Drachendelta

Auf einen Blick:
Verlag : Eurogames
Autor : Roberto Fraga
Grafik :  Guillaume Rohmer
Spieleranzahl : 2-6 Spieler (optimal 4 o.6)
Alter : ab 8 Jahren
Dauer : 30 - 45 min
Erscheinungsjahr : 2000

Spielart :  Bluff- und Zugspiel

Auszeichnungen:
Spiel der Jahres 2001 Auswahlliste

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Das Spielmaterial
1 Spielbrett - 6 Heldenfiguren - 36 Stege (6 Stege in 6 Farben in jeweils unterschiedlicher Länge) -
27 Holzscheiben - 1 große Holzfigur - 78 Aktionskarten (13 Karten pro Spielerfarbe) - 1 Anleitung

Ziel des Spieles ist es, mit seiner Heldenfigur, das Delta zu überqueren und als erster die gegenüberliegende Seite zu erreichen.

Zu Beginn des Spieles erhält jeder Spieler eine Heldenfigur seiner Wahl und den entsprechenden Kartensatz. Durch die Spielerfarbe ist automatisch das Startdorf auf dem Spielbrett (und somit auch das gegenüberliegende Zieldorf) eindeutig bestimmt. Abhängig von der Spieleranzahl nehmen nur bestimmte Farben (Startdörfer) an dem Spiel teil, entsprechend braucht man auch nicht alle seiner 13 Karten - nicht vorhandene Farben werden aussortiert. Außerdem erhält jeder Spieler noch die 6 Stege in seiner Farbe.

Nun wird noch ein Spieler als Startspieler bestimmt und das Spiel kann beginnen. Jeder Spieler legt fünf seiner Aktionkarten verdeckt in einer Reihe vor sich ab. Diese geben die gewünschten Aktionsmöglichkeiten des Spielers an, welche er in dieser Runde durchführen möchte. Hat jeder Spieler diese fünf Karten vor sich abgelegt, decken alle Spieler die erste Karte auf. (Die möglichen Aktionen der Karten werden weiter unten aufgeführt.) Wurde nun ein farbiger Drache aufgedeckt, darf der Spieler mit dieser Farbe seine Karte nicht ausführen. Ansonsten spielt nun beginnend mit den Startspieler und dann reihum jeder Spieler die Aktion seiner Karte aus. Auch wenn diese Aktion möglicherweise nicht mehr ganz so hut für den Spieler ist, darf er nicht darauf verzichten, sondern muss seine Aktion ausspielen. Ist jeder Spieler seine erste Karte ausgespielt, decken alle Spieler ihre zweite Karte auf. Dieses Verfahren wiederholt sich bis auch die fünfte Karte von allen Spielen ausgeführt worden ist. Danach nehmen alle Spieler die gerade gespielten Karten auf die Hand. Der Spieler links vom Startspieler wird neuer Startspieler. Alle Spieler legen nun wieder fünf Karten vor sich verdeckt ab, dass können auch die gleichen wie in der Runde zu vor sein, und die nächste Runde wird ausgespielt.

Schauen wir uns die Karten und deren Aktionsmöglichkeiten an:


  • Steg entfernen: Der Spieler entfernt einen bel. Steg entfernen und diesen in seinen Vorrat. Stege dürfen nur unter Berücksichtigung folgender 3 Punkte entfernt werden: Es darf keine Figur auf diesem Steg stehen / Man darf nur eine Fremdfarbe in seinem Vorrat / Alle Stege im Vorrat müssen unterschiedlich lang sein.

  • Stein entfernen: Es dürfen nur Steine entfernt werden, auf denen noch kein Steg liegt.
Das Spiel endet sofort, sobald eine Heldenfigur, das Zieldorf auf der anderen Seite erreicht hat. Der Spieler dieser Heldenfigur hat das Spiel somit gewonnen.
(Superfred 10.02.05)

Superfred vergibt 6 von 10 Punkten:
Drachendelta erinnert beim ersten Spielen doch stark an das gute alte Robo Rally. Jeder Spieler legt vor sich geheim 5 Karten ab, danach decken alle Spieler zuerst die erste Karte auf und führen dann diesen Zug aus. Da hier einem der Mitspieler irgend wann in die Quere kommt, können die vom Spieler geplanten Aktion nicht mehr so wie geplant ausgeführt werden. Oder ein Mitspieler hat sogar eine Drachenkarte gelegt und man selber darf keinen Zug durchführen. Soweit so gut, aber diese Idee ist ja auch nicht ganz neu. Bei Drachendelta kommt es aber nicht nur auf Planung der Karten und der damit verbundenen Züge an, sondern man muss auch ein gutes Augenmaß haben, wo man denn nun Steine plaziert und wie lang denn der zu legende Steg sein muss. Und genau an dieser Stelle scheiden sich die Geister bei den Spielern. Bei einigen ist Drachendelta genau wegen diesem Punkt durchgefallen, andere fanden genau dieses an Drachendelta das reizvolle Spielelement.
Wer ein unterhaltsames Familienspiel sucht, sollte sich Drachendelta einfach man anschauen. Besonders ab vier Spielern kann es viel Spass machen, wenn man dazu bereit ist, sich auf diese Art von Spiel einzulassen.

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