Hazienda

Auf einen Blick:
Verlag : Hans im Glück
Autor : Wolfgang Kramer
Grafik : Michael Menzel
Spieleranzahl : 2-5
Alter : ab 10 Jahren
Dauer : 45-60 min.
Erscheinungsjahr : 2005
 
Spielart: Aufbau-/Legespiel

Auszeichnungen:
Deutscher Spielepreis 2006 (Platz 8)
IGA Multiplayer Nominierungsliste 2006
Japanese Best Advanced Game 2006 (Platz 3)

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Hazienda von Hans im Glück

Das Spielmaterial
80 Landkarten - 72 Tierkarten - 80 Landplättchen - 18 Wasserplättchen - 150 Tierplättchen - 9 neutrale Haziendas - 5 Haziendas - 5 Kurzspielregeln - 8 Erntechips - 72 Scheine Spielgeld - 1 Spielregel

Argentinien ist nicht nur für Fußball bekannt sondern vor allem auch für seine endlosen grünen Weiden, auf denen riesige Viehherden - besonders Rinder - grasen. Die Spieler schlüpfen nun in die Rolle von Großgrundbesitzern - den sogenannten Estanzieros - die Land erwerben und darauf Vieh züchten, das sie danach wieder gewinnbringend auf dem Markt verkaufen wollen. Wer wird also der reichste Estanziero Argentiniens?

Vor dem Spiel erhält jeder Spieler eine Hazienda und die 30 Tierplättchen in der von ihm gewählten Farbe. Außerdem erhält jeder Spieler eine Kurzspielregel und 20 Pesos Startkapital. Die Landkarten werden gemischt und jeder Spieler erhält 8 Karten auf die Hand. Die restlichen Karten bilden den Nachziehstapel, von dem die obersten 4 Karten offen daneben gelegt werden. Auch die Tierkarten werden gemischt und jeder Spieler zieht 4 Karten auf die Hand. Auch diese restlichen Karten bilden einen Nachziehstapel, von dem die obersten 4 Karten offen daneben gelegt werden. Die übrigen Tierkarten werden in zwei gleichgroße Nachziehstapel getrennt, wobei der eine Stapel erstmal nur als Reserve dient. Bei nur 2  Spielern kommen 30 Tierkarten und 4 neutrale Haziendas aus dem Spiel, bei 3 Spielern 20 und 2 und bei 4 Spielern 10 und 8. Nur bei 5 Spielern wird das ganze Spielmaterial verwendet. Auf jedes Wasserfeld des Spielplans kommt nun noch ein Wasserplättchen. Der jüngste Spieler wird Startspieler.

Gespielt wird im Uhrzeigersinn, wobei jeder Spieler bis zu 3 Aktionen durchführen darf. Folgende Aktionen stehen zur Wahl und können jeweils bis zu 3 Mal und in beliebiger Reihenfolge durchgeführt werden:
Wertung
Ist die letzte Karte des ersten Tierkartenstapels aufgedeckt oder gekauft worden, wird der zweite Stapel angebrochen. Nachdem die Runde, in der der zweite Stapel angefangen wurde, beendet worden ist, findet die Zwischenwertung statt. Ist auch der zweite Kartenstapel aufgebraucht, findet nach dem Abschluss der Runde die Endwertung statt. Beide Wertungen sind gleich und für Folgendes gibt es Punkte:
Das Spiel endet logischerweise nach der Schlusswertung. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt das Spiel. Bei einem Gleichstand gewinnt der Spieler, der mehr Pesos in seinem Vorrat hat.
(Troudi 11.03.06)

Weitere Infos:
- Die Homepage von Hans im Glück

Troudi vergibt 7 von 10 Punkten:
Eine riesige Neuheit ist "Hazienda" mit Sicherheit nicht, sondern ein weiteres taktisches Aufbauspiel, bei dem es darum geht, optimale Spielzüge zu machen und dadurch viele Punkte zu machen - ein typisches Wolfgang-Kramer-Spiel. Wie immer hat man die Auswahl aus mehreren Aktionen, die eigentlich alle irgendwie wichtig sind, um Siegpunkte zu kriegen und sich zu verschiedenen Zeitpunkten während des Spiels empfehlen.  Die meisten Siegpunkte gibt es natürlich für die Märkte, wobei diese im Spiel dann auch heiß umkämpft sind - zumal es für die Märkte ja auch noch Geld gibt. Allerdings sollte man auch die Möglichkeit nicht vernachlässigen, durch Haziendas und Landketten Punkte zu sammeln, da hier gilt: Auch Kleinvieh macht Mist. Und das Spiel ist ganz gut ausgeglichen, so dass riesige Punkteabstände zwischen den einzelnen Spielern in unseren Runden die Ausnahme geblieben sind. Das Spiel entscheidet sich wirklich erst kurz vor Schluss. Was - eigentlich wie immer in Spielen - knapp ist, ist vor allem auch am Anfang das Geld. Deshalb muss man schon mal einen Erntechip einsetzen, um an das nötige Kleingeld für weitere Aktionen zu kommen. Angenehm ist auch die Spielzeit und der reibungslose Ablauf des Spiels: Lange Pausen zwischen den einzelnen Spielerzügen sind eher eine Seltenheit - was das Spiel auch mit Grüblern noch zu einem relativ schnellen Spiel macht - da sich die einzelnen Spielzüge auch schon ganz gut im Voraus überlegen lassen. Insgesamt mit Sicherheit kein absoluter Überflieger, aber ein solides und ganz nettes Spiel. Eine Probepartie könnte sich für Interessierte lohnen. Das Spiel ist für ca. 24 Euro im Handel zu haben.

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