Titanic - Der Mythos

Auf einen Blick:
Verlag : Adlung
Autor : Bernhard Naegele
Spieleranzahl : 2-5 (optimal 3-4)
Alter : ab 10
Dauer : ca. 10 min.
Erscheinungsjahr : 1998

Art: Mehrheiten und Einschätzungs-Spiel

Auszeichnungen:
A la carte 1998 (Platz 17)

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Das Spielmaterial
9 Schiffskarten (2x Bug, 6x Mittelteil, 1x Heck) - 8 Rettungsbootkarten - 45 Passagierkarten (je 9 in 5 Farben) -
1 Eisbergkarte - 1 Anleitung (deutsch, französisch und englisch)


Das Ziel des Spieles ist es, durch Rettung der Passagiere möglichst viele Punkte zu machen.
Zunächst wird die Titanic, mit der farbigen Seite nach oben, aufgebaut. Außer an den Bug, wird an jedes Schiffsteil (=Karte) ein Rettungsboot, mit der Schriftseite nach unten, abwechselnd auf beide Seiten der Titanic platziert, damit nicht zu sehen ist, um welche Klasse es sich bei den Rettungsbooten handelt. Nun erhält jeder Spieler 9 Passagierkarten (mit den Werten 1 bis 9, welche die Anzahl der Passagiere darstellt) in seiner Farbe und das Spiel kann beginnen.
Gespielt wird über 9 Runden, in jeder Runde geht ein Schiffsteil, beginnend mit dem Bug, unter. Dieses wird dadurch angezeigt, dass die jeweilige Karte auf die andere Seite gedreht wird.

In der ersten Runde geht die erste Bugkarte unter. Hier gibt es noch kein Rettungsboot. Jeder Spieler legt verdeckt eine seiner neun Karten vor sich ab. Nun werden diese Karten aufgedeckt. Der Spieler mit der niedrigsten Karte bekommt 6 Minuspunkte, haben mehrere Spiele die niedrigste Karte, so bekommen alle diese 3 Minuspunkte. Die Punkte werden auf einem Blatt Papier notiert, die abgelegten Karten werden nicht mehr benötigt.

In den weiteren acht Runden steht nun immer ein Rettungsboot bereit, die wie folgt ablaufen: Das Rettungsboot wird umgedreht, die Klasse des Bootes ist nun sichtbar. Zunächst legt jeder Spieler wieder genau ein Karte vor sich ab. Danach werden diese aufgedeckt und die Passagieranzahl addiert. Übersteigt die Summe die Tragkraft des Bootes (abhängig von er Spielerzahl, bei 4 Spielern darf die Summe maximal 24 betragen), sinkt das Rettungsboot. Jeder Spieler bekommt Minuspunkte in Höhe der eingesetzten Karte. Ist die Summe identisch der Tragkraft oder kleiner, werden die Passagiere gerettet. Jeder Spieler bekommt das Produkt aus dem Wert der eingesetzen Passagierkarte mal dem Wert des Rettungsbootes gutgeschrieben. Die Schiffskarte wird umgedreht, alle anderen Karten kommen. Auch unsere Karten-Titanic hat vier Karten-Schornsteine. Eine diese vier Karten hat auf der Rückseite einen gebrochenen Schornstein. Wird also ein Schornsteinkarte umgedreht und dabei wird dieser gebrochene Schornstein aufgedeckt, geht das Rettungsboot auf jeden Fall unter, egal wie gross die Tragkraft des Rettungsbootes ist, da der Schornstein auf das Boot fällt. Und da das Boot untergeht, bekommen alle Spielen wie  Minuspunkte.

Nach der neunten Runde endet das Spiel. Alle Handkarten sind gespielt und die Titanic ist untergegangen. Der Spieler, der die meisten Punkte angesammelt hat, gewinnt das Spiel.
(Superfred 7.12.2004)

Weitere Infos:
- Die Homepage von Adlung

Superfred vergibt 7 von 10 Punkten:
Ein schnelles und einfaches Spiel für zwischendurch, sicherlich mit einer Portion Glück aber auch genügend Freiraum für taktische Momente oder einen geschickten Bluff. Die Anleitung ist sehr gut geschrieben und gibt nebenbei auch noch ausführliche Informationen über den Unglückhergang. Insgesamt ist dieses kleine Kartenspiel hervorragend in die Untergangsthematik eingebettet. Sofern einen das Thema nicht stört, kann man Titanic für kleines Geld unbesehen mitnehmen und erhält dafür ein kleines, aber gelungenes Mehrheitenspiel. Und wem das Spiel zu schnell vorbei ist, spielt einfach direkt noch eine Runde. Oder man kauft sich direkt zwei Kartenspiele und baut daraus eine doppelte so lange Titanic. Kommt bei uns regelmäßig auf den Tisch.

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