Rasende Roboter

Auf einen Blick:
Verlag : Hans im Glück
Autor : Alex Randolph
Grafik :  Franz Vohwinkel
Spieleranzahl : beliebig
Alter : ab 10 Jahren
Dauer : 30-60 min
Erscheinungsjahr : 1999
    (2004 Neuauflage bei Rio Grande Games)

Spielart: Denkspiel

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Anmerkung:
Rasende Roboter wurde 2004 unter dem Namen Ricochet Robots bei Rio Grande Games in einer überarbeiteten Version herausgebracht. Neu sind ein schwarzer neutraler Roboter sowie schräge und halbdurchlässige Wände. Die Spielflächen sind mit den 4 Spielflächen der Hans im Glück Version kompatibel.          

Das Spielmaterial
4 beidseitig verwendbare Spielflächen - 1 Verbindungsplatte - 4 Roboter in den Farben rot, gelb, blau und grün -
4 quadratische Roboter-Marker - 17 Ziel-Chips - 1 Sanduhr - 1 Spielregel

Das Ziel des Spieles ist es, möglichst viele Roboter auf das jeweils vorgegebene Zielfeld zu steuern.
Zunächst wird das Spielbrett beliebig aus den 4 Spielflächen zusammengesetzt. Damit es sich beim Spiel nicht verrutscht, wird es mit einer Plastikplatte in der Mitte verstärkt. Die 4 Roboter werden auf beliebige freie Felder gestellt. Unter die Roboter werden die jeweiligen Marker gelegt. Die 17 Chips werden verdeckt gemischt. Die Sanduhr wird bereitgestellt und das Spiel kann beginnen.

Alle Spieler spielen gleichzeitig. Es wird ein Chip umgedreht und für alle Spieler sichtbar in die Mitte des Spielfeldes gelegt. Dieser Chip zeigt die Aufgabe an, die nun alle Spieler versuchen in Gedanken optimal zu erfüllen. Wird ein farbiger Chip umgedreht, so gilt es diesen gleichfarbigen Roboter in das auf dem Chip angegebene Ziel zu steuern. Wird der Wirbel aufgedeckt, so muss ein beliebiger Roboter auf das "Wirbel"-Feld gesteuert werden.

Jeder Roboter kann sich waagerecht und senkrecht auf dem Spielbrett bewegt werden. Wird er aber einmal in Bewegung gesetzt, so bewegt er sich solange in diese Richtung, bis er auf ein Hindernis (eine Mauer, einen anderen Roboter und die natürlichen Grenzen des Spielbretts) trifft. Diese gerade Linie gilt als 1 Zug. Nun kann sich dieser Roboter in eine andere Richtung weiterbewegen. Auch hier bleibt er erst wieder stehen, wenn er auf ein weiteres Hindernis trifft. Ein Roboter kann niemals unterwegs anhalten! Jeder Spieler versucht in Gedanken, alle 4 Roboter über das Spielbrett steuern. Dabei zählt er die gesamten Züge die nötig sind, um den entsprechenden Roboter auf das Spielfeld zu steuern. Hat ein Spieler eine Lösung gefunden, so ruft er laut die Anzahl der Züge aus, die nach seinen Überlegungen den Roboter in das vorgeschriebene Ziel steuern. Nun wird die Sanduhr umgedreht und alle Spieler haben ca. 1 min Zeit eine bessere Lösung mit wenig Zügen zu finden. Es ist auch möglich eine höhere Zuganzahl noch anzusagen, vielleicht hat sich ja der erste Spieler vertan und sein Weg führt gar nicht ins Ziel..

Ist die Uhr abgelaufen, präsentiert der Spieler, der die niedrigste Zuganzahl angesagt hat, seinen Weg. Er bewegt Zug für Zug die Roboter über das Spielfeld und zählt laut dabei seine Züge. Hat er das Ziel in der angesagten Zuganzahl erreicht, bekommt er den Chip, den er verdeckt vor sich ablegt. Konnte er das Ziel nicht erreichen, werden die Roboter wieder auf die jeweiligen Marker gestellt und der Spieler mit der zweitbesten Zuganzahl bekommt seine Chance. Kann kein Spieler den Roboter ins Ziel steuern, kommt der Chip aus dem Spiel. Bevor der nächste Chip zur nächsten Runde aufgedeckt wird, werden die Marker noch unter die jeweiligen Roboter gelegt, um den jeweiligen Startpunkt der Roboter zu fixieren.

Gespielt wird solange, bis ein Spieler eine vorher festgelegte Anzahl an Chips erspielen konnte, oder bis alle Chips durchgespielt sind. In diesem Fall gewinnt der Spieler der die meisten Chips erspielt hat.
(Superfred 27.12.04)

Weitere Infos:
- Die Homepage von Hans im Glück
- Hier auch die Variante von Uwe Rosenberg und die Varianten mit einem zusätzlichen Roboter

Superfred vergibt 8 von 10 Punkten:
Rasende Roboter ist wahrscheinlich neben Corona das anspruchvollste Spiel dieser Art von Spielen, wobei mir aber die Aufmachung von Rasende Roboter deutlich besser gefällt. Meist ist es nicht möglich, den Roboter ohne fremde Hilfe ins Ziel zu bringen, so dass zuvor erst mal ein oder auch mehrere Roboter in die richtige Position gebracht werden müssen, damit der eigentliche Roboter seinen Weg ins Ziel findet. Als Anfänger kann dieses Spiel sehr frustrieren, insbesondere wenn man gegen jemanden spielt, der Rasende Roboter schon öfters gespielt hat. Da sagt der Mitspieler nach wenigen Sekunden "15 Züge" an und ist so nett und gibt uns etwas länger Bedenkzeit und man selber findet auch nach 5 Minuten keinen Weg der kürzer als 30 Züge ist. Aber wie bei allen Denkspielen dieser Art ist etwas Übung von Nöten. Kennt man erst mal so einige Kniffe, wo man am bestens Hilfsroboter zur Unterstützung plaziert, erkennt man mögliche Zugmöglichkeiten auch schneller.
Am meisten macht Rasende Roboter in Gruppen von Spielern Spass, die ungefähr die gleiche Spielstärke bei diesem Spiel haben. Die Anzahl der Mitspieler ist dabei völlig egal. Ob zu zweit oder zu zehnt spielt keine Rolle, solange alle Spieler auch einen guten Blick auf das Spielfeld haben. Für Liebhaber dieser Grübelspiele ist Rasende Roboter ein Muss und alle anderen sollten sich nicht abschrecken lassen, wenn die Mitspieler schon wieder haushoch gewonnen haben. Am besten heimlich üben und dann die Mitspieler nochmal herausfordern.

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