Nimm's wörtlich!

Auf einen Blick:
Verlag : Eigenverlag
Autor : Wolfgang Panning
Grafik : Wolfgang Panning
Spieleranzahl : 1-6 Spieler
Alter : ab 12 Jahren
Dauer : 30+ min.
Erscheinungsjahr : 1998
 
Spielart: Kommunikationsspiel

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Nimm s Wörtlich

Anmerkung
Von "Nimm's wörtlich" sind nur 300 Exemplare von Wolfgang Pannig im Eigenverlag erschienen. Wer noch eines der Spiele ergattern möchte, sollte sich direkt an Wolfgang Panning wenden oder einfach an unserem Gewinnspiel teilnehmen.


Das Spielmaterial
  70 Wortkarten - 1 rote Schiedsrichterkarte - 1 Punktetabelle - 1 Start-Brücke-Karte - 30 orange Holzchips - 34 grüne Holzchips - 1 Spielregel

In diesem Spiel geht es darum, möglichst punkteträchtige Wortketten zu bilden. Dabei muss man von einem vorgegebenen Wort hin zu einem weiteren vorgegebenen Wort kommen. Und das ist eigentlich gar nicht so einfach.

Vor dem Spiel erhält jeder Spieler Block und Stift sowie 20 Punkte in Chips. Dabei entsprechen die orangen Chips 3 Punkten und die grünen Chips 1 Punkt. Der älteste Spieler wird der Schiedsrichter der ersten Runde und verteilt nun die Wortkarten: Jeder Spieler erhält 3 davon und die restlichen bilden den verdeckten Nachziehstapel.

Zu Beginn jeder Runde deckt der Schiedsrichter die oberste Karte vom Nachziehstapel auf. Dieses Wort ist nun das Startwort. Die Spieler suchen sich nun von ihrer Hand einen Begriff aus, der das Ziel der zu bildenden Wortkette darstellt. Danach schreiben die Spieler eine Wortkette auf, indem er Brückenworte bildet - die jeweils aus zwei zusammengesetzten Wörtern bestehen - um vom ersten Wort zum letzten Wort zu kommen. Das Startwort wäre z.B. Spiel. Das erste Wort wäre dann Spielplan, dann Planwagen usw.. Diese Wortkette darf beliebig lang sein. Für die Bildung der Wörter gelten folgende Regeln:
Sobald ein Spieler glaubt, eine richtige Wortkette gefunden zu haben, ruft er "Stop" und das Spiel wird unterbrochen. Er liest nun seine Wortkette vor und der Schiedsrichter achtet darauf, dass alle Regeln eingehalten worden sind. Ist ein Spieler bei Einwänden des Schiedsrichters nicht einsichtig, darf dieser ihm die rote Karte zeigen um alle Diskussionen zu beenden. Ist die Wortkette gültig, erhält der Spieler nun Punkte entsprechend der Tabelle. Dabei gibt es für eine mittlere Anzahl von Brückenworten (5,6 oder 7) die meisten Punkte, mehr oder weniger ist schlechter. Der Spieler erhält die Punkte allerdings nicht dazu, sondern gibt sie in Form von Chips ab. Er legt nun seine Zielwortkarte auf die Startwortkarte in der Tischmitte und gibt so das Startwort für die nächste Runde vor. Außerdem zieht er eine Karte vom Nachziehstapel und wird neuer Schiedsrichter. Eine neue Runde beginnt. Sollte die Wortkette allerdings ungültig sein, wird weitergespielt und alle Spiele haben wieder eine neue Chance.

Die Spieler dürfen während des Spiels jederzeit Karten aus ihrer Hand ablegen und dafür neue ziehen. Dies bringt einem jedoch jedesmal zwei Punktechips ein.

Das Spiel endet, sobald ein Spieler alle seine Punktechips losgeworden ist. Dieser Spieler gewinnt dann natürlich automatisch das Spiel.

Die "Start-Brücke-Kart" wird nur für die Profiregel benötigt: Die Karte wird in die Mitte der Spielfläche gelegt und rechts und links wird jeweils eine Karte angelegt. Die Startseite zeigt ganz normal das Startwort. Das Wort an der Brückenseite hat allerdings eine besondere Funktion: Gelingt es einem Spieler, dieses Wort als Brückwort mitzuverwenden, erhält er die doppelte Punktzahl. Diese "Brückenkarte" bleibt solange liegen, bis ein Spieler erfolgreich war. Danach wird sie ausgetauscht.
(Troudi 24.09.05)

Weitere Infos:
- Unser Interview mit Wolfgang Panning

Troudi vergibt 8 von 10 Punkten:
Keine Frage: Mit "Nimm's wörtlich" ist Wolfgang Panning ein tolles Spiel gelungen. Wir haben es hier nicht mit einem einfachen Wortbildungsspiel zu tun, sondern mit einem Spiel, dass jeden Spieler voll und ganz fordert. Das Spiel ist nicht einfach und gerade das macht seinen Reiz aus. Es ist nicht nur schon schwierig genug, für einige der betreffenden Wörter Wortketten zu bilden, sondern dazu hat man noch Konkurrenz durch die anderen Spieler, die natürlich das gleiche versuchen. Gleichzeitig muss man dann aber auch wieder darauf achten, dass die Wortketten nicht zu lang oder zu kurz sind, denn sonst gibt es nicht sehr viele Punkte. Auch der Schiedsrichter hat eine wichtige Funktion: Einige Schiedsrichter legen Neuschöpfungen sehr milde aus, andere halten sich 1:1 an den Duden. Insgesamt ein tolles Spiel, das bisher scheinbar leider noch keinen größeren Verlag als Interessenten gefunden hat. Schade, warum eigentlich nicht?

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