queen:

Neu bei Queen ist vor allem die Kinderspiel-Reihe „Queen Kids“, die mit den beiden Spielen „Enuk“ und „Haselnussbande“ in Nürnberg erstmalig vorgestellt wurde. Zu den Spielen im Detail:
  • Enuk (Stefan Dorra/Manfred Reindl, 2-5 Spieler ab 5 Jahren, ca. 20 Minuten). Die Kinder haben die Aufgabe, ein Iglu zu errichten und gleichzeitig möglichst viele Tiere in ihrer Umgebung zu beobachten. Die Plättchen mit Abbildungen von arktischen Tieren und Iglubauteilen werden verdeckt ausgelegt. Beim darauf folgenden Aufdecken der Plättchen ist das Ziel, am Ende des Spiels möglichst viele Plättchen gesammelt zu haben. Die Schwierigkeit liegt dabei darin, dass bestimmte Kombinationen von gesammelten Plättchen den Zug des Spielers vorzeitig beenden, wenn Tiere aufgedeckt werden, die nicht gut zusammen passen. Die betroffenen Plättchen werden wieder umgedreht. Außerdem endet der eigene Zug, sobald ein Iglubauteil aufgedeckt wird.
  • Haselnussbande (Birgit Hähnle, 2-4 Spieler ab 5 Jahren, ca. 20 Minuten). Die Spieler wählen ein farbiges Eichhörnchen, das hinter den versteckten Vorräten des Wildschweinfrischlings Freddi her ist. Freddi hat seine Vorräte im Waldboden verscharrt, die Spieler würfeln nun mit einem Farbwürfel und dürfen ihre Figur in die entsprechend farbige Region des Waldes versetzen. Mit Hilfe von Magneten werden dann versteckte Vorräte geborgen. Wenn Freddi allerdings etwas davon mitbekommt (Würfel), dann sind die gerade erworbenen Vorräte wieder futsch. Es gewinnt der Spieler, der zuerst sieben Vorratsplättchen im Wald gefunden hat.


  • Batavia (Dan Glimne/Grzegorz Rejchtman, 3-5 Spieler ab 10 Jahren, 45-60 Minuten). Bei „Batavia“ handelt es sich um eine komplett überarbeitete Neuauflage von „Moderne Zeiten“. Unter anderem war an der Entwicklung Dirk Henn beteiligt. Zur Geschichte des Spiels: Die Spieler besuchen als Kaufleute die Handelsstationen der fünf Ostindiengesellschaften in Ostasien, wobei jede Station eine andere Ware anbietet, die der Spieler erhält, der die Station ansteuert. Nur mit den Schiffskarten der entsprechenden Gesellschaft kann man auch zu den Stationen gelangen. Die Schiffskarten werden an einen Meistbietenden versteigert, wobei der Erlös der Versteigerung unter den anderen Spielern verteilt wird. Wer die lukrativsten Warenkarten der einzelnen Stationen besitzt, kann am Ende des Spiels die begehrten Goldstücke erlangen und so das Spiel gewinnen.



Pro Ludo:
Einen Prototyp von "Die Hauptstadt von Alturien" (Wolfgang Kramer, 2-5 Spieler, ab 12 Jahren) konnte man bereits in Essen im letzten Jahr bewundern. Hierbei handelt es sich um eine sowohl grafisch komplett überarbeitete, aber auch regeltechnisch erweiterte Neuauflage von dem sehr gesuchten Spiel Big Boss, welches 1994 bei Kosmos erschienen ist.

Ravensburger :
 
Der Ravensburger-Verlag feierte in diesem Jahr seinen 125-jährigen Geburtstag und ist damit gleichzeitig auch der älteste deutsche Spieleverlag, der in der Vergangenheit die Spielelandschaft mit zahlreichen markanten Punkten versehen hat, wie z.B. „Scotland Yard“, "Fang den Hut!", Memory etc.. Zusätzlich stellte der Verlag aber auch in diesem Jahr noch zahlreiche Neuheiten, vor allem im Bereich Puzzle und Kinderspiele vor, von denen wir hier euch drei ausgewählte vorstellen möchten:
  • Verdrehte Sprichwörter (Reiner Knizia, 3-6 Spieler ab 50 Jahren): Man nehme über 150 Karten mit Anfängen und Enden von Sprichwörtern, lasse sie in Gesellschaft von drei bis sechs Spielern neu zusammensetzen und gebe dem Ganzen eine pfiffige Punktewertung - et voilä: Fertig ist das Spiel Verdrehte Sprichwörter von Ravensburger. Wer Kombinationen wie „Auch ein blindes Huhn" ... „regiert die Welt" schafft, kassiert wertvolle Punkte. Und sorgt angesichts der witzigen, manchmal klugen, und auch paradoxen Satzschöpfungen für heiteres Schmunzeln und mancherlei Anekdoten. Verdrehte Sprichwörter gehört zur Serie „Spiel & Vergnügen", in der Spiele speziell für Menschen ab 50 Jahren erscheinen. Sie zeichnet sich durch Titel aus, die allesamt schnell verständlich sind, die Stärken der Menschen aufgreifen und Raum für das Gespräch - und heiteres Gelächter - bieten. Kann es bessere Zutaten für einen wahrhaft gelungenen Abend geben? (Pressetext Ravensburger)
  • Fluch der Mumie (Marcel-Andre Cassasola-Merkle, 2-5 Spieler ab 8 Jahren, ca. 30 Minuten): Diese Mumie zieht die Schatzsucher magisch an: Das Familienspiel Fluch der Mumie von Ravensburger überrascht mit einem pfiffigen Magnet-Mechanismus. Bis zu vier Abenteurer streifen mit ihren Spielfiguren auf dem aufrecht stehenden doppelseitigen Spielplan durch die Gänge einer Pyramide. Hier warten Schätze auf sie - aber auch eine aufgebrachte Mumie. Die ist erbost über den Trubel in ihrem Heim, und will die beutegierigen Abenteurer fangen. So ziehen beide Parteien durch das Pyramidenlabyrinth: Der Spieler in der Rolle der Mumie sitzt auf der einen, die Schatzsucher auf der anderen Seite des Plans. Fünf Schätze soll jeder Abenteurer ergattern - sprich, er versucht mit seiner Figur auf die entsprechenden Schatzfelder zu ziehen. Wie schnell er dort hin kommt, und wohin er ziehen darf, bestimmen die Würfel. Der Weg durch die Labyrinthgänge ist gefährlich, denn überall kann die Mumie lauern: Trifft deren Figur auf einen Schatzsucher, macht es „klack!" - und schon schnappt sich die - magnetische - Mumie den glücklosen Schatzsucher. Der wandert in das Verlies, aus dem er in der nächsten Runde nur dann frei kommt, wenn er einen seiner drei Lebenspunkte opfert. Zum Glück für die Schatzsucher kann der Mumienspieler nicht sehen, wo sich seine Kontrahenten befinden. Die wiederum beobachten von ihrer Seite aus, wohin die Mumie gerade wandert und können ihr - hoffentlich - ausweichen. Gewonnen hat, wer als Erster seine fünf Schätze beisammen hat. Oder die Partie endet, wenn die Mumie eine bestimmte Zahl an Lebenspunkten ergattern konnte. (Pressetext Ravensburger)
  • Hase und Igel (David Parlett, 2-6 Spieler ab 10 Jahren, ca. 45-60 Minuten). Pünktlich zum dreißigsten Jahrestages des Erscheinen des Originals im gleichen Verlag bringt Ravensburger nun diesen Klassiker neu heraus, wobei die neue Schachtel wieder das ursprüngliche Cover hat.

Schmidt:
 
Auch in diesem Jahr konnte man bei Schmidt wieder eine Vielzahl an Neuheiten bestauen. Hier an dieser Stelle möchten wir euch die möglichen Highlights vorstellen. Neben der schon in Essen erschienenen Neuauflage zu Auf Achse stach das Spiel Code Omega (Grzegorz Rejchtman, 2-6 Spieler, ab 8 Jahren) hervor, welches auf dem ersten Blick an das Kosmos-Spiel Ubongo erinnerte. Diesmal müssen drei (in der Profiversion vier) Streifen waagerecht auf ein vorgegebenes Gebiet plaziert werden, so dass die darauf abgebildeten Muster eine senkrechte Reihe ergeben. Das hörte sich einfach an, bei einer Testrunde hatten aber alle Spieler deutliche Schwierigkeiten diese Aufgabe unter Zeitdruck zu lösen. Wer Knobelspiele mag sollte sich Code Omega unbebingt mal genauer anschauen.
Neu bei Schmidt ist eine Reihe mit dem Name "Easy Play". In einer kleinen Schachtel verbergen sich interessante Familienspiele, die im Handel für rund 13 Euro erhältlich sein sollen. Alle Spielen kommen mit kurzen Regeln aus und haben bei uns durchweg einen positiven Eindruck hinterlassen.
  • Big Points (Brigitte und Wolfgand Ditt, 2-5 Spieler, ab 8 Jahren). Bei diesem einfachen, aber doch sehr trickreichen Spiel bewegen die Spieler farbige Pöppel über eine Reihe von zufällig ausgelegten Felder in den gleichen Farben wie die Pöppel. Jeder Spieler kann jeden Pöppel vorwärts bewegen, allerdings immer nur bis zum nächsten gleichfarbigen Feld. Danach nimmt er ein angrenzendes Feld aus der Reihe und legt es in seinen Vorrat. Am Ende des Spiels ist jedes Feld in der Spielerauslage so viele Punkte wert, wie der Pöppel Punkte für seinen Zieleinlauf erhalten hat, wobei der führende Pöppel natürlich mehr Punkte wert ist, als die nachfolgenden Pöppel. Von diesem Spiel gab es am Schmidt-Stand eine kostenlose Mini-Version mit vereinfachtem Spielmaterial, welches unsere Spielegruppe bereits schon über viele Runden begeistern konnte!
  • Burgen Land (Wolfgang Lehmann, 2 Spieler, ab 8 Jahren). Zwei Spieler bauen an ihrer eigenen Burg. Welche Bauteile verwendet werden, ergibt sich dadurch, wie die Spielfiguren die einzelnen Felder des Spielplans ablaufen, wobei die Spieler sich hier an verschiedene Bauregeln halten müssen. Auf einigen Feldern kann es zu einer Wertung kommen. Der Spieler der nun die wertvollste Burg sein eigen nennt, erhält die Differenz zur gegnerischen Burg an Punkten gutgeschrieben. Es gewinnt der Spieler der zuerst 30 Punkte auf seinem Konto stehen hat.
  • Drachen Wurf (Wolfgang Panning, 2-6 Spieler, ab 8 Jahren). Bei diesem Spiel stehen die Würfel im Vordergrund. Durch geschicktes Würfeln sammeln die Spieler, sowohl aus der allgemeinen Auslage, aber auch aus der Auslage der Mitspieler möglichst viele gleiche Karten, die sowohl verschiedene Drachen, aber auch verschiedene Landschaften zeigen. Für identische Drachen und/oder Landschaften in der eigenen Auslagen erhalten die Spieler Punkte.
  • Finito! (Hartmut Kommerell, 2-4 Spieler, ab 8 Jahren). Finito sieht auf dem ersten Augenblick etwas aus wie Bingo, erinnert aber dann doch eher an den Sortierklassiker Racko. Jeder Spieler hat Plättchen von 1 bis 20, die auf dem eigenen Spielbrett untergebracht werden müssen. Von diesem 20 Steinen hat jeder Spieler immer drei in seiner Auslage offen liegen. Reihum wird mit einem 20seitigen Würfel gewürfelt. Das Ergebnis gibt an auf welche Position alle Spieler ein Plättchen aus der eigenen Auslage legen müssen. Alternativ darf auch ein Plättchen auf dem Spielplan verschoben werden. Ziel ist es alle Zahlenplättchen in aufsteigender numerischer Reihenfolge auf dem eigenen Spielbrett zu plazieren.
Bei den Mitbringspielen seinen noch zwei Spiele erwähnt, die nun bei Schmidt in einer überarbeiteten Neuauflage erhältlich sind.
  • Hossa (Andrea Meyer, 3-20 Spieler, ab 8 Jahren) stammt ursprünglich aus dem Bewitched-Verlag (» Hossa). Bei diesem Spiel steht der Spass im Vordergrund, genauer gesagt der Gesang. Gespielt wird in Teams, wobei jedes Team zu einem vorgegebenen Begriff ein Lied vortragen muss. Auch für das Mitsingen von Liedern der anderen Team kann man Punkte sammeln.
  • Die Monstermaler (F. Friese, M.-A. Casasola-Merkle, A. Meyer, ab 3 Spieler) war bereits 2006 als einfacher Malblock erhältlich. Zwei Spieler müssen unabhängig, die linke und die rechte Seite einer ihnen bekannten prominenten Person zeichnen. Die anderen Spieler müssen dann raten, wen die beiden Spieler mit der Zeichnung wohl gemeint haben könnten.
Winning Moves :
 
Neben den obligatorischen Neuheiten aus der Serie „Top Trumps“ stellte Winning Moves auch wieder zwei große Neuheiten vor. Mit „Cartagena – Die Goldinsel“ (Rüdiger Dorn, 2-4 Spieler ab 10 Jahren, ca. 45 Minuten) erscheint im März das dritte Spiel der erfolgreichen „Cartagena“-Reihe. In diesem Spiel heuern die Spieler als Piratenkapitäne in den verschiedenen Kneipen Leute an, bevor sie sich dann schließlich auf die Suche nach dem Goldschatz machen, der nur durch eifriges Buddeln geborgen werden kann. Dabei ist sowohl für die Zusammenstellung der Mannschaft als auch für das Finden des Schatzes vor allem der geschickte Einsatz von Karten erforderlich.

In den Fluten der Ostsee versunken liegt vermutlich die ehemals florierende Handelsstadt „Vineta“, die auch Thema des gleichnamigen Spiels („Vineta“, 2-6 Spieler ab 10 Jahren, ca. 45 Minuten) des Autorenteams Fabiano Onca, Mauricio Gibrin und Mauricio Miyaji ist. Dabei übernehmen die Spieler die Rolle von Wettergöttern, die in insgesamt 8 Runden nach und nach die 9 Stadtteile Vinetas im Meer versinken. Dabei hat jeder Spieler aber auch einen Stadtteil und seine Bewohner unter seinen persönlichen Schutz gestellt und natürlich sollte dieser Stadtteil nicht untergehen. Deshalb versucht man durch das Ausspielen von Karten die Häuser dieser Bewohner in sicherere Gefilde zu bringen, während man die Häuser der anderen Bewohner in die gefährdeten Stadtteile bringt. Für beides gibt es natürlich Siegpunkte und am Ende des Spiels gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.



Zoch:
  • In Kooperation mit dem Verlag Gigamic erschien Zochs großes Spiel für dieses Frühjahr, nämlich "Suleika" (Dominique Ehrhard, 2-4 Spieler ab 8 Jahren, ca. 30 Minuten). Der Verlag selber schreibt über das taktische Legespiel: "Ziel des Spiels ist es, durch geschicktes Auslegen von Teppichen möglichst große zusammenhängende Flächen eigener Couleur entstehen zu lassen. Dabei ist es erlaubt, Teppichhälften der Mitspieler mit eigener Auslegeware zu überdecken. So entsteht im Spielverlauf eine dreidimensionale, „verwobene Teppichlandschaft“. Auf dieser bewegen die Spieler Omar, den Diener des Sultans, als gemeinsame Spielfigur. Wer Omar auf Teppichen eines Mitspielers zu stehen bringt, muss dem Teppichbesitzer eine „Standmiete“ bezahlen, dessen Höhe sich nach der Größe der betretenen Teppichfläche richtet. So entbrennt ein Wettstreit darum, Diener Omar möglichst oft und ausgiebig auf die eigene Teppichauslage zu „locken“. Suleika ist ein ebenso raffiniertes wie verblüffend einfach verständliches Lege- und Bewegungsspiel. Die dreidimensionale Teppichauslage aus echten Textilien haucht dem Spielplan die lebendige Atmosphäre eines morgenländischen Basars ein". (Pressetext Zoch)



  • Auch die erste Erweiterung für das Erfolgsspiel "Burg Appenzell" wurde unter dem Titel "Cheesy Gonzola" auf der Messe erstmalig vorgestellt. Hierüber schreibt der Verlag: " Cheesy Gonzola erobert  „Burg Appenzell! Die gefräßigste Maus unter dem Käsehimmel sprintet pfeilschnell über Dächer. Mit ihrem Riesensombrero ist sie sogar gegen Mausefallen immun. Aber auch alle anderen Nager lassen es sich gut gehen:  Ein Geheimgang zur Speisekammer sorgt für unerschöpfliche Gaumenfreuden. Und  der neue Belagerungsturm wird von den Nagern nur allzu gerne für eine Rundreise um die „größte Mausefalle der Welt“ genutzt.„Cheesy Gonzola“ verwöhnt die Burgfreunde mit einem Ausbau der dreidimensionalen  Erlebniswelt und bietet eine weitere Vielfalt an Aktionsmöglichkeiten, die alles andere als „Käse“ sind." (Pressetext Zoch)
  • Im Kinderspielbereich gab es aber gleichzeitig auch eine weitere Neuheit: Das Merkspiel "Fladderadatsch" (Jacques Zeimet, 2-5 Spieler ab 5 Jahren, ca. 20 Minuten). Inhaltsangabe laut Zoch: Ob Hummel, Schmetterling oder Heißluftballon – Naturforscher Florian Flügel fotografiert alles, was durch die Luft fliegt. Dabei übersieht er jedoch oft,  was vor ihm auf der Wiese liegt. Sehr zum Spaß von Pferd und Kuh, die sich jedes Mal tierisch freuen, wenn Florian in einen Haufen frischer Pferdeäpfel tritt. Wird er es schaffen, von allen fliegenden Tieren und Dingen Fotos zu knipsen, bevor seine Schuhe ruiniert sind? Die Spieler bewegen Florian über den doppelbödigen Spielplan und versuchen, ihn nicht in die verborgenen (magnetischen) Pferdeäpfel und Kuhfladen treten zu lassen. Ein gutes Erinnerungsvermögen ist dabei hilfreich. Zum Glück hat der Naturforscher einen Schemel dabei, auf den er sich im letzten Augenblick retten kann, wenn er weiß, dass das nächste Spielfeld eine unliebsame Überraschung birgt. Der Spieler, der mit Florian die meisten Fotos knipst und damit die meisten Spielkarten vor sich ablegen kann, hat die besten Chance zu gewinnen. (Pressetext Zoch)