Skaal

Auf einen Blick:
Verlag : Tilsit Editions
Autor : Dr. Mops
Grafik : Francois Bruel
Spielanzahl 3-6 (optimal 4-5)
Alter : ab 10 Jahre
Dauer : 60 min
Erscheinungsjahr 2004

Art: Aufbauspiel


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Das Spielmaterial
1 Spielplan - 1 Spielplan – 90 Zwergenfiguren – 12 Königsschenken – 1 Sack mit Goldklumpen –
1 Sack mit rotem „Oops“ – 1 Goldsucherfigur – 1 Würfel - 1 Spielregel

Das Ziel des Spieles ist es, am meisten Siegpunkte zu verdienen. Siegpunkte erhält man für das Einsammeln von Gold und das Ausschenken von Bier.
Zum Ablauf. Zunächst einmal wählt jeder Spieler eine Farbe, in der er dann (bei 4 Spielern) eine Anzahl von 13 Zwergen und 2 Königsschenken erhält. Ein Startspieler wird bestimmt und danach plaziert jeder Spieler reihum je einen Zwerg in eine der 12 Provinzen, in der noch kein anderer Zwerg stehen darf. Das wird so lange gemacht, bis jeder Spieler 3 Zwerge aufgestellt hat.
Danach beginnt der Startspieler damit, eine von 6 möglichen Aktionen durchzuführen:
Die erste Möglichkeit
ist, einen Zwerg aus dem Vorrat in eine beliebige Provinz zu setzen.
Die zweite Möglichkeit
ist, einen seiner Zwerge von einer Provinz in eine – durch eine Strasse verbundene – Nachbarprovinz zu versetzen.
Die dritte Möglichkeit
ist, nach Gold zu suchen. Dazu würfelt man den Würfel, und entweder entdeckt man 1-5 Goldklumpen, oder man entdeckt Oops. Diese Goldklumpen darf man dann auf einer Provinz auf dem Spielplan plazieren, vorausgesetzt darin befindet sich keine Königsschenke oder kein Oops. So werden entweder neue Goldminen erschlossen, oder bereits vorhandene erweitert. Auch Oops wird so plaziert, damit ist die dementsprechende Provinz allerdings für den Goldabbau tabu, denn wo einmal Oops gefunden wurde, kann kein neues Gold mehr gefördert werden. Jedes Mal, wenn Gold oder Oops auf dem Spielplan plaziert wurden, bricht ausserdem ein Goldrausch aus: Der Spieler der das Gold/Oops abgebaut hat, muß aus jeder benachbarten (durch eine Strasse verbundene Provinz) eine Zwergenfigur in die Provinz setzen, in die er das Gold/Oops gelegt hat. Außerdem wird die Goldsucherfigur auf der Siegpunkteleiste bei jedem Gold-/Oops-Abbau ein Feld nach vorne bewegt (erreicht sie ein bestimmtes Feld, ist generell kein Goldabbau mehr möglich).
Die vierte Möglichkeit
die man hat besteht darin, bereits abgebautes Gold aufzusammeln. Man kann jeweils so viele Goldklumpen aufsammeln, wie man eigene Zwergenfiguren in der dementsprechenden Provinz hat. Für jeden aufgesammelten Goldklumpen erhält man einen Siegpunkt. Ist alles Gold aufgesammelt worden, wird in der Provinz auch nur noch Oops abgebaut und es ist kein weiterer Goldabbau möglich.
Als fünfte Möglichkeit
kann man eine Königsschenke aufbauen. Dazu benötigt man entweder genau so viele oder mehr Zwerge als andere Mitspieler in der Provinz, wo die Schenke aufgebaut werden soll. Für fremde Zwerge in der Provinz erhält man dann zu Beginn jeder eigenen Runde jeweils einen Siegpunkt. Goldabbau ist in den Provinzen mit einer Königsschenke nicht möglich, es kann aber Gold aufgesammelt werden. Jeder Spieler kann außerdem nur eine Königsschenke bauen, die zweite Königsschenke kann man nur durch die Übernahme einer gegnerischen Schenke auf den Plan bringen. Dazu muss man lediglich mehr Zwerge in die Provinz bringen, als der Besitzer der Königsschenke dort hat. Die Übernahme passiert sofort und stellt keine separate Aktion dar.
Die sechste und letzte Möglichkeit
ist, eine Königsschenke zu versetzen. Dies kann man in jede beliebige Provinz auf dem Spielplan tun, vorausgesetzt man hat dort mindestens genau so viele oder mehr Zwerge als der/die Mitspieler.
Das Spiel endet, sobald in allen Provinzen nur noch Oops liegt. Es gewinnt der Spieler, der auf der Siegpunktleiste am meisten Punkte erreicht hat.
(Troudi 4.11.04)

Weitere Infos:
- Die Homepage von Tilsit

Troudi vergibt 8 von 10 Punkten:
Auch wenn mir Dr. Mops bisher eigentlich kein Begriff war, war ich von dem Spiel sofort begeistert. Gut an dem Spiel ist, das man in jeder eigenen Phase eigentlich immer die Qual der Wahl hat – man würde gerne mehrere Aktionen durchführen, da auch immer viele Aktionen Sinn machen, aber es geht nur eine. Die Regeln sind sehr übersichtlich und gut verständlich – für Tilsit nicht unbedingt üblich – liegen außerdem in mehreren Sprachen bei. Das Spiel lebt – außer beim Goldabbau – ausschließlich von Planung und enthält kaum Glückselemente. Jeder Zug ist planbar, häufig machen einem die lieben Mitspieler aber einen ordentlichen Strich durch die Rechnung. Und gerade das macht dieses Spiel spannend. Sicherlich hätte man auch mehr Punkte geben können, Abstriche müssen jedoch beim Spielmaterial gemacht werden: Die Farbgebung und optische Gestaltung machen es manchmal schwer, auf dem Spielplan die Übersicht zu behalten. Die Gold- und Oops-Steine sind sehr sehr klein, und schwierig zu handhaben und zu erkennen. Auch die Zwergenfiguren hätten ruhig etwas größer sein dürfen. Ein Preis ist noch nicht bekannt, da das Spiel bisher nur auf der Spiel 2004 in Essen erhältlich war. Fazit: Das Spiel ist eine Anschaffung wert, der Spielspaß macht die Mängel beim Material wett.

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