Galopp Royal

Auf einen Blick:                        
Verlag : Goldsieber
Autor : Klaus Teuber
Graphik : Franz Vohwinkel
Spieleranzahl : 3-6 Spieler
Alter : ab 10 Jahren
Dauer :  ca. 45 min.
Erscheinungsjahr : 1995

Spielart: Versteigerungs- / Zugspiel

Auszeichnungen:
Spiel der Jahres 1995 Auswahlliste
Deutscher Spielepreis 1995 (Platz 6)

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Galopp Royal von Goldsieber

Das Spielmaterial
1 Spielplan - 6 Sänften - 1 Triumphbogen - 40 Trägerkarten - 6 Sänftentableaus - 1 Würfel - Goldmünzen - 1 Spielregel

Offensichtlich war das Hofleben am französischen Königshof in Versailles doch unterhaltsamer, als sich das bisher vielleicht viele gedacht haben. Die Adeligen amüsieren sich mit einem neuen Sport - dem Sänftenrennen. Nachdem sich jeder eine mehr oder wenige qualifizierte Trägermannschaft ersteigert hat, geht es in 6 Rennen über Stock und Stein um den Gesamtsieger zu ermitteln.

Vor dem Spiel werden die Trägerkarten als verdeckter Nachziehstapel auf den großen Brunnen gelegt. Jeder Spieler wählt eine Farbe und erhält darin das Sänftentableau und die Sänfte. Der Triumphbogen wird auf die erste Steintafel mit den Werten "20, 10, 5" gestellt. Abschließend erhält jeder Spieler ein Startkapital von 50 Goldmünzen aus der Bank.

Das Spiel verläuft in zwei Phasen: Die erste Phase ist die Versteigerungsphase, in der sich jeder der Spieler seine Trägermannschaft ersteigert. In der zweiten Phase werden dann die 6 Rennen ausgetragen.

1. Die Versteigerungsphase
Grundsätzlich gilt für die Fähigkeit der Träger und somit der Mannschaften: Je höher der Wert (max. 7) der einzelnen Träger, desto besser und wertvoller ist die Mannschaft. Ganz schlecht sind Träger mit negativen Werten. Für 3 oder 4 Spieler gelten folgende Versteigerungsregeln: Jeder Spieler zieht sich eine Trägerkarte und nimmt sie geheim auf die Hand (bei 3 Spielern wird die vierte Karte offen ausgelegt). Diese Karten sind die Mannschaft, die man nun ersteigern kann. Der kleinste Spieler darf nun ein beliebiges Gebot abgeben oder kann passen. Die nachfolgenden Spieler können das Gebot erhöhen oder passen. Wer passt, legt seine Trägerkarte verdeckt vor sich ab und scheidet aus der laufenden Auktion aus. Der Spieler, der zuletzt übrig bleibt, bezahlt das Geld an die Bank und erhält alle 4 Karten - er nimmt an den weiteren Auktionen nicht mehr teil.  Die anderen Spieler ziehen danach wieder 4 Karten, wobei bei 3 Spielern eine Karte offen gelegt wird und bei zwei Spielern jeder Spieler 2 Karten zieht. Der letzte Spieler nimmt sich die obersten 4 Karten und zahlt dafür 4 Goldmünzen. Hat jeder Spieler eine Mannschaft, legt jeder Spieler seine Trägerkarten offen auf sein Sänftentableau. Bei 5 Spielern wird die Karte von dem Spieler, der zuerst passt, auf den Ablagestapel gelegt. Bei 6 Spielern legen die beiden ersten Spieler die passen ihre Karten auf den Ablagestapel.

2. Das Rennen
Der kleinste Spieler beginnt im ersten Rennen. Er würfelt mit dem Dreispitzwürfel. Die Zahl, die auf allen 3 Seiten unten steht ist die gewürfelte Zahl. Jeder dieser Zahlen auf dem Würfel ist nun eine Trägerkarte auf dem Sänftentableau zugeordnet. Der Spieler bewegt seine Sänfte nun um so viele Felder nach vorne, wie durch den Wert der Trägerkarte angegeben: Bei einer positiven Zahl bewegt sich die Sänfte immer um diese Anzahl an Feldern nach vorne. Bei einer negativen Zahl muss die Sänfte um so viele Felder zurückgezogen werden. Bei der +2/-2 darf die eigene Sänfte zwei Felder nach vorne und eine oder zwei andere Sänften müssen zwei bzw. ein Feld zurück. Hat ein Spieler seine Sänfte bewegt, ist der nächste Spieler im Uhrzeigersinn dran.

Ein Rennen endet, sobald drei Spieler ihre Sänften auf das Zielfeld oder über das Zielfeld hinaus gezogen haben. An diese ersten drei Spieler werden nun die Siegprämien ausbezahlt, wie auf der Steinplatte angegeben. Danach darf der letzte Spieler des Rennens von jedem Spieler eine Trägerkarte entfernen und jeder Spieler zieht sich eine Ersatzkarte. Außerdem werden zwischen Rennen immer zwei Mannschaften versteigert, wobei die gleichen Regeln gelten, wie in der ersten Spielphase. Danach wird der Triumphbogen auf das nächste Feld mit einer Steinplatte gezogen und das nächste Rennen findet statt.

Das Spiel endet, sobald 6 Rennen veranstaltet worden sind. Es finden keine Versteigerungen und kein Trägerwechsel mehr statt. Nun zählt jeder Spieler sein Geld: Der Spieler mit dem meisten Geld hat das Spiel gewonnen. Bei Gleichstand gibt es mehrere Sieger.
(Troudi 07.10.06)

Weitere Infos:
- Die Homepage von Goldsieber

milenea vergibt 3 von 10 Punkten:
Hmmm, ich grübele bereits seit längerem, was ich positives zu "Galopp Royal" sagen könnte, *räusper* die Grafik ist sehr niedlich gemacht und vermittelt beim Öffnen der Schachtel das Gefühl ein schönes Rennspiel gekauft zu haben. Leider hält dieser Eindruck nicht lange, denn außer Entsetzen über soviel Stupidität und Gehaltlosigkeit bleibt nicht viel vom Ersteindruck. Ok, der wirkliche Lichtblick des Spiels ist der interessante Versteigerungsmechanismus, aber die beste Kartenmannschaft hilft nichts, wenn der Würfel es nicht gut mit Einem meint. Selbst wenn man das Spiel auf den Faktor Familien Spassspiel runterbricht, so gibt es in dieser Kategorie doch deutlich unterhaltsamere Spiele, kurzum "Galopp Royal" ist bei uns nur aus Sammelgründen im Schrank, damit die Goldsieber Bigbox Reihe vollständig ist. "Galopp Royal" ist nicht mehr im Handel erhältlich.

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