Dackel drauf

Auf einen Blick:
Verlag : Ravensburger
Autor : Carlo A. Rossi
Grafik : Marek Bläha
Spieleranzahl : 2 bis 5 Spieler
Alter : ab 8 Jahren
Dauer : ca. 20 min
Erscheinungsjahr : 2018

Spielart: Merkspiel


ZUR HAUPTSEITE




Das Spielmaterial
15 Tierwürfel - 90 Tierkarten - 9 Sonderkarten - 1 Übersichtskarte - 1 Spielanleitung

Ziel des Spiels ist es sich die Würfel in der Schachtel zu merken um möglichst schnell die Tierkarten von der Hand loszuwerden.

Zu Beginn des Spiels erhält jeder Spieler einen identischen Satz aus 18 Tierkarten, die sich nur in den Spielerfarben unterscheiden und legt diesen als gut gemischten, verdeckten Nachziehstapel vor sich ab. Insgesamt sind auf den Würfel neun verschiedene Tiere zu finden. Jedes Tier ist in jedem Deck genau zweimal vorhanden. Die neun Sonderkarten werden ebenfalls zu einem verdeckten Nachziehstapel bereitgelegt. Die 15 Würfel verbleiben in der Spielschachtel und gehen zum Startspieler.

Gespielt wird über mehrere Runden. In der allerersten Spielrunde nimmt jeder Spieler zehn Tierkarten vom eigenen Nachziehstapel auf die Hand. In den Folgerunden füllt jeder Spieler, sofern möglich seine Hand auf zehn Karten auf. Der Startspieler einer Runde entscheidet wie lange jeder Spieler seine eigenen Handkarten anschauen darf. Auf ein Kommando des Startspieler hin legen die Spieler ihre Handkarten vor sich ab. Der Startspieler nimmt die geschlossene Schachtel mit den Würfeln darin und schüttelt diese. Danach stellt er die Schachtel in die Tischmitte und nimmt den Deckel ab, so dass alle Spieler nun die Tiere sehen können, die aktuell oben auf den 15 Würfeln zu sehen sind. Diese 15 Tiere gilt es nun sich zu merken.
Ist der Startspieler der Meinung, dass man genug Zeit hatte sich die Würfel anzuschauen, setzt er den Deckel wieder auf die Schachtel. Nun kann jeder Spieler seine Handkarten wieder aufnehmen.
Nun kann jeder Spieler Handkarten neben der Schachtel in einer fortlaufenden Reihe ablegen, von denen er glaubt, dass sie in der Schachtel zu sehen waren. Allerdings legen alle Spieler in der gleichen Reihen ihre Karten ab. Beginnend mit dem Startspieler kann nun jeder Spieler immer entscheiden, ob er genau eine Karte in die Reihe legt oder aus dieser Phase aussteigt und somit keine Karten mehr ablegt. Der letzte verbleibende Spieler kann somit auch mehrere Karten ablegen. Erst wenn der auch der letzte Spieler gepasst hat endet diese Kartenablege-Phase.
Nun wird überprüft, ob sich die Spieler die Würfel gut gemerkt haben. Der Spielegeschachtel wird wieder geöffnet. Beginnend mit der neben der Schachtel ersten abgelegten Karte wird überprüft, ob ein passender Tierwürfel vorhanden ist. Ist das der Fall wird ein Würfel aus der Schachtel auf diese Karte gelegt. Nach dem gleichen Prinzip werden nun alle weiteren Karten überpüft. Und immer wenn für eine Tierkarte ein passender Würfel vorhanden ist, wird dieser Würfel aus der Schachtel auf die Tierkarte gelegt.
Sind von einem Spieler alle gespielten Karten mit einem Würfel belegt, so kommen diese Karten aus dem Spiel. Ist dagegen auch nur ein Fehler bei den eigenen Karten vorhanden, also mindestens eine Tierkarte ohne Würfel darauf in der Reihe, muss der Spieler alle seine Tierkarten wieder auf die Hand nehmen. Dafür kann er sich eine Sonderkarte nehmen.
Folgende drei Arten an Sonderkarten gibt es:
Nachdem die Sonderkarte benutzt wurde, wird sie zurück unter den Nachziehstapel gelegt.
Wurde die Reihe vollständig ausgewertet, wird der Spieler links vom Startspieler neue Startspieler und die nächste Runde kann beginnen.



Das Spiel endet nach der Runde, in der mindestens ein Spieler noch höchstens so viele Karten übrig hat wie es für die Spieleranzahl notwendig ist. So muss man zum Beispiel im Spiel zu zwei alle eigenen Tierkarten loswerden, in voller Besetzung zu fünft können sechs Karten bei einem Spieler noch verbleiben. Es gewinnt dann der Spieler, der insgesamt nur noch die wenigsten Tierkarten besitzt.

Variante:
Kann in der Auswertungsphase auf eine Tierkarte kein Würfel gelegt werden, wird das Spiel kurz unterbrochen. Der betroffene Spieler nimmt sofort alle seine Tierkarten aus der Reihe. Lagen bereits Würfel auf seinen Karten, stehen diese Würfel nun wieder für die anderen Spieler zur Verfügung.

(Superfred 2.03.19)

Weitere Infos:
- Die Homepage von Ravensburger

Superfred vergibt 7 von 10 Punkten:
Dackel drauf ist ein tolles Merkspiel, welches mit einem geradezu einfachen Spielmechanismus daher kommt, dabei aber die Spieler sehr gut unterhält. Jeder Spieler bekommt 18 Karten mit Tiersymbolen, die es gilt loszuwerden. Es gibt für alle Spieler einen gemeinsamen Würfelvorrat, der vorgibt welche Karten kann man abspielen kann. Leider sind die Würfel am Anfang einer Runde nur kurz zusehen. Reihum spielen die Spieler ihre Karten in eine Reihe, solange bis jeder einzelne Spieler passt. Dananch wird die Reihe ausgewertet und überprüft, ob für jede Karte auch wirklich ein Würfel vorhanden ist. Hat man alle Karten korrekt ausgelegt, kommen diese aus dem Spiel. Hat man hingegen nur einen Fehler gemacht, erhält man alle eigenen Karten zurück auf die Hand. Zugegeben, spektakulär hört sich das alles nicht an. Man muss sich eben ein paar Würfel merken und dann die passenden Karten ablegen und das ist das ganze Spiel. Wer so denkt wird aber nicht weit kommen. Niemand wird es schaffen sich alle 15 Würfel zu merken. Hier geht es mehr darum eine Beziehung zwischen den eigenen Handkarten und den gewürfelten Tieren herzustellen. Schliesslich legen alle Spieler ihre Karten in eine Reihe ab und wenn nur ein Würfel eines bestimmten Tieres zu sehen ist, ich aber selber schon zwei Karten davon auf der Hand habe, sollte ich versuchen diese Karten möglichst schnell in der Reihe unterzubringen, bevor es ein anderer tut. Auch gilt es immer abzuwägen ob ich auf Sicherheit spielen möchte und nur wenige Karten los werden von denen ich eben auf jeden Fall weiß, dass noch ein Würfel vorhanden ist oder vielleicht doch auf volles Risiko spiele um eine größere Anzahl an Karten loszuwerden um somit dann auch die anderen Spieler unter zu Druck zu setzen. Dackel drauf erfindet das Rad nicht neu, versteht es aber für ein Merkspiel die Spieler zu motivieren sich möglichst viel zu merken. Natürlich kann so etwas auch für teilnehmende Spieler frustrierend sein, wenn man so gar nicht voran kommt und der Spieler vor einem immer genau die Karte ausspielt, die man selber legen wollte. Dennoch waren die Reaktionen auf das Spiel eher positiv und das auch bei Spielern, die mit dieser Art von Spielen so rein gar nichts anfangen können. Dackel drauf ist ein Merkspiel welches aus der Gruppe dieser Art von Spielen heraussticht. Obwohl man gegeneinander spielt, muss man versuchen ein gemeinsames Ergebnis hinzulegen. Erfahrere Spiele sei unbedingt die Variante ans Herz gelegt. Hier kann man gezielt auf Fehler der Mitspieler hinarbeiten, denn ein Fehler bei der Auswertung führt dazu, dass sofort alle Karten dieses Spielers zurück genommen werden müssen und somit mehr Würfel für die verbleibenden Spieler übrig bleiben. Ja, hierdurch steigt der Ärgerfaktor noch mehr. Aber genau aufgrund dieser Schadenfreude spielt man dieses Spiel doch, oder? Wie gesagt, wir waren positiv überrascht über dieses kleine, etwas andere Merkspiel. Im Handel ist das Spiel für rund 12 Euro erhältlich.


Fragen zu Dackel drauf? Schickt uns eine mail.