Luxor

Auf einen Blick:
Verlag : Queen
Autor : Rüdiger Dorn
Grafik: Dennis Lohausen
Spieleranzahl : 2 bis 4 Spieler
Alter : ab 8 Jahren
Dauer : ca. 20 min
Erscheinungsjahr : 2018

Spielart: Zugspiel

Auszeichnungen:
Spiel des Jahres 2018 Nominierungsliste
Niederländischer Spielepreis 2018 Nominierungsliste

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Luxor von Queen Games

Das Spielmaterial
1 Spielplan - 1 Horus-Tableau - 1 Wertungstableau - 31 Startkarten - 24 Horuskarten - 30 Schatzplättchen - 14 Tempelplättchen - 6 Horusplättchen - 6 Osirisplättchen - 20 Schlüssel - 18 Joker-Schatzplättchen - 22 Skarabäen - 2 Sarkophage - 20 Abenteurer - 4 Spielmarken - 4 Zählsteine - 1 Würfel - 1 Startspielermarker - 1 Spielanleitung

Ziel des Spiels ist es durch das Vordringen in die Pyramide und dem Anhäufen von Schätzen möglich viele Punkte zu sammeln.

Zu Beginn des Spiels wird die Wegstrecke auf dem Spielplan vorbereitet. Je nach Art des Feldes wird entweder eine zufällige Schatzkarte oder ein zufälliges Sonderplättchen hingelegt. Durch die Sonderplättchen gelangt der Spieler später an bessere Spielkarten, Schlüssel oder kann sich um zusätzliche Felder weiter in Richtung des Inneren der Pyramide bewegen. Drei Arten von Tempelplättchen werden als jeweils zufällige Nachziehstapel bereitgelegt. Sammelt später im Spiel ein Spieler ein Schatzplättchen ein und zeigt dieses Feld ein Symbol eines Tempelplättchens, kommt ein solches Plättchen auf das gerade frei gwordenen Feld. Durch Tempelplättchen kommen später weitere Sonderplättchen ins Spiel. Die Spielkarten werden gut gemischt und als verdeckter Nachziehstapel bereitgelegt. Jede Spieler nimmt davon fünf Spielkarten auf die Hand. Zu keiner Zeit dürfen diese Handkarten umgesteckt werden. Die Horuskarten, die die gleichen Rückseiten zeigen wie die Spielkarten werden nach dem Level sortiert und zu drei offenen Nachziehstapeln bereitgelegt werden. Horuskarten sind Spielkarten, die erst über Sonderplättchen ins Spiel kommen und bessere Aktionen bieten als die aktuellen Spielkarten. Jeder Spieler erhält noch fünf Spielfiguren in seiner Wunschfarbe. Zwei davon plaziert er auf das Startfeld der Wegstrecke. Die restlichen drei Spielfigur legt er jeweils auf drei vorgegeben Felder innerhalb der Laufstrecke. Zieht der Spieler später im Spiel über ein solches Feld, erhält er eine zusätzliche Spielfigur, die er dann umgehend benutzen kann.

Gespielt wird reihum. Der aktive Spieler führt in seinem Zug die drei nachfolgenden Phasen der Reihe nach durch
Möchte ein Spieler das letzte Feld der Wegstrecke betreten, muss er einen Schlüssel abgegen. Außerdem darf er das letzte Feld nur dann betreten, wenn sein Zug auch wirklich auf diesem Feld enden würde. Zugschritte dürfen niemals verfallen. Liegt auf diesem Feld noch ein Sakophag, nimmt sich der Spieler den Sakophag mit der höheren Punktzahl.

Das Spiel nähert sich dem Ende, sobald zwei beliebige Spielfiguren das letzte Feld der Wegstrecke erreicht haben. Es wird noch solange weiter gespielt bis nun der Spieler rechts vom Startspieler seinen Zug vollständigt durchgeführt hat. Nun folgt noch eine Schlußwertung. Die meisten Felder auf der Wegstrecke geben noch so viele Punkte wie neben dem Feld angegeben ist, wobei die Felder zum Ende der Wegstrecke hin immer mehr Punkte liefern. Jeder Spieler erhält nun noch die Punkte der Felder auf denen seine Spielfiguren stehen. Stehen mehrere Figuren auf einem Feld erhält jede Spielfigur die Punkte. Aus dem Schatzplättchen bilden die Spieler nun Sets aus drei unterschiedlichen Schätzen. Joker-Schätze können dabei jede Art von Schatz annehmen. Für 1/2/3/../8+ Set erhält der Spieler nun 3/7/12/../52 Punkte. Zum Schluss erhält jeder Spieler noch die Punke von seinen gesammelten Sarkophagen, Schlüsseln und Skarabäen. Es gewinnt der Spieler der in Summe die meisten Punkte sammeln konnte.

(Superfred 7.06.18)

Weitere Infos:
- Die Homepage von Queen Games

Superfred vergibt 8 von 10 Punkten:
Luxor ist ein interessantes Rennspiel, welches thematisch in das Innere einer Pyramide verlegt wurde. Die Spieler schlüpfen dabei in die Rolle von Abenteurern, die die Pyramide erkunden, nach Schätzen suchen und letztendlich ins Innere zu den Sarkophagen vordringen wollen. Die Anleitung ist wie immer bei Queen sehr ausführlich und gleichzeitig klar strukturiert, so dass ein schneller Einstieg problemlos machbar ist. Das Spielmaterial ist zwar sehr umfangreich, fügt sich aber prima in die spielerischen Gegebenheiten ein. Das Spiel selber und die Karten arbeiten mit Piktogrammen, die zwar weitestgehend verständlich sind, ansonsten findet man aber schnell in der Anleitung Hilfe. Und nach zwei, drei Partien hat man dann alle Symbole verinnerlicht. Zu Spielbeginn startet jeder Spieler mit zwei Abenteurern. Diese Figuren können beim Vordringen in das Innere der Pyramide weitere Abenteurer freischalten, die dann ebenfalls ihren Weg in die Pyramide finden. Dieses ist wichtig, da man für das Entdecken der Schätze in der Pyramide mehrere Figuren benötigt. Auf den Schätzen, die zu Spielbeginn zufällig über die Rennstrecke verteilt werden, ist immer angegeben, wieviele Figuren für das Entdecken notwendig sind. Er wenn ein Spieler so viele eigene Figuren auf dem Feld mit einem Schatz stehen hat, darf er sich das Schatzplättchen nehmen und die Punkte des Schatzes auf der Kramerleiste notieren. An einigen Stelle werden die nun leeren Felder mit neuen Plättchen bestückt, so dass später ankommende Figuren hier ebenfalls Aktionen durchführen können. Angetrieben wird das Rennspiel über Karten, die angeben, wie weit eine Figur gezogen wird. Während zu Spielbeginn nur relative einfache Karten zur Verfügung stehen, kommen im Verlauf des Spieles immer wieder neue Karten ins Spiel, mit denen dann auch komplexere Bewegungen möglich sind. Für das Spielen der Karten hat sich Rüdiger Dorn einen tollen Mechanismus einfallen lassen. Jeder Spieler hat immer fünf Karten auf der Hand, von denen er aber immer nur entweder die linke oder rechte Karte der Hand nutzen darf. Die Reihenfolge der Karten darf dabei nicht verändert werden. Nachdem ein Spieler eine Karte gespielt hat zieht er immer eine neue Karte nach. Diese Karte wird dann genau in die Mitte der verbleibenden vier Karten gesteckt. Diese bewirkt zum Einen, dass man starke Karte nicht sofort spielen kann, gleichzeitig kann man auch nicht immer jedes Feld auf der Rennstrecke erreichen. Man ist aber auch nicht den Karten gnadenlos ausgeliefert, da man seine Züge gut aufgrund der Kartenhand vorplanen kann. Punkte gibt es dann am Ende für alle möglichen Sachen: Für die gefundenen Schätze, Schlüssel, Skarabäen und Sarkophage, aber auch für die Positionen, die die Abenteurer innerhalb der Pyramide erreicht haben, wobei es natürlich um so mehr Punkte gibt, je weiter man in das Innere der Pyramide vorgedrungen ist. In den Spielen hat sich gezeigt, dass oft die Spieler gewonnen haben die einen Abenteurer bis ins Ziel, also in das Innere der Pyramide bringen konnten, wobei sie aber unterwegs auch immer unterschiedliche Schätze eingesammelt haben. Eine Extremstrategie, seine zwei Abenteuer schnell in die Spielplanmitte zu bringen ist aber kein Sieggarant, die Mischung aus mehreren Dingen macht ein erfolgreichen Spiel aus. Natürlich darf man nie vergessen, dass Luxor vorangig die Familien ansprechen möchte. Deshalb ist das Spiel mit einer Vielzahl von Zufallselementen gespickt und es läßt sich somit prima aus dem Bauch heraus spielen. Wer mag kann aber auch zu jeder Zeit versuchen die Möglichkeiten seiner Kartenhand zu optimieren und versuchen, die bestmögliche Zugfolge aus seinen Karten heraus zu holen. Luxor hat es auf die Auswahlliste zum Spiel des Jahres 2018 geschafft und auch wenn es nicht mein persönlicher Favorit ist, wäre Luxor eine sehr gute Wahl für den Hauptpreis. Der Zugang ist relativ einfach und bietet den Spielern vielfältige Herangehensweisen. Dazu kann die Wegstrecke von Spiel zu Spiel immer wieder neu generiert werden. Aufgrund der modularen Möglichkeiten des Spiels bin ich mir sicher, dass wir auch noch die eine oder andere Erweiterung zu diesem tollen Familienspiel bekommen werden.  Im Handel ist Luxor für rund 40 Euro erhältlich.

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