Bohnanza
Erweiterungs-Set   Fan-Edition

Auf einen Blick:
Verlag : Amigo
Autor : Uwe Rosenberg
Grafik : Björn Pertoft
Spieleranzahl: 3 bis 5 Spieler
Alter : ab 12 Jahren
Dauer : 45 min
Erscheinungsjahr: 1997

Spielart: Kartenablegespiel

Auszeichnungen:
Spiel der Jahres 1997 Auswahlliste
Deutscher Spielepreis 1997 (Platz 5)
NL Spielepreis 2003 Nominierungsliste

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Englisch Game Review


Die Bohnanza-Familie:

Kartenspiele (Amigo):
  • Al Cabohne (eigenständiges Spiel für 2 Spieler, 2000)
  • Bohnaparte (Erweiterung zum Basisspiel, 2004) 
  • Bohnanza Erweiterungsset (Erweiterung zum Basisspiel für bis zu sieben Spieler, 1997)
  • Bohnanza Fan-Edition (Basisspiel mit neuen Grafiken, 2007)
  • Bohnkick (eigenständiges Spiel, 2006)
  • Bohnröschen (Erweiterung zum Basisspiel, 2007)
  • Highbohn (Erweitung zum Basisspiel oder zu Al Cabohne, 2001)
  • La Isla Bohnita (Erweiterung zum Basisspiel, 1998)
  • Ladybohn (eigenständiges Spiel, 2007)
Kartenspiele (Lookout):
  • Auf der schwäb'schen Eisenbohn (Erweiterung, No. VIII, auf 2500 St. limitiert, 2008)
  • Bohnaparte (Erweiterung, No. IV, auf 2500 St. limitiert, 2003) 
  • Bohnedikt (Erweiterung, No. IX, auf 2500 St. limitiert, 2009) 
  • Dschingisbohn (Erweiterung, No. V, auf 2500 St. limitiert, 2003) 
  • Highbohn (Erweiterung, No. I, auf 2500 St. limitiert, 2000)
  • Kannibohne (eigenständuges Spiel, No. VII, auf 2500 St. limitiert, 2006)
  • Ladybohn (Erweiterung, No. III, auf 2500 St. limitiert, 2002)
  • Mutabohn (Erweiterung, No. II, auf 2500 St. limitiert, 2001)
  • Mutterböhnchen (Erweiterung zu Ladybohn von Amigo, No. X, auf 2500 St. limitiert, 2010)
  • Rabohnzel (eigenständiges Spiel)
  • Telebohn (Erweiterung, No. VI, auf 5000 St. limitiert, 2004)
Mini-Erweiterungen:
  • Bohnanza Counter (10 Cent Giveaway, Lookout, 2003)
  • Der Bohnentaler (Giveaway Essen 04, Amigo)
Außerdem:
  • Bohn Hansa (eigenständiges Brettspiel, 2003)
  • Würfel Bohnanza (eigenständiges Würfelspiel, 2012)

Das Spielmaterial
104 Karten - 6 Bohnenfeldkarten - 1 Spielanleitung

Die Spieler übernehmen hier die Rolle von Bauern, die auf Plantagen verschiedene Bohnensorten anbauen und dafür Geld erhalten. Der Spieler mit dem meisten Geld gewinnt das Spiel.

Grundsätzlich gibt es verschiedene Arten von Bohnen. Alle diese Bohnensorten sind unterschiedlich oft im Spiel (große Zahl auf der Karte neben der Bohne) und sind auch unterschiedlich viel wert. Für 2 Gartenbohnen gibt es z.B. 2 Taler während es für 2 Blaue Bohnen gar nichts gibt, sondern hier erhält man erst für 4 Bohnen 1 Taler. Danach sind die Abstufungen unterschiedlich. Je weniger häufig die Bohnen im Spiel sind (Gartenbohnen sind z.B. nur 6x im Spiel, Blaue Bohnen 20x), desto wertvoller sind sie. Zu Beginn des Spiels hat jeder Spieler zwei Bohnenfelder, auf denen jeweils genau eine Sorte Bohnen angebaut werden kann. Dazu legt jeder Spieler die Karte „1. Bohnenfeld“ und „2. Bohnenfeld“ vor sich ab. Im Verlauf des Spiels kann ein Spieler zusätzlich das „3. Bohnenfeld“ für 3 Taler kaufen. Er hat dann bis zum Ende des Spiels dieses Feld zur Verfügung.

Zunächst werden alle Bohnenkarten gemischt und an jeden Mitspieler 5 Karten verteilt. Wichtig dabei ist, dass die Reihenfolge der ausgeteilten Bohnen nicht verändert werden darf (was auch später beim Nachziehen IMMER so ist). Die anderen Karten werden mit dem Taler nach oben als Nachziehstapel abgelegt. Beginnend mit dem Startspieler (der Spieler links neben dem Kartengeber) hat nun jeder Spieler folgende Aktionsmöglichkeiten:

Zuerst muss man mindestens eine Karte von der Hand ausspielen. Man kann max. 2 Handkarten freiwillig ausspielen. Diese Karten müssen sofort auf den bestehenden Bohnenfeldern angebaut werden. Es können also entweder 2 Karten einer Sorte auf einem Feld angebaut werden, oder jeweils 1 Karte von 2 verschiedenen Sorten oder aber nur 1 Karte von 1 Sorte. Hat der Spieler dementsprechend viele freie Bohnenfelder, stellt dies noch kein Problem dar. Sind die Bohnenfelder aber bereits bebaut, und die 1. Karte die der Spieler nun auslegen muss entspricht keiner seiner Bohnen, muss er eins der Felder abbauen. Sind auf beiden (oder allen drei) Bohnenfeldern mehrere Karten, kann der Spieler ein beliebiges Feld abbauen. Ist auf einem Bohnenfeld allerdings nur 1 Karte und auf dem anderen Bohnenfeld mehrere, muss er das Feld mit den mehreren Bohnenkarten darauf abbauen. Ein Feld, auf dem sich nur eine Bohnenkarte befindet darf nur abgebaut werden, wenn sich auf dem oder den anderen Feldern auch nur eine Bohnenkarte befindet.

Als nächstes muss der aktive Spieler zwei Karten vom Nachziehstapel aufdecken. Diese Karten kann der Spieler dann entweder in der nächsten Phase anbauen, oder er kann diese Karten mit anderen Spielern handeln. Dabei sind grundsätzlich dem Handel und Tausch keine Grenzen gesetzt, der aktive Spieler darf immer mit allen Mitspielern tauschen, diese allerdings – außerhalb ihres eigenen Zuges – immer nur mit dem aktiven Spieler. Dabei sollten natürlich die Wertigkeiten – aber auch die Verwendbarkeit – der zu tauschenden Bohnen beachtet werden. Der aktive Spieler und die anderen Spieler können sich auch gegenseitig Karten schenken. Karten die man erhält, legt man zunächst vor sich ab. Möchte der aktive Spieler nicht tauschen oder verschenken, muss er dies auch nicht tun. Er bestimmt das Ende der zweiten Phase. In der dritten Phase bauen dann alle Spieler die Bohnenkarte auf ihren Feldern an, die sie gerade getauscht, gezogen oder geschenkt bekommen haben (auch hierbei gilt die 1-Karten-Regel). Zum Schluss seines Zuges zieht der aktive Spieler drei Bohnenkarten nach, deren Reihenfolge wiederum nicht verändert werden darf. Danach ist der nächste Spieler an der Reihe.

Zu jedem Zeitpunkt während des Spiels – also auch außerhalb des eigenen Zuges – kann jeder Spieler Bohnenfelder abernten und die Bohnen verkaufen. Wenn man Geld für Bohnen erhält, nimmt man sich die Anzahl an Karten aus den gerade abgeernteten Bohnenkarten heraus, die dem Geld für die gerade abgeernteten Bohnen entspricht. Die Rückseite der Bohnenkarten zeigen jeweils die Bohnentaler an, die dann dementsprechend als Spielgeld verwendet werden. Die übrigen Karten werden auf den Ablagestapel gelegt. Beispiel: Spieler A hat 5 Blaue Bohnen abgebaut. Dafür erhält er 1 Taler, da er erst bei 6 Karten 2 Taler ausbezahlt würden, er aber nur 5 Karten hat. Es zählt also immer die niedrigere Stufe, auch wenn man näher an der nächsthöheren Anzahl dran ist. Dementsprechend nimmt Spieler A sich nun 1 dieser 5 Karten, dreht sie auf die Rückseite und legt sie vor sich ab. Die anderen 4 Karten legt er offen auf den Ablagestapel. Außerdem kann jeder Spieler während des Spiels einmalig ein 3. Bohnenfeld kaufen.

Das Spiel endet, wenn der Nachziehstapel zum dritten Mal durchgespielt worden ist. Dann können alle Spieler noch die Bohnenfelder abernten, Handkarten spielen keine Rolle mehr. Der Spieler mit den meisten Talern gewinnt das Spiel.

(Troudi 14.12.04)

Troudi vergibt 9 von 10 Punkten:
Das Spiel ist super. Die Regeln sind ganz einfach und gut erläutert, das Spiel ist dementsprechend schnell erklärt und zu spielen. Die Interaktion in dem Spiel ist einmalig, ist man durch die feste Reihenfolge der Handkarten doch dazu gezwungen zu handeln oder auch mal Karten zu verschenken. Besonders groß ist der Ärger, wenn niemand die Karten haben will oder man nur Schrott zum Tausch angeboten bekommt. Das Spiel kann man eigentlich immer spielen und es besteht auch eine gewisse Suchtgefahr. Das Spiel ist eigentlich für alle Altersgruppen geeignet und auch für Gelegenheits- und Vielspieler. Wer das Spiel allerdings zum ersten Mal mit Mitspielern spielt, die Bohnanza schon häufiger gespielt haben, sollte aufpassen, dass er sich beim Tauschen nicht übers Ohr hauen lässt. Fazit: Bohnanza ist ein Muss für jede Spielesammlung und für 6 Euro Anschaffungspreis eine der besten Investitionen überhaupt. Trotz mittlerweile vieler Ergänzungen bleibt die Grundversion nach wie vor die beste Variante.
     
Bohnanza Erweiterungs-Set

Auf einen Blick:
Verlag : Amigo
Autor : Uwe Rosenberg
Grafik : Björn Pertoft
Spieleranzahl: 3 bis 7 Spieler
Alter : ab 12 Jahren
Dauer : 45 min
Erscheinungsjahr: 1997

Spielart: Kartenablegespiel


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Bohnanza Erweiterungs-Set von Amigo

Das Spielmaterial
39 Auftragskarten - 24 Kaffeebohnen - 22 Weinbrandbohnen - 4 Kakaobohnen - 3 Ackerbohnen -15 Bohnenfeldkarten - 1 Spielanleitung

Die Spielregeln des Grundspiels bleiben unverändert. Neu sind die vier Bohnensorten Kaffeebohne, Weinbrandbohne, Kakaobohne und Ackenbohne die zu Spielbeginn zu den Basiskarten hinzu gemischt werden. Je nach Spielanzahl werden bestimmte Bohnensorten aussortiert. Auch variiert die Anzahl der Handkarten, die die Spieler zu Beginn bekommen.

Die Auftragskarten werden zu einem verdeckten Nachziehstapel bereit gelegt. Nachdem jeder Spieler seine Handkarten aufgenommen hat zieht jeder Spieler einen Auftrag auf die Hand und steckt diesen an die letzte Position seiner Handkarten. Dadurch das Karten gespielt und neu aufgenommen werden, ändert der Auftrag im Laufe des Spiels die Position auf der Hand. Ein Spieler kann einen Auftrag jederzeit in seinem Zug erfüllen. Dazu muss die jeweilige Anzahl der Bohnen auf zwei der eigenen Bohnenfelder exakt der Anzahl entsprechen wie auf der Auftragskarte angegeben. Um einen Auftrag zu erfüllen, muss er Spieler seine Bohnen nicht ernten. Er muss nur die korrekte Anzahl an Karten vorweisen. Hat ein Spieler einen Auftrag an vorderster Position, darf er in der Ausspielphase nur genau eine Karte in seinen Vorrat legen. Auftragskarten dürfen nicht gehandelt werden. Am Ende eines Zuges in dem ein Spieler einen Auftrag erfüllt hat, sie er wieder eine Auftragskarte auf die letzte Position nach.
(Superfred 02.03.14)

Superfred vergibt 8 von 10 Punkten:
Das Bohnanza Erweiterungs-Set bietet den Spielern zwei Elemente. Zum einen kommen neue Bohnenkarten ins Spiel. Sorten in sehr kleinen Mengen und zwei Sorten in sehr grossen Mengen. Dadurch kann Bohnanza nun auch mit mehr als fünf Spielern, genauer gesagt mit bis zu sieben Spielern gespielt werden, was bei einem Verhandlungspiel durchaus Sinn macht. Immerhin sind in einer größeren Bestzung die Verhandlungen spannender, da die Nachfragen an unterschiedlichen Bohnen steigt und es nun seltener Geschenke gibt. Desweiteren bietet diese Erweiterung aber auch noch ein neues Spielelement: die sogenannten Auftragskarten. Ab sofort können die Spieler nicht nur mit den Bohnen Punkte, sondern auch dann, wenn man die richtigen Anzahlen an Bohnen auf seinen Feldern liegen hat. Auch wenn durch die Auftragskarten, das dritte Bohnenfeld an größerer Bedeutung gewinnt und das Spiel etwas taktischer wird, bremsen die Auftragskarten das Spiel aus, da manchmal die Verhandhandlungen etwas komplizierter werden. Wir spielen Bohnanza gern in größerer Runde und können somit allen Bohnanza Fans die über ausreichend Mitspieler verfügen, die neuen Bohnensorten nur ans Herz legen. Die Auftragskarten hingegegen kamen bei gar nicht gut an werden fast immer weggelassen. Denn auch ohne die Auftragskarten bietet Bohnanza vollen Spielspass. Im Handel ist die Erweiterung für rund 7 Euro erhältlich.
   
Bohnanza Fan-Edition

Auf einen Blick:
Verlag : Amigo / Lookout
Autor : Uwe Rosenberg
Grafik : Diverse
Spieleranzahl: 3 bis 5  Spieler
Alter : ab 12 Jahren
Dauer : 45 min
Erscheinungsjahr: 2007

Spielart: Kartenablegespiel


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Bohnanza Fan-Edition von Amigo und Lookout

Anmerkung:
Das Spiel wurde sowohl von Amigo, als auch von Lookout heraus gebracht. Die Karten sind in bei den Ausgaben identisch. Die Schachteln scheinen auf dem ersten Blick auch identisch, unterscheiden sich aber z.B. in den Verlagslogos.

Das Spielmaterial
104 Karten - 6 Bohnenfeldkarten - 1 Spielanleitung

Die Spielregeln entsprechen dem des Grundspiels. Neu sind die Grafiken der Karten, die alle von unterschiedlichen Künstlern und Fans gemalt worden sind. Jede Karte, auch innerhalb einer Bohnensorte hat eine individuelle Grafik.

(Superfred 02.03.14)

Superfred vergibt 5 von 10 Punkten:
Bohnanza Fan-Edition ist von den Regeln das gleiche Spiel wie Bohnanza, warum also nur 5 Punkte anstatt 9 Punkte wie beim Originalspiel. Nun ist die Antwort ganz einfach: Weil Bohnanza deutlich besser ist. In dieser Fan-Edition hat jede Karte eine eigene Grafik. Für das Auge mag es schön anzusehen sein. Aus spielerischer Sicht kann dieses aber einen in den Wahnsinn treiben. Man muss schon genau hinsehen, welche Karte man den nun auf der Hand zum tauschen oder in der eigenen Auslage liegen hat. Gerade die unerfahrenen Bohnanza-Spieler kamen schell mit den Karten durcheinander. Wie gesagt, Bohnanza ist ein Klassiker der Neuzeit und darf in keinem spielebegeisterten Haushalt fehlen. Aber diese Variante ist wirklich nur für die Hardcore-Fan, weswegen sie ja auch wohl Fan-Edition heist. Wer beide Versionen hat, wird immer mit dem Original spielen. Wer noch kein Bohnanza hat (gibt es das wirklich noch?), sollte zum Original greifen. Somit ist Bohnanza Fan Edition was zum anschauen, zum geniessen und vielleicht hängt man sich die schönsten Karten in einem kleinen Bilderrahmen an die Wand. Zum Spielen selbst ist es wohl nur dann geeignet, wenn man gerade kein Original-Bohnanza zur Hand hat. Das Spiel ist im Handel nicht mehr erhältlich.

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