Top Race

Auf einen Blick:
Verlag : Ass
Autor : Wolfgang Kramer
Grafik : Design Studio und Wollinsky & Partner
Spieleranzahl : 2-6 Spieler
Alter : ab 8 Jahren
Dauer : 30 bis 45 min.
Erscheinungsjahr : 1996
            (Neuauflage 2002 durch Aldi-Nord)
 
Spielart: Zug- und Wettspiel

Auszeichnungen:
Spiel der Jahres 1996 Auswahlliste
Deutscher Spielepreis 1996 (Platz 10)
DSP: Essener Feder 1996

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Top Race von ASS

Das Spielmaterial
1 Spielplan - 6 Rennwagen - 6 Fahrerkarten - 48 Tempokarten - 99 Geldscheine -
1 Block mit Tippscheinen - 1 Spielanleitung

Ziel des Spieles ist es mit dem eigenen Rennwagen durch gute Plazierungen möglichst viel Geld zu verdienen. In der Profi-Variante können Wetten abgegeben werden, die das Einkommen ebenfalls steigern können.

Der Spielplan zeigt einen gerasterten Rundkurs, den es zu umfahren gilt. Die Breite des Kurses, und die somit verbundene Anzahl an Rennwagen die maximal nebeneinander fahren können ist unterschiedlich. So können an der Startlinie bis zu vier Wagen nebeneinander stehen, einige Kurven dagegen sind so eng, dass nur ein Fahrzeug die Stelle durchfahren kann und somit ein Überholen unmöglich ist. Die Tempokarten werden gut gemischt und gleichmäßig an die Spieler verteilt. Jede Tempokarte gibt an wie weit sich die verschieden Rennwagen bewegen können. Hier gibt es Karten auf denen die Zugweite für alle sechs Autos angegeben sind. Es gibt aber auch Karten auf denen nur ein Teil der Wagen oder sogar nur ein Wagen abgebildet ist. Wird später eine Tempokarte gespielt müssen alle darauf abgebildeten Rennwagen gezogen werden, egal wem die Wagen im Spiel gehören. Außerdem erhält noch jeder Spieler 200.000 Dollar Startkapital aus der Bank.

Zu Beginn des Spiel werden zunächst die sechs Rennwagen versteigert. Die sechs Rennkarten werden verdeckt gemischt und die erste zu versteigernde Karte wird aufgedeckt. Gebote können von allen Spielern querbeet abgegeben werden, wobei das Gebot um mindestens 10.000 Dollar erhöht werden muss. Der Rennleiter kann jederzeit versuchen durch das Runterzählen die Auktion zu beenden. Wird in dieser Zeit kein weiteres Gebot abgegeben, geht die Karte an den höchstbietenden Spieler. Dieser zahlt das gebotene Geld an die Bank und setzt den Rennwagen auf ein beliebiges freies Feld hinter der Startlinie. Die Funktion des Rennleiters wechselt zum nächsten Spieler der nun eine weitere Rennkarte aufdeckt und somit zur Versteigerung frei gibt. Auch wenn weniger als sechs Spieler mitspielen werden alle sechs Rennkarten versteigert. Es ist durchaus möglich, dass ein Spieler mehrere Wagen ersteigert, es muss nur gewährleistet sein, dass jeder Spieler mindestens einen Wagen erhält. Sind letztenendes nur noch so viele Rennkarten nicht versteigert, wie Mitspieler, die noch keinen Rennwagen haben, so dürfen Spieler mit Rennwagen keine Gebote mehr abgeben.

Nachdem nun alle Wagen versteigert worden sind, kann das eigendliche Rennen beginnen, wobei der Spieler, der den letzten Wagen ersteigert hat auch den ersten Zug machen darf. Danach wird reihum gespielt.

Der aktive Spieler spielt nun eine Tempokarte von seiner Hand und bewegt danach alle Fahrzeuge um so viele Felder, wie die Karte angibt. Auch die Reihenfolge auf der Karte muss dabei eingehalten werden. Auf jedem Feld des Parcours darf zu jeder Zeit immer nur ein Wagen stehen. Ein einzelnes Fahrzeug bewegt sich dabei immer in Rennrichtung über freie Felder. Ein Spurwechsel um ein Feld zur Seite ist dabei jederzeit möglich. Ist die Strecke durch voranfahrende Wagen blockiert, bewegt sich der aktuelle Rennwagen nur um so viele Felder wie möglich, im schlimmsten Fall auch gar nicht.
Auf einigen Tempokarten sind schwarze Joker-Fahrzeuge abgebildet. Hier darf der aktive Spiele eine beliebige Farbe wählen, diese darf allerdings nicht bereits auf der Karte vorhanden sein.
Unter den Tempokarten gibt es drei spezielle Spurt- bzw. Blokadekarten. Diese Karten zeigen genau zwei Rennwagen. Wird eine solche Karte gespielt, kann der Spieler entscheiden ob er die Karte auf das sich im Rennen vordere oder zurückliegende Fahrzeug in den beiden auf der Karte abgebildeten Farben spielt. Entscheidet er sich für das vordere Fahrzeug, so wird dieses sofort an den Rand des Parcours gestellt. Es kommt erst wieder ins Spiel, wenn dass Fahrzeug mit der anderen Farbe diese Stelle passiert. Entscheidet er sich für das zurückliegende Fahrzeug, so legt dieses einen Spurt ein und bewegt sich ein Feld hinter das Fahrzeug mit der anderen Farbe. Sollte unterwegs die Rennstrecke blockiert sein, endet der Spurt hinter den blockierenden Fahrzeugen.
Hat der aktive Spieler alle Fahrzeuge seiner Karte bewegt, wird diese Karte abgelegt und der nächste Spieler kommt an die Reihe.

Fahrzeuge die die Ziellinie passiert haben werden aus dem Rennen genommen. Das Spiel endet wenn alle Rennwagen das Ziel überquert haben, oder alle Spieler alle Tempokarten gespielt haben. Befinden sich nun noch Fahrzeuge auf dem Rennparcour, so werden diese entsprechend ihrer Position im Rennen aus dem Spiel genommen. Es erhält jeder Spieler, für die von seinen Fahrzeugen erreichten Plazierungen entsprechenden Siegprämien ausgezahlt. Der Erste erhält zum Beispiel 200.000 $, das Fahrzeug welches Letzter geworden ist bringt seinem Besitzer nur noch 10.000 $.

Der Spieler, der nun das meiste Geld vorweisen kann, gewinnt das Spiel.

Die Profi-Varinate:
In dieser Variante geben alle Spieler geheim dreimal einen Tipp ab, immer wenn mindestens ein Fahrzeug einen bestimmten Bereich des Rennkurses überfahren hat. Selbstverständlich wetten sie auf das Fahrzeug, von dem sie denken, dass es einen vorderen Platz einnehmen wird. Bezahlt wird für die Wette nicht. Hat man ein guten Tipp abgegeben, also landet das Fahrzeug auf einem vorderen Platz, erhält man zusätzlich Geld. Endet das Rennen für dieses Fahrzeugt auf einem hinteren Platz, so muss man allerdings Strafe zahlen. Es ist durchaus möglich bei den drei Wetten auf unterschiedliche Rennwagen zu setzen. Ist das Rennen vorbei werden auch hier zunächst wie oben die Siegprämien an die Spieler ausbezahlt. Danach werden die einzelnen Wetten der Spieler ausgewertet. Auch hier gewinnt der Spieler der am Ende das meiste Geld besitz.
(Superfred 31.03.07)

Weitere Infos:
- In der Brettspielwelt kann man Top Race online spielen

Superfred vergibt 8 von 10 Punkten:
Top Race ist ein tolles Rennspiel mit einfachen Regeln, welches von Anfang an begeistern kann. Zum Kennenlernen reichen sicherlich erst einmal die Basisregeln aus, beim denen man einfach nur versucht seine eigenen Rennwagen schnellstmöglich ins Ziel zu bringen. Dieses hört sich einfacher an, als es ist. Immerhin muss man bei vielen Karten auch die Fahrzeuge der Gegner mit nach vorne bewegen. Auch  die Handkarten sind leider nur begrenzt und wenn die Strecke häufiger blockiert ist, kann es vorkommen, dass die eigenen Fahrzeuge erst gar nicht ins Ziel kommen. Wesentlich interessanter ist das Spiel allerdings in der Profi-Variante. Hier macht es sicherlich oft Sinn auf seine eigenen Rennwagen zu setzen, zumindest wenn man sie auf einen vorderen Platz ins Ziel bringen kann. Gelegentlich kann man aber auch auf Fahrzeuge der Mitspieler setzen, um dadurch dicke Wettprämien einzustreichen. Die drei Spurt- und Blokadekarten scheinen auf dem ersten Blick sehr mächtig zu sein. Wenn man Top Race häufiger spielt, lernt man aber auch damit umzugehen. So ist es zum Beispiel selbst im Zweier möglich das Spiel zu gewinnen, wenn alle drei Sonderkarten auf der gegnerischen Hand sitzen. Es ist eben alles eine Frage wie man die eigenenen Karten einsetzt. Das Spiel funktioniert in jeder Besetzung. Zu zweit ist es am taktischsten, da man ja automatisch auch alle Karten des Gegners kennt. Zu sechst ist es dafür am schwierigsten zu spielen. Hier erhält jeder Spieler nur genau ein Auto und gerade mal 8 Tempokarten mit denen man die Fahrzeuge geschickt über den Parcour schicken muss. Dennoch hat jede Spieleranzahl seinen eigenen Reiz. Top Race ist vielleicht nicht die beste Rennsimulation, für die wenigen Regeln aber sicherlich eine mit einem sehr hohen Spassfaktor. Im Handel ist das Spiel leider nicht mehr erhältlich.

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