Krass Kariert

Vielen Dank an Amigo für ein Rezensionsexemplar

Auf einen Blick:
Verlag : Amigo
Autor : Katja Stremmel
Spieleranzahl : 3 bis 5 Spieler
Alter : ab 10 Jahren
Dauer : ca. 30 min
Erscheinungsjahr : 2018

Spielart: Kartenablegespiel


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Krass kariert von Amigo Spele

Das Spielmaterial
48 Zahlenkarten - 6 Sonderkarten - 15 Chips - 1 Spielanleitung

Ziel des Spiels ist es möglichst schnell seine Handkarten abzuspielen.

Zu Beginn des Spiels erhält jeder Spieler drei Chips. Verliert man später einen Durchgang muss man einen solchen Chip abgeben. Von den 54 Spielkarten zeigen 48 Karten jeweils die Zahlen von 1 bis 12. Die restlichen Karten sind Sonderkarten, wobei es von jeder Art genau zwei gibt. Die Funktion der Sonderkarten schauen wir uns weiter unten an.

Gespielt werden mehrere Durchgänge, die alle wie folgt ablaufen.
Alle 54 Spielkarten werden gut gemischt. Jeder Spieler erhält zehn Handkarten. Im Spiel zu fünft sind es sieben Handkarten. Wichtig dabei ist, dass die Reihenfolge der Handkarten niemals geändert wird. Somit dürfen auch passende Karten niemals umgesteckt werden. Außerdem werden vor jedem Spieler noch zwei weitere Karten offen in die eigene Auslage gelegt. Die restlichen Karten bilden einen verdeckten Nachziehstapel.
Der Startspieler einer Runde eröffnet einen Stich, indem er eine oder mehrere Handkarten ausspielt. Danach kann jeder weitere Spieler reihum ebenfalls genau eine Kartenkombination ausspielen oder passen. Spielt man dabei mehrere Karten müssen diese immer auf der Hand nebeneinander stecken. Desweiteren muss man mit seinen Karten die letzte gespielte Kombination überbieten. Folgende Kartenkombination sind in diesem Spiel zulässig.
Man muss allerdings nicht unbedingt eine bessere Kombination spielen um zu überbieten. Man kann auch innerhalb einer Kombination Karten mit höheren Werten spielen. Eine Paar aus zwei 10er schlägt zwei 7er. Eine Straße die mit einer 2 beginnt schlägt eine Straße gleicher Länge die mit einer 1 beginnt.

Kann oder möchte ein Spieler keine Kartenkombi spielen, muss der Spieler eine ausliegende Karte auf die Hand nehmen. Dabei kann er sich frei entscheiden, an welcher Stelle er diese Karte auf seine Hand steckt.

Haben alle Spieler eine Kombi gespielt oder eine Karte auf die Hand genommen, werden die gespielten Karten zur Seite gelegt. Der Gewinner des Stichs eröffnet den nächsten Stich. Hat ein Spieler keine Handkarten mehr, spielt er im laufenden Durchgang nicht mehr mit. Mögliche vor einem Spieler ausliegende Karten zählen nicht dazu.

Schauen wir uns noch die Sonderkarten an.
Ein Durchgang endet sofort, falls nur noch ein Spieler Karten auf der Hand hat. Er endet ebenfalls sofort falls ein Spieler nicht überbieten kann, gleichzeit aber keine offene Karte mehr in seiner Auslage liegen hat. In beiden Fällen muss der Spieler einen Chip abgeben. Dieser Spieler eröffnet den nächsten Durchgang. Falls mehrere Spieler in einen Stich ihren letzten Karten abwerfen können und danach kein weiterer Spieler noch Handkarten besitzt, müssen alle diese Spieler einen Chip abgeben.

Das Spiel endet nach der Runde, in der ein Spieler einen Chip abgeben müsste, er aber keinen mehr hat. Alle anderen Spieler haben dann das Spiel gewonnen.

(Superfred 10.06.18)

Weitere Infos:
- Die Homepage von Amigo Spiele

Superfred vergibt 9 von 10 Punkten:
Krass Kariert ist ein tolles Kartenspiel für die ganze Familie, an dem aber auch durchaus Spielefreaks ihren Spass haben. Die Regeln sind einfach. Jeder Spieler bekommt eine Anzahl an Karten auf die Hand, die es wegzuspielen gilt. Diese geschieht über Kartenstiche, wobei es nicht ganz so wichtig ist, ob man einen Stich gewinnt. Wichtig ist allein, dass man seine Karten los wird. Eine Sache habe ich aber noch vergessen zu erwähnen, die aus einem völlig banalen Kartenspiel ein richtig geniales Kartenspiel machen. Die Handkarten der Spieler dürfen zu keiner Zeit umgesteckt werden. Und auch wenn diese Regel durchaus nicht unbekannt ist, war es immer wieder interessant zu sehen, dass Spieler in den ersten Runden nach der Aufnahme auf die Hand erst mal sortiert haben. Nicht weil sie sich einen Vorteil verschaffen wollten, nein, einfach weil es in einem Kartenspieler so drin steckt, dass man seine Handkarten vielleicht nach Wert oder Farbe umsteckt, damit man sein Blatt besser bewerten kann. Mit etwas Disziplin gewöhnt man sich aber bei Krass Kariert, dass man das Blatt hier eben nicht umsortieren darf um es zu bewerten. Wie gesagt, man wird Handkarten los, in dem man diese in einen Stich legt, wobei man die Karten des vorherigen Spielers überbieten muss. Möglich sind gleiche Werte oder Straßen, wobei die längste Kombination aus drei Karten bestehen kann. Der Clou bei dem Spiel ist es nun Karten so zu spielen, dass man nachdem man die Karten von der Hand gespielt hat, bessere Kombinationen bilden kann. Karten umstecken ist nicht erlaubt, aber unpassende Karten abzuspielen, so das bessere Kombis entstehen ist gewollt. Damit man sich nicht auf sein Kartenglück verlassen muss, bietet das Spiel noch eine weitere Mechanik um an bessere Kombis zu gelangen. Neben seinen Handkarten erhält jeder Spieler noch zwei Karten die offen zu Rundenbeginn vor ihm abgelegt werden. Kann oder möchte ein Spieler den ausliegenden Stich nicht übernehmen, darf er sich ein offene Karte an eine beliebige Stelle auf seine Hand stecken. Da die Karten zu Rundenbeginn bekannt sind, können sie also problemlos in die Rundenplanung mit aufgenommen werden. Hat ein Spieler keine Karten mehr in seiner Auslage und kann den Stich nicht überbieten, hat er die laufende Runde verloren und muss einen Chips abgeben. Kann er keinen Chip mehr abgeben, hat er das Spiel verloren und laut Regel haben dann alle anderen Spieler gewonnen. Diese Regel fanden wir etwas unpassend, da Spieler die aktuell nur noch einen Chip haben nicht unbedingt gegen den Führenden spielen sondern versuchen konnten den Spieler anzugreifen, der jetzt schon keine Chips mehr besitzt. Wir haben für uns entschieden die Regel dahin anzupassen, dass bei Spielende der oder die Spieler gewinnen, die dann noch die meisten Chips haben. Aber egal ob man mit der Originalregel spielt, oder den Spieler mit den meisten Chips zum Sieger kürt, Krass Kariert ist ein spannendes und unterhaltsames Kartenspiel, bei man wieder einmal sieht wie man einfache bekannte Mechanismen orginell zu einem richtig tollen Spiel verknüpfen kann. Krass Kariert ist eine positive Überraschung des jungen Spielejahrgangs, für alle die gern außergewöhnliche Stichspiele mögen, wobei, wenn man es ganz genau nimmt, es ja kein klassisches Stichspiel ist. Egal, wichtig ist es macht Spaß, hat bei uns die breite Masse angesprochen und gehört von den Neuheiten klar zu dem Spiel, welches zur Zeit am häufigsten gespielt wird. Im Handel ist diese kleine Perle für rund 8 Euro erhältlich.

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