Havoc

Vielen Dank an Sunriver Games für ein Rezensionsexemplar

Auf einen Blick:
Verlag : Sunriver Games
Autor : K.C. Humphrey
Grafik : Barbara Bloom / KC & Rita Humphrey
Spieleranzahl : 2-6 Spieler
Alter : ab 10 Jahren
Dauer : 60-90 min.
Erscheinungsjahr : 2005
 
Spielart: Zockerspiel

Auszeichnungen:
A la carte 2006 (Platz 9)

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Havoc von Sunriver Games

Das Spielmaterial
108 Soldatenkarten - 12 Bluthundkarten - 9 Schlachtkarten - 2 Karten Krieg/Frieden - 3 Übersichtskarten - 15 Siegpunktmarker  -  1 Spielregel (Englisch/Deutsch)

In diesem Spiel werden die Spieler in einen der längsten Konflikte in der Geschichte der Menschheit zurückversetzt: Nämlich in den 100jährigen Krieg zwischen England und Frankreich im 14. und 15. Jahrhundert. Dabei nehmen die Spieler als Kriegsherren an den bekanntesten Schlachten des Konfliktes teil. Und nur wer sich als geschickter Feldherr beweist, kann am Ende genügend Siege vorweisen, um der beste Kriegsherr seiner Zeit zu werden.

Vor dem Spiel werden zunächst die Schlachtkarten in die entsprechende Reihenfolge gelegt und darunter die dazugehörigen Siegpunktmarker ausgelegt. Danach werden - abhängig von der Spieleranzahl - einige Karten aussortiert: Bei 2 Spielern werden nur die Karten von die Zahlen 1-8 verwendet, bei 3 Spielern 1-10, bei 4 Spielern 1-13, bei 5 Spielern 1-15 und bei 6 Spielern werden alle Karten verwendet. Pro teilnehmenden Spieler gibt es außerdem 2 Bluthundkarten. Eine Bluthundkarte erhält jeder Spieler am Anfang, die anderen Karten werden unter den Nachziehstapel gemischt. Außerdem erhält jeder 7 Karten auf die Hand. Die übrigen Karten bilden den Nachziehstapel. Abschließend wird eine offene Auslage von 3 Karten gebildet. Der Spieler neben dem Spieler, der die Karten verteilt hat, wird der Friedensbringer und erhält die entsprechende Karte Krieg/Frieden (bei 5 oder 6 Spielern die Karte mit den Friedensbringern 1 und 2, bei weniger Spielern die mit den Friedensbringer 1 bis 3) und dreht sie auf "Friedensbringer 1". Der Friedensbringer wird auch Startspieler.

Das Spiel verläuft im Uhrzeigersinn. Immer wenn ein Spieler an der Reihe ist, kann er sich zwischen folgenden Aktionen entscheiden:
Das Spiel endet im Prinzip nach der 8. Schlacht. Für die 9. Schlacht müssen nämlich keine Züge mehr durchgeführt werden. Die Spieler müssen aber ihre Kriegshunde gegen reguläre Karten eintauschen und danach legen alle Spieler ihre Karten auf den Tisch. Auch hier werden - wie in einer normalen Schlacht - die Karten ausgewertet und die Spieler erhalten dementsprechend Punkte. Danach endet das Spiel endgültig. Der Spieler, der dann die meisten Siegpunkte machen konnte, gewinnt das Spiel.

(Troudi 29.10.05)

Weitere Infos:
- Die Homepage von Sun River Games

Troudi vergibt 7 von 10 Punkten:
Die Kombinationen der Karten sind natürlich dem Pokerspiel entnommen worden, allerdings gibt es bei "Havoc" 6 Farben und Karten von max. 1-18. Dadurch ergeben sich natürlich eine Reihe weiterer Kombinationsmöglichkeiten, zusätzlich dazu gibt es auch noch die Kriegshunde. Danach geht es in dem Spiel vor allem darum, seine Kartenhand möglichst sinnvoll zu organisieren und seine Kräfte sparsam einzusetzen. Gerade in den Schlachten sollte man immer die Gegner im Auge behalten und dabei versuchen, sich an zwei Dinge zu erinnern: Erstens sollte man dem Gegner natürlich möglichst gute Karten entlocken, indem den Gegner z.B. auf eine Straße hin täuscht etc.. Zweitens sollte man dabei aber gleichzeitig auch versuchen, die eigenen Kräfte möglichst zu schonen, um noch in weiteren Schlachten mitkämpfen zu können. Wer ganz am Anfang des Spiels sein ganzes Pulver verschießt, um unbedingt eine Schlacht zu gewinnen, kommt hinterher nur schwerlich auf die Beine. Wer auf der anderen Seite allerdings ewig seine Kräfte schont, um dann hinterher zuschlagen zu können, der kriegt einfach zu wenige Punkte. Der Mittelweg ist also wieder einmal gefragt: Taktieren und Abschätzen und bei Schlachten mitmachen, auch wenn man nicht unbedingt der erste Sieger wird. Ein vielfältiges Spiel mit einfachen Regeln, das viel Spaß macht und auch optisch wunderschön gestaltet ist. Trotzdem: Ganz neu ist die Idee natürlich nicht, das macht aber in diesem Fall nichts - außer das es da 1 Punkt Abzug in der Wertung gibt. In Deutschland ist das Spiel bisher nicht zu beziehen, wir werden euch aber informieren, sobald dies der Fall ist.

Weitere Meinungen zu Havoc:
Superfred :
Auch wenn der Menanismus nicht wirklich neu ist und auch das Thema doch recht aufgesetzt erscheint, liegt mit Havoc ein tolles Kartenspiel vor. Ständig gilt es abzuwägen ob man mit seinen Karten in einen Kampf einsteigt oder doch lieber die Kartenhand für den nächsten Kampf weiter ausbaut, immer unter der Berücksichtigung wieviele Punkte die Mitspieler bereits haben und noch erzielen können. Man darf gespannt sein, welcher Verlag dieses Spiel irgendwann in Deutschland auflegen wird.
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