Ein solches Ding

Auf einen Blick:
Verlag : Abacus
Autor : Urs Hostettler
Grafik : Res Brandenberger
Spieleranzahl : 2-8
Alter : ab 10 Jahre
Dauer : ca. 30 min +
Erscheinungsjahr : 2004, davor auch schon bei
      1989 (Fata Morgana), 1990 (FX Schmidt)

Art: Kommunikationsspiel

Auszeichnungen:
Spiel der Jahres 1989 Auswahlliste
Deutscher Spielepreis 1990 (Platz 3)

ZUR HAUPTSEITE


Das Spielmaterial
216 Karten, 1 Spielregel

Das Ziel des Spiels ist es, durch geschicktes Ablegen der Handkarten und durch Bluffen, zuerst alle Karten loszuwerden.

Zum Ablauf:
Die Karte " 1. Spieler" wird für die Hauptspielvariante nicht benötigt und aussortiert.
Die Karte "Ein solches Ding..." wird als Startkarte offen in die Mitte gelegt, die restlichen Karten werden gemischt und jedem Mitspieler 9 Karten verdeckt zugeteilt. Die restlichen Karten werden als verdeckter Nachziehstapel neben die Startkarte gelegt. Danach wird die oberste Karte des Nachziehstapels gezogen und offen an die "Ein solches Ding.." Karte gelegt. Somit startet das eigentliche Spiel.Gespielt wird im Uhrzeigersinn. Nachdem entschieden wurde wer beginnt, hat jede Spielerin zwei Möglichkeiten.

Entweder eine ihrer Handkarten an die bereits ausliegenden Karten anzulegen - und somit die dort liegende Kartenkette zu erweitern oder die Kette zu unterbrechen - indem sie ihre Nachbarin nach dem "Ding " befragt.
Warum machen wir das? Auf den Karten stehen Beschreibungen von einem bestimmten Ding. Mit jeder Karte, die an ausliegende Karten angelegt wird, werden die Möglichkeiten, was das entsprechende Ding sein kann, immer geringer und das Spiel somit auch schwieriger. Natürlich denkt nicht jeder an das gleiche Ding beim Auslegen der Karten; wichtig ist nur, dass einem im Falle einer Befragung ("Was soll das denn sein?") etwas Logisches und Plausibles einfällt.

Ein Beispiel: Die Karte " ist in manchen Alphütten vorhanden" liegt bereits aus. Dann stellen sich alle Mitspielerinnen etwas vor, was es in Alphütten gibt. Eine weitere Mitspielerin ergänzt die Karte "Der Papst würde sich damit/darin nicht den Fotografen stellen". Das heisst nun also, dass das " Ding " nun auch dieses Kriterium erfüllen muss, welches man sich denkt usw..
Entschließt sich eine Spielerin keine Karte zu legen und stattdessen ihre Nachbarin - die die vorherige Karte ausgespielt hat -  fragt, um welches Ding es sich handelt und damit die Kette unterbricht, muss diese ihr eine konkrete Antwort nennen. Fällt ihr ein Ding ein, welches auf alle Umschreibungen passt und alle Mitspielerinnen dieses "Ding" akzeptieren, dann muss diejenige welche gefagt hat 3 weitere Handkarten ziehen. Kann die Befragte kein adäquates Ding nennen, ist sie es, die 3 Karten vom verdeckten Stapel ziehen muss. Die offenen Karten werden als offener Ablagestapel weggelegt und eine neue Runde beginnt, indem diejenige, die Karten ziehen musste, eine neue Startkarte vom verdeckten Stapel als Startkarte zieht und and die Startkarte anlegt.

Das Spiel endet wenn eine Spielerin alle ihre Handkarten abgelegt hat. Diese darf dann noch einmal von ihrer Nachbarin befragt werden. Kann sie ein Ding benennen und alle anderen sind einverstanden, so hat sie gewonnen.
Das Spiel endet ebenfalls, wenn der Nachziehstapel aufgebraucht ist.
Die Spielerin welche alle Karten erfolgreich abgelegt hat, erhält 10 Pluspunkte. Alle anderen erhalten pro auf der Hand behaltenen Karte einen Minuspunkt.
Die Anleitung beinhaltet auch eine Pokervariante, die den Glücksfaktor erhöht.
(millibeth 19.11.04)

Weitere Infos:
- Die Homepage von Abacus

millibeth vergibt 7 von 10 Punkten:
Ein einfaches, schönes Spiel welches man vor allem auch mit unerfahrenen Spielern spielen kann. Es ist in 2 Minuten erklärt und ist kurzweilig. Etwas schade finde ich lediglich, dass mann die Karten relativ schnell durchgespielt hat. Auch wenn sich diese in beinahe jeder Form kombinieren lassen, wünscht mann sich doch nach einigen Runden etwas Abwechslung. Dieses Spiel setzt auch voraus, dass man mit nicht zu engstirnigen Mitspielern spielt, da sonst die Diskussionen, ob ein genanntes Ding auch alle Kriterien erfüllt oder nicht, den Spielspass überschatten können. Der meiste Spass bei dem Spiel kommt dann auf, wenn einem absolut kein passendes Ding zu den Karten mehr einfällt, man aber dennoch völlig selbstsicher bluffend eine weitere Karte anfügt, in der Hoffnung von Nachbar oder Nachbarin bloß nicht befragt zu werden, daher mein Tipp: Mut zum Risiko!

Fragen zu Ein solches Ding? Schickt uns eine mail.