Timbuktu

Vielen Dank an Queen Games für die Zusendung eines Rezensionsexemplares

Auf einen Blick:
Verlag : Queen Games
Autor : Dirk Henn
Spieleranzahl :  3-5
Alter : ab 8 Jahren
Dauer : ca. 45 min.
Erscheinungsjahr : 2005
    (Neuauflage von 1993, db Spiele)

Spielart: Deduktionsspiel

Auszeichnungen:
Spiel des Jahres 2006 Empfehlungsliste
Schweizer Spielepreis 2006 Strategie (Platz 2)

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  Ausgabe von db-Spiele
Timbuktu von Queen

Timbuktu von db-Spiele

Das Spielmaterial
1 vierteiliges Spielbrett - 105 Waren - 5 Karawanentafeln - 40 Kamelkarten - 15 Diebeskarten -  40 Holzkamele - 1 Etappenstein - 1 Rundenstein - 1 Spielregel

Die Stadt Timbuktu am Rande der Wüste Sahara ist seit jeher ein begehrtes Ziel zahlreicher Karawanen. Deshalb übernehmen nun auch die Spieler die Rolle von Karawanenführern, die ihre Kamele quer durch die Wüste Sahara - von Oase zu Oase - führen, um schließlich Timbuktu zu erreichen und dort ihre Waren zu verkaufen. Ganz ungefährlich ist die Reise allerdings nicht, denn unterwegs lauern zahlreiche Räuber die nur darauf warten, das eine Karawane vorbeikommt......

Vor dem Spiel wählt jeder Spieler eine Karawanentafeln und erhält in dieser Farbe die Kamele und die dazugehörigen Buchstabenkarten. Je nach Spieleranzahl ändert sich dabei die Anzahl der Kamele, die jeder Spieler erhält. Auf die Karawanentafel werden nun außerdem jetzt noch auf jedes teilnehmende Kamel die Waren verteilt. Alles Spielmaterial, das nach dieser Phase noch übrig sein sollte, kommt in die Schachtel zurück. Auch die Größe des Spielplans wird der Spieleranzahl angepasst. Danach wird der älteste Spieler Startspieler und beginnt nun damit, eins seiner Kamele in einen der Startpferche zu stellen. Danach folgen reihum die anderen Spieler. Das wird solange gemacht, bis alle Spieler ihre Kamele auf die Pferche verteilt haben. Dabei muss jeder Spieler in jeden Pferch mindestens ein Kamel stellen. Außerdem sollte man jedem Spieler noch Zettel und Stift zur Verfügung stellen. Dann beginnt das normale Spiel.

Der Startspieler erhält den Runden- und Etappenstein und beginnt die erste Etappe. Dabei besteht eine Etappe immer aus drei Phasen:

1. Diebeskarten verteilen: Der Startspieler trennt die Diebeskarten nach ihren Rückseiten und bildet danach 5 Stapel mit jeweils einer Karte jeder Sorte. Die Karten geben Information über den Pferch, die Positionen und die Warenart. Jeder Spieler erhält einen Stapel. Bei nur 4 Spielern wird ein Stapel zwischen dem Startspieler und dem rechten Nachbarn abgelegt, bei nur 3 Spielern darüberhinaus ein weiterer Stapel zwischen dem Startspieler und dem linken Nachbarn. So entstehen - in Hinblick auf die Diebeskarten - bis zu zwei fiktive Mitspieler. Die Informationen sollte man ruhig schon mal auf seinem Zettel notieren.

2. Danach werden die Kamele bewegt: Jeder Spieler legt vor sich verdeckt eine Karte mit dem Buchstaben des Kamels ab, das er gerne bewegen möchte. Alle Spieler decken gleichzeitig auf und es beginnt immer der Spieler, der den Rundenstein besitzt. Folgende Regeln gilt es zu beachten:

3. Wenn alle Kamele bewegt worden sind, schlagen dann die Räuber zu: Dazu werden nun alle Diebeskarten ausgewertet. Die Spieler überprüfen, ob ihre Kamele auf den angegebenen Positionen im angegebenen Pferch die geforderten Waren besitzen. Ist das der Fall, müssen diese Waren abgegeben werden. Anmerkung: Abgegebene Waren sollte man immer nach Warenart getrennt an das Ende des Spielbretts legen.

Danach ist die aktuelle Etappe beendet. Der nächste Spieler im Uhrzeigersinn erhält den Etappenstein und verteilt die Diebeskarten neu. Danach fängt der Besitzer des Rundensteins mit der Bewegung an usw..

Das Spiel endet nach Durchführung der Etappe, in der alle Kamele Timbuktu erreicht haben. Nun findet die Endabrechnung statt: Jede Warenart ist dabei soviel Wert, wie dies der Anzahl der Waren der entsprechenden Art entspricht, die während des Spiels an das Ende des Spielbretts gelegt wurden. Dementsprechend addiert nun jeder Spieler den Wert seiner Waren, die er mit nach Timbuktu gebracht hat. Der Spieler mit der höchsten Gesamtpunktezahl gewinnt das Spiel.
(Troudi 13.11.05)

Weitere Infos:
- Die Homepage von Queen Games

Troudi vergibt 8 von 10 Punkten:
Hier haben wir es wieder einmal mit einem äußerst gelungenen Spiel von Dirk Henn zu tun. Man kann das Spiel natürlich auch nur bewältigen, in dem man einfach irgendwelche Kamele hinlegt und hofft, dass einen die Räuber schon nicht erwischen, grundsätzlich ist aber eine taktische Vorgehensweise gefragt: Mit jeder Information die man erhält - auch mit der ersten - lassen sich bestimmte Risiken zumindest reduzieren oder sogar ganz ausschalten. Natürlich sollte man immer auch die anderen Spieler im Auge behalten, denn auch deren Verhalten und Bewegungsweise verrät einem häufig, welche Plätze innerhalb eines Pferches wohl sicher sind und welche dann doch demnächst von den Räubern überfallen werden. Aber Vorsicht: Natürlich versuchen die anderen Spieler auch, einen selber in falscher Sicherheit zu wiegen. Günstig ist natürlich, wenn man selber eine Position kennt, das entsprechende Kamel aber die geforderte Ware nicht besitzt! Wie dem auch sei: Passiert der Wechsel der Diebeskarten erst relativ spät innerhalb einer Etappe oder auch gar nicht, wird das Spiel dann doch stark glücksabhängig. Das macht aber nichts, zumal sich das durch entsprechendes Spielverhalten schnell beeinflussen lässt. Insgesamt ein tolles Spiel mit schönem Material, das für alle Spielertypen in Frage kommt. Grübler seien gewarnt: Durch intensives Nachdenken kann sich die angegebene Spielzeit dann auch schon mal verdoppeln. Das Spiel ist für ca. 23 Euro im Handel zu haben.

Weitere Meinungen:
Superfred :
Schön dass nun Queen dieses tolle Spiel nach 12 Jahren wieder zum Leben erweckt hat, natürlich mit deutlich besserem Spielmaterial als Dirk Henn es selber im Eigenverlag produzieren konnte. Wie lange eine Runde Timbuktu dauert hängt dabei ganz von der Spielegruppe ab. Immerhin kann ein einzelner Zug eines Mitspieler deutlich länger als eine Minute dauern, wenn er alle Infomationen genauestens analysiert, wo sich ein Dieb versteckt hält, und welches Kamel von welchem Spieler wohl als nächstes gesetzt wird. Dieses kann natürlich schon mal für Längen sorgen, aber gestört hat mich das noch nie. Timbuktu ist ein tolles Spiel mit einer gesunden Mischung aus Glück und Deduktion, für manche vielleicht ein wenig zu trocken, ich finds klasse !!
Lesermeinung von:
Nora
Timbuktu ist ein sehr schönes Deduktionsspiel. Mit fünf Spielern hat es etwa 90 Minuten gedauert, gelangweilt hat sich keiner. Es ist nicht so hart wie Cluedo und deshalb auch für unsere Spielrunden mit Gelegenheitsspielern gut geeignet.

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