Willi

Auf einen Blick:
Verlag : Hans im Glück
Autor : Günter Burkhardt
Grafik : Nikola Neubauer
Spielanzahl 3-4 (optimal 4)
Alter : ab 8 Jahren
Dauer : 20 min
Erscheinungsjahr : 1999

Art: Karten-Stichspiel

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Das Spielmaterial
36 Zahlenkarten (in je 4 Farben mit den Werten 1-9), 24 Wertungskarten (je 8 mit den Werten 1-3),
1 Willi-Karte (für die 3er-Variante), 5 Karten für die Spielregeln

Das Ziel bei diesem Karten-Stichspiel ist es nach, 8 Runden die höchste Summe an Wertungskarten zu erreichen.

Zum Ablauf: Gespielt wird über 8 Runden, so dass im Vier-Personenspiel jeder 2x Startspieler ist. Der Ablauf ist in jeder Runde identisch. Die 36 Zahlenkarten werden gemischt und gleichmäßig an die Spieler verteilt. Nachdem sich jeder Spieler seine Karten angeschaut hat, wird noch genau eine davon geheim abgelegt,diese Karte wird in dieser Runde nicht mehr benötigt.

Nun beginnt das eigentliche Spiel: Der Startspieler spielt die erste Karte aus. Sofern möglich, müssen die Mitspieler nun bedienen, d.h. eine Karte in der gleichen Farbe spielen, alternativ darf auch eine Karte mit dem gleichen Wert gespielt werden. Kann ein Spieler eine Farbe nicht bedienen, darf er eine beliebe Karte abwerfen. Der Spieler, der den niedrigsten Wert gespielt hat (bei Gleichstand, der Spieler, der zuerst die Karte gespielt hat) bekommt den Stich. So weit, so gut - das ist aber noch nicht alles.

Man bekommt nämlich auch einfach den Stich, ungeachtet der gespielten Kartenwerte, in dem man Willi ruft. Dieses kann man aber nur, nachdem man bereits eine Karte gespielt und niemals der Spieler, der die letzte Karte einer Runde spielt. Hat man den Stich erhalten, darf man nun noch offen eine beliebige Handkarte mit einer gleichfarbigen Karte aus dem Stich austauschen. Der Stich wird danach vor dem diesem Spieler abgelegt, der als nächster die erste Karte ausspielt. Ferner muss man beachten, dass jeder Spieler genau zwei Stiche machen darf. Hat man also bereits zwei Stiche, so werden die gespielten Karten zur Ermittlung des Stiches nicht gewertet, außerdem darf dieser Spieler auch nicht mehr "Willi" rufen.

Sind die 8 Stiche verteilt, so zählt jeder seine Punkte. Der Spieler mit der höchsten Punktzahl bekommt 3 Punkte und nimmt sich eine 3er-Wertungskarte, die er verdeckt vor sich ablegt. Der Spieler mit den wenigsten Punkte bekommt eine 2er-Wertungskarte, der Spieler mit den zweitmeisten Punkten eine 1er-Wertungskarte und der Spieler mit den zweitwenigsten Punkten geht leer aus. Bei Gleichstand zwischen zwei oder mehreren Spielern gehen diese alle leer aus und bekommen keine Wertungskarte.

Wer dann nach insgesamt 8 Runden die meisten Punkte auf seinen Wertungskarten hat, gewinnt dieses Spiel.
(Superfred 10.11.04)

Weitere Infos:
- Die Homepage von Hans im Glück

Superfred vergibt 4 von 10 Punkten
Die Spielidee an sichl ist sicherlich nicht schlecht. Man nehme ein normales Stichspiel mit ein paar zusätzlichen Regeln und gebe dem Spiel noch Würze, indem man diese Regeln durch das "Willi"-Rufen ausser Kraft setzt. Außerdem muss man nicht zwangsweise nur hohe Stiche machen, sondern kann auch mit den wenigsten Punkte noch eine 2er Wertungskarte bekommen. In der Spielpraxis ist der Einfluss auf den Wert eines Stiches eher gering. Und auch am Ende einer Runde liegen die Punkte derer, die z.B. auf Höhe der Werte gespielt haben, meist eng beieinander, so dass es eher zufällig ist, ob man eine 3er oder eine 1er-Wertungkarte bekommt. Wen das alles nicht stört bekommt für ca. 5 Euro ein unterhaltsames Karten-Stichspiel. Ich persönlich spiele dann doch lieber Spiele, bei denen man etwas mehr Einfluss hat.

Weitere Meinungen zu Willi:
millibeth :
Eigentlich hat man bei dem Spiel ÜBERHAUPT keinen Einfluss auf das Ergebnis. Einfach nur am Tisch sitzen und gelegentlich "Willi" schreien hat meines Erachtens den gleichen Unterhaltungswert.
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