Der Ausreisser

Auf einen Blick:
Verlag : FX Schmid
Autor : Pierre Jacquot
Grafik : Michael Ryba
Spielanzahl : 2 bis 6 Spieler
Alter : ab 8 Jahren
Dauer : ca. 30 min
Erscheinungsjahr : 1989 / 1991
      (Neuauflage 2004 Pro Ludo)

Spielart: Zockerspiel

Auszeichnungen:
Spiel der Jahres 1989 Auswahlliste

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Schachtel links:  
FX Schmid (1991)
Schachtel rechts:
FX Schmid (1989) 
Der Ausreisser von FX Schmid



Das Spielmaterial
99 Spielkarten (davon 84 Geschwindigkeitskarten und 15 Sonderkarten) - 1 Marker "gelbes Trikot" - 20 blaue Chips - 20 rote Chips - 1 Spielanleitung.

Ziel des Spiels ist es am Ende eines Rennens in der führenden Position zu sein.

Gespielt wird über mehrere Durchgänge, die alle wie folgt ablaufen. Alle 99 Spielkarten werden gut gemischt und zu einem verdeckten Nachziehstapel bereit gelegt. Jeder Spieler nimmt sich nun sechs Karten auf die Hand. Die Spielkarten zeigen dabei immer entweder eine Geschwindigkeit zwischen 39 bis 50 km/h oder eine von drei Sonderfunktionen. Der Startspieler des Durchgangs legt den Marker "gelbes Trikot" vor sich ab, zieht eine Karte vom Nachziehstapel nach und spielt dann eine Geschwindigkeitskarte in seine eigene Auslage.
Danach geht es reihum weiter. Der aktive Spieler zieht eine Karte nach und führt danach eine der drei Aktionsmöglichkeiten durch.
Kommt der Spieler mit dem gelben Trikot erneut an die Reihe, kann er eine beliebige Tempokarte spielen. Schliesslich ist er der Führende und kann das Tempo ohne Risiko selber bestimmen. Ausgespielte Karten bilden vor jedem Spieler einen eigenen offenen Ablagestapel. Hat man vergessen zu Beginn des Zuges eine Karte nach zu ziehen, kann man dieses nicht im weiteren Spielverlauf nachholen. Man muss dann bis zum Ende des Durchgangs mit weniger Handkarten auskommen.

Neben den Geschwindigkeitskarten, kann ein Spieler aber auch eine Sonderkarte ins Spiel bringen.
Auch hier gilt, dass man für jede gespielte Sonderkarte wieder eine Karte vom Nachziehstapel nachzieht. Wird dieses vom Spieler vergessen, hat er auch hier Pech gehabt.

Der Durchgang endet nach dem Zug des Spielers, der die letzte Karte vom Nachziehspiel aufnimmt. Danach werden die Punkte vergeben. Der Spieler der im Besitz des gelben Trikots ist, bekommt einen Pluspunkt. Alle Spieler mit Strafminuten in Form von Chips bekommen pro Strafminute einen Minuspunkt.

Das Spiel endet nach der zu Beginn festgelegten Anzahl an Durchgängen. Die Spielanleitung schlägt hier 3 bis 5 Durchgänge vor. Es gewinnt der Spieler der nach dem Ende des letzten Durchgangs in Summe die meisten Punkte sammeln konnte.

(Superfred 02.03.14)

Superfred vergibt 5 von 10 Punkten:
Der Ausreisser ist ein einfaches Kartenablegespiel mit einem durchaus stimmigen Themen. Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Radrennfahrern die sich ständig die Position des Führenden, aber auch die Position der Windschattenfahrer streitig machen. Dieses geschieht über einen sehr einfachen Mechanismus. Die Spieler spielen reihum fortlaufend immer Karten mit Geschwindigkeitskarten aus, wobei eigene bereits liegende Karten überdeckt werden. Der Spieler mit dem höchsten ausliegenden Wert ist der führende Spieler und bestimmt das Tempo. Spielt man Karten mit gleichen oder knapp darunter liegenden Wert kann man das Tempo halten und fährt im Windschatten des Führenden. Spielt man eine Karte mit einer Geschwindigkeitsdifferenz größer als dem Wert zwei verliert man den Anschluss zur Gruppe und man erhält Minus-chips, die man erst wieder wegspielen muss um zumindest wieder in den Windschatten zu kommen. Dazu gibt es noch ein paar Sonderkarten, die den Verlauf des Rennens etwas beeinflussen können. Wie man schnell sieht, basiert viel des Spielgeschens auf passende, am besten hohe Karten. Ein Durchgang dauert gut 15 Minuten und man soll mindestens drei Durchgänge spielen. Die Dauer steht in kleinen Verhältnis zum Glückselement und auch die Abwechslung im Spielverlauf ist dann doch zu gering. Zu zweit ist das Spiel gar nicht zu empfehlen. Zu schnell kann ein Spieler aufgrund von schwachen Karten in Rückstand geraten, den man nur schwer aufholen kann. Im Spiel zu mehreren, mindestens zu viert, hat es der Führende da schon deutlich schwieriger auszureissen, da mehrere gegen ihn spielen können. Wie eingänglich gesagt ist das Thema gut zur Spielmechanik gewählt, dennoch bietet das Spiel für die Spieldauer einfach zu wenig taktische Möglichkeiten. Der Ausreisser wurde 2004 nochmal von Pro Ludo neu aufgelegt, am Spielerlebnis hat sich aber nichts geändert. Auch diese Neuauflage ist inzwischen nicht mehr im Handel erhältlich.

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