Focus

Auf einen Blick:
Verlag : Parker
Autor : Sid Sackson
Spieleranzahl : 2 oder 4 Spieler
Alter : ab 10 Jahren
Dauer : ca. 45 min
Erscheinungsjahr : 1980

Spielart: Zugspiel

Auszeichnungen:
Spiel der Jahres 1981
Spiel der Jahres 1980 Auswahlliste
Essener Feder 1981

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Focus von Parker

Das Spielmaterial
18 rote Spielsteine - 18 grüne Spielsteine - 13 gelbe Spielsteine - 13 blaue Spielsteine - 1 Spielbrett - 1 Spielanleitung

Ziel des Spiels ist es die Bewegungsmöglichkeit des Gegners so einzuschränken, dass er sich nicht mehr bewegen kann.

Zu Beginn des Spiels zu zweit werden die 36 roten und grünen Spielsteine nach einem vorgegebenen Muster in einem 6x6 Felder großen Raster aufgebaut

Gespielt wird abwechselnd. Der aktive Spieler führt einen gültigen Zug aus. Dieses bedeutet, dass er eine einzelne Figur in seiner Farbe oder einen Turm aus mehreren Steinen, wobei der oberste Stein die eigene Farbe hat, über das Spielfeld bewegt.
Die Bewegung erfolgt dabei immer in waagerechter oder senkrechter Richtung. Die Bewegungsweite ist dabei abhängig von der Anzahl der Steine die bewegt werden. Ein einzelner Stein wird immer genau um ein Feld weiter bewegt. Ein Turm wird immer um genau so viele Felder weit bewegt wie die Anzahl der Steine im Turm entspricht.
Das Zielfeld kann leer sein oder es können bereits schon Steine dort vorhanden sein. In zweiten Fall werden die neuen Spielsteine einfach auf die vorhandenen draufgesetzt.
Entsteht bei einem Zug ein Turm der höher als fünf Steine ist, müssen von unten so viele Steine weggenommen werden, dass ein Turm bestehend aus genau fünf Spielsteinen übrig bleibt. Handelt es sich hierbei um gegnerische Spielsteine, so scheiden diese aus und kommen aus dem Spiel. Eigene Spielsteine kommen in den eigenen Vorrat zurück.
Es ist auch erlaubt nur einen Teil eines Turm zu bewegen. In diesem Fall bewegt sich der obere Teil um so viele Felder, wie er aus Spielsteinen besteht. Die restlichen Steine verweilen am ursprünglichen Ort.
Anstatt Spielsteine zu bewegen, kann man auch, sofern vorhanden, einen eigenen Spielstein zurück ins Spiel bringen. Dieser Spielstein darf sowohl auf ein leeres, als auch auf ein bereits belegtes Feld gesetzt werden.

Das Spiel endet sobald ein Spieler keinen gültigen Zug mehr durchführen kann. Der andere Spieler gewinnt dann das Spiel.

Im Spiel zu viert spielen die Spieler in zwei Teams. Hier wird nun das komplette Spielbrett genutzt. Jeder Spieler startet nun mit dreizehn Spielsteinen die ebenfalls nach einem vorgegebenen Schema aufgebaut werden. Die Spieler entscheiden zu Beginn des Spiels ob sich die Teamspieler während des Spiels verständigen dürfen.
Gespielt wird nach den gleichen Regeln. Schlägt ein Spieler einen Spielstein seines Teampartners, so kann sein Teampartner diesen später im Spiel wieder einsetzen. Kann ein Spieler keinen gültigen Zug mehr machen, setzt dieser zunächst aus und es wird weiter gespielt. Erst wenn auch im direkten Folgezug der Teampartner keinen gültigen Zug durchführen kann, hat dieses Team das Spiel verloren.
(Superfred 16.05.16)

Superfred vergibt 8 von 10 Punkten:
Focus ist ein spannendes Zugspiel, in dem es darum geht den Gegner bewegungsunfähig zu setzen. Zu Beginn des Spiels werden alle Spielsteine nach einem vorgegebenen Schema auf dem Spielbrett verteilt. Nach und nach entstehen durch das Bewegen der einzelnen Spielsteine Türme. Nur der Spieler dessen Stein oben auf einem Turm sichtbar ist darf den Turm bewegen. Die Bewegungsweite entspricht der Höhe des Turms. Es ist auch möglich nur einen oberen Teil des Turm zu bewegen. Hat ein Turm eine größere Höhe als fünf Spielsteine wird, von unten beginnend, auf fünf Spielsteine reduziert. Gegnerische Steine kommen aus dem Spiel. Eigene, herausgenommene Spielsteine können zu einem späterem Zeitpunkt zurück ins Spiel gebracht werden. Um bei Focus siegreich zu sein müssen eine Vielzahl von Dingen beachtet werden. Zum einen benötigt man immer ausreichend Steine, die man selber bewegen kann um flexibel auf die gegnerischen Züge reagieren zu können. Gleichzeitig sollte man versuchen gegenerische Steine nicht nur zu blockieren, sondern komplett aus dem Spiel zu nehmen. Es schadet auch nicht wenn man einzelne Steine im Vorrat hat. Immerhin können diese auf jeder Position wieder ins Spiel kommen. Focus war damals bereits ein kleines Highlight von Sid Sackson, aber auch nach gut 35 Jahren hat es kaum an Faszination verloren. Es ist eines von diesem abstrakten Zugspielen mit wenig Regeln, welches man schnell losspielen kann, welches aber auch schwer zu meistern ist. Man muss sich schon ein wenig in das Spiel reinknien und alle Möglichkeiten ausloten um den perfekten Zug zu finden. Das Spiel ist zu zweit und zu viert spielbar. Im 4er spielt jeder Spieler zwar mit eigener Farbe, aber zwei Spieler bilden immer ein Team. Besonders interessant ist das Team-Spiel, wenn man vor dem Spiel vereinbart sich nicht abzusprechen, man selber den perfekten Zug sieht und der Partner mal wieder etwas völlig anderes macht. Wer gern abstrakte 2er-Spiele mag, bei dem Spielsteine hin und her geschoben werden, sollte sich Focus ruhig mal genauer anschauen. Im Handel ist das Spiel nicht mehr erhältlich.

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