Karuba
Mini-Erweiterung: Bonusplättchen

Auf einen Blick:
Verlag : Haba
Autor : Rüdiger Dorn
Grafik : Claus Stephan
Spieleranzahl : 2 bis 4 Spieler
Alter : ab 8 Jahren
Dauer : ca. 40 min
Erscheinungsjahr : 2015

Spielart: Lege- und Zugspiel

Auszeichnungen:
Spiel des Jahres 2016 Nominierungsliste
Deutscher Spielepreis 2016 (Platz 6)
Juego del Ano 2016 Empfehlungsliste
Vuoden Strategiapeli 2016 Finalist
Japanese U-more Award 2016

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Karuba von Haba

Das Spielmaterial
4 Insel-Tableaus - 64 Kristalle - 16 Goldnuggets - 16 Tempelschätze - 16 Abenteurer - 16 Tempel - 144 Dschungelplättchen - 1 Spielanleitung

Ziel des Spiels ist es in seiner Auslage möglichst passende Wege zu bauen, damit Edelsteine gefunden und Tempel entdeckt werden können.

Zu Beginn des Spiels erhält jeder Spieler sein Inseltableau, seine 36 durchnummerierten Dschungelplättchen, sowie jeweils vier Abenteurer und vier Tempel. Das Inseltableau zeigt ein Raster welches aus 5x6 quadratischen Feldern besteht, auf denen später die Dschungelplättchen ausgelegt werden. Die Spieler entscheiden nun gemeinsam auf welche Randbereiche die vier farbigen Abenteurer und die entsprechend gleichfarbigen Tempel gestellt werden. Bei allen Spielern stehen somit Abenteurer und Tempel zu Beginn des Spiels an den gleichen Stellen. Je nach Spielerzahl werden nun noch die Tempelschätze bereitgelegt. Ein Spieler wird zum Expeditionsleiter bestimmt. Dieser Spieler nimmt seinen Satz Dschungelplättchen und legt diese, nachdem er sie gut gemischt hat, verdeckt vor sich ab. Alle anderen Spieler legen ihre Dschungelplättchen offen vor sich ab.   

Gespielt wird über 36 Runden, die alle wie folgt ablaufen. Der Expeditionsleiter zieht ein verdecktes Plättchen aus seinem Vorrat und benennt dieses. Alle anderen Spieler suchen sich ebenfalls dieses Plättchen aus ihren offenen Vorrat. Danach führt jeder Spieler eine der beiden nachfolgenden Aktionen aus:

Plättchen legen: Der Spieler legt das Plättchen auf ein leeres Feld seiner Insel. Hierbei müssen die folgenden Regeln beachtet werden. Das Plättchen muss immer so ausgerichtet sein, dass die Nummer auf dem Plättchen aufrecht lesbar ist. Plättchen müssen dabei nicht benachbart sein und Wege müssen auch nicht zwingend fortgesetzt werden. Zeigt das Plättchen das Bild eines Kristalls oder eines Goldnuggets wird entsprechend ein Kristall oder ein Goldnugget aus dem allgemeinen Vorrat auf das Plättchen gelegt.

Figur bewegen: Der Spieler kann auch darauf verzichten das Plättchen einzubauen. In diesem Fall bewegt er genau einen seiner Abenteurer entlang bereits gebauter, aneinander grenzender Wege über die Insel. Die maximale Anzahl der Schritte, die diese Figur machen darf, ist identisch mit der Anzahl der Pfade die an den Rand des aktuellen Plättchen angrenzen, wobei ein Schritt immer ein Plättchen weit geht. Auf jedem Plättchen darf maximal ein Abenteurer stehen. Abenteurer dürfen andere Abenteurer nicht überspringen, auch darf niemals mehr als ein Abenteurer auf einem Feld stehen.
Endet eine Bewegung eines Abenteurers auf einem Feld mit einem Kristall oder Goldnugget, so nimmt sich der Spieler diesen Kristall bzw. Goldnugget in seinen eigenen Vorrat.
Endet eine Bewegung eines Abenteurers in dem gleichfarbigen Tempel, so nimmt sich der Spieler das Schatzplättchen mit der höhsten Siegpunkteanzahl in dieser Farbe, welches sich noch im allgemeinen Vorrat befindet. Dieser Abenteurer kann nun nicht mehr bewegt werden. Erreichen mehrere Spieler gleichzeitig einen Tempel, so erhalten alle diese Spieler die aktuell höchste verfügbare Punktzahl. Der Spieler, der das Plättchen mit der geringeren Punktzahl nimmt erhält einen entsprechenden Punkteausgleich durch Kristalle.
Sollten sich Spieler nicht entscheiden können, oder auf den Zug eines anderen Spielers warten wollen, führt der Spieler seinen Zug aus, der aktuell mehr Punkte vor sich liegen hat.

Das Spiel endet nachdem alle 36 Dschungelplättchen durchgespielt worden sind oder nach der Runde, in der ein Spieler mit seinen Abenteurern alle Tempel erreicht hat. Jeder Spieler addiert nun die Punkte seiner Schatzplättchen. Außerdem erhält man noch für jeden Kristall einen Punkt und für jeden Goldklumpen zwei Punkte.

Es gewinnt der Spieler der nun in Summe die meisten Punkte sammeln konnte. Bei einem Gleichstand gewinnt davon der Spieler, der mehr Plättchen auf seinem Tableau ausliegen hat.

(Superfred 26.05.16)

Weitere Infos:
- Die Homepage von Haba

Superfred vergibt 9 von 10 Punkten:
Karuba ist ein tolles Legespiel für die ganze Familie. Thematisch befinden wir uns auf einer Insel, die es zu entdecken gilt. Vier Abenteurer starten an unterschiedlichen Punkten der Insel um sich auf den Weg zu den jeweiligen Tempeln zu machen. Der Spieler legt dazu Wege aus, die teilweise noch mit Kristallen und Goldnuggets versehen werden. Der Grundmechanismus des Spieles besteht darin, dass alle Spieler zur gleichen Zeit mit dem gleichen Spielmaterial arbeiten. Ein Spieler zieht zufällig ein Plättchen aus seinem Vorrat, alle anderen Spieler suchen sich das gleiche Plättchen aus ihrem eigenen Vorrat. Danach führen alle Spieler für sich selber einen Spielzug mit dem Plättchen durch. Dieses Spielprinzip ist sicherlich nicht neu. Der bekannteste Vertreter dieser Spielart ist wahrscheinlich Take It Easy. Aber Karuba ist keine billige Kopie davon, ganz im Gegenteil, Karuba bringt neue Ideen in das Spielprinzip, die herrlich ineinander greifen. Denn hier geht es nicht darum eine Auslage zu erschaffen, die am Ende mit Punkten bewertet wird. Die Spieler haben in jedem Zug die Möglichkeit ein Plättchen einzubauen oder auf den Einbau zu verzichten. Entscheidet man sich für die zweite Alternative, so darf man seine Abenteurer bewegen. Und nur das Bewegen liefert dem Spieler die Punkte. Endet eine Bewegung auf einem Feld mit Kristall oder Goldnugget, so gibt es Punkte. Außerdem gibt es Punkte für das Erreichen der Tempel. Und natürlich gilt hier, dass man mehr Punkte erhält, wenn man einen Tempel vor seinen Mitspielern erreicht. Diese Entscheidung ob man ein Plättchen einbauen soll um sein Wegenetz weiter auszubauen oder abzuwerfen um seine Abenteurer weiter zu bewegen gibt Karuba ein eigenes, aber sehr unterhaltenes und spannendes Spielgefühl. So stellt sich jeder Spieler immer die Frage, wo stehen die anderen Spieler und was will ich selber tun um um meine Auslage zu optimieren. Karuba ist bei Haba erschienen. Haba ist weltbekannt für seine tollen Kinderspiele. Aber Karuba ist bei weitem kein Kinderspiel. Zur Spielemese 2015 hat Haba erstmals drei Spiele auf den Markt gebracht, die insbesondere Erwachse ansprechen sollen. Die Spiele werden unter dem Label "Spieleabend approved" vermarktet. Mit Karuba beweist Haba das man bestehende Qualitäten nun auch auf einem anderen Segment der Brettspiele nutzen kann. Karuba kommt mit einem bekannten Mechanismus dabei der perfekt aufgepimpt wurde, so dass ein Spiel entstanden ist, welches einen thematisch einfängt und mit einfachen Regeln großen Spielspaß mit breitem Entscheidungsfreiraum bietet. Anfang der Woche wurde die Nominierungslisten zum Spiel des Jahres veröffentlich, auf denen Haba diesmal nicht beim Kinderspiel zu finden ist, sondern mit Karuba um den Hauptpreis antritt. Wir würden es Haba und dem Autor Rüdiger Dorn wünschen, der ebenfalls noch auf einen Sieg beim Hauptpreis wartet. Im Handel ist das Spiel für rund 30 Euro erhältlich.

Mini-Erweiterung zu Karuba: Bislang gibt es eine Mini-Erweiterung zu dem Spiel Karuba.
Bonusplättchen

Erschienen im Haba-Familienspiele Produktkatalog 2015

Die vier Bonusplättchen werden zu Spielbeginn bereitgelegt. Der erste Spieler, der eine Bedingung erfüllt erhält das Bonusplättchen und somit die Siegpunkte am Ende des Spiels. Erreichen zwei oder mehr Spieler in der gleichen Runde eine Bedingung, wird das Bonusplättchen aus dem Spiel genommen. Die Bedingungen:
  • jeder Abenteurer wurde mindestens einmal bewegt
  • jeder Abenteurer hat mindestens ein Gold oder Kristall eingesammelt
  • alle Abenteurer sind durch Wege mit dem jeweiligen Tempel verbunden
  • ein Abenteurer hat mindestens vier Gold oder vier Kristalle gesammelt
Karuba Bonusplättchen

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