King of Tokyo
 
Vielen Dank an den Heidelberger Spieleverlag für ein Rezensionsexemplar

Auf einen Blick:
Verlag : Iello
Autor : Richard Garfield
Grafik : Igor Polouchine
Spieleranzahl :  Spieler
Alter : ab   Jahren
Dauer : ca. 30 min.
Erscheinungsjahr : 2011

Spielart: Zockerspiel

Auszeichnungen:
Niederländischer Spielepreis 2013
As d'Or Nominierungsliste 2012
Best Japanese Boardgame 2012 (Platz 7)
Best Japanese Boardgame 2011 (Platz 8)

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Das Spielmaterial
1 Spielplan - 66 Karten - 28 Chips - 8 Würfel - 6 Monsteranzeiger - 6 Pappfiguren - 6 Plastikhalter - Energiebrocken - 1 Spielregel

Die japanische Hauptstadt Tokyo ist ja bekanntlich eine Art Magnet für Monsterangriffe und dementsprechend auch in diesem Spiel: Dabei übernehmen die Spieler allerdings nicht die Abwehr der Monster, sondern sind selber Monster. Dabei steht es eigentlich gar nicht zur Debatte, ob Tokyo angegriffen wird oder nicht - denn in diesem Spiel ist die Stadt eher so eine Art Monsterkampfplatz, denn jedes Monster möchte möglichst die Konkurrenz ausschalten, um so letztendlich als König von Tokyo den Thron zu erklimmen.

Vor dem Spiel nimmt sich jeder Spieler eine Monsterfigur und den Anzeiger, auf dem er die Lebenspunkte auf 10 und die Ruhmpunkte auf 0 einstellt. Die Karten werden gemischt und als verdeckter Stapel bereitgelegt, von dem nun die obersten 3 Karten gezogen und offen daneben gelegt werden. Der Spieler, der am meisten Ähnlichkeit mit einem Monster hat, beginnt das Spiel.

Das Spiel wird in Monsterzügen - also Spielerzügen - gespielt. Am Anfang beginnt logischerweise der Startspieler und danach ist dann immer der nächste Spieler im Uhrzeigersinn an der Reihe. Ein Monsterzug läuft in folgenden Schritten ab:
  1. Würfeln und nachwürfeln: Der Spieler würfelt mit allen 6 schwarzen Würfeln, darf beliebig viele Würfel rauslegen und dann die restlichen nochmals würfeln. Dann darf er sich erneut für das Rauslegen entscheiden und würfelt dann ein drittes und letztes Mal.
  2. Würfelergebnis auswerten: Entsprechend der Würfelergebnisse wird das Monster nun aktiv. Dabei gibt es folgende Möglichkeiten:
  3. Karten kaufen: Der Spieler kann eine oder mehrere der offen ausliegenden Karten kaufen, wobei gekaufte Karten immer sofort nach dem Kauf durch welche vom Stapel ersetzt werden. Zum Kauf gibt der Spieler so viele Energiebrocken ab, wie oben links auf der Karte angegeben. Gegen die Abgabe von 2 Energiebrocken kann der Spieler die drei ausliegenden Karten auf den Ablagestapel werfen und drei neue aufdecken. Auf jeder Karte steht, wann und wie die Karte gespielt wird und welche Auswirkungen sie hat.
  4. Abschluss des Zuges: Evtl. werden nun noch Karten ausgespielt, ansonsten geht das Spiel beim linken Nachbarn weiter.
Wichtig: Sobald ein Spieler mindestens ein Krallensymbol unter seinen Würfelergebnissen hat, stellt er sein Monster nach Tokyo. Wenn dort keine anderen Monster stehen, verursacht das Monster in dieser Runde keinen Schaden. Stehen dort allerdings bereits Monster, dann erhält dies nun Schaden - allerdings wird es nicht durch das Monster des aktiven Spielers ersetzt. Das passiert nur, wenn der angegriffene Spieler sich nach dem Erhalt von Schaden dazu entscheidet, Tokyo zu verlassen. Dann nimmt das Monster des aktiven Spielers den Platz des bisherigen Monsters ein. Dabei hat das Stehen in Tokyo einige Vor- und Nachteile: Als Vorteil erhält man 1 Ruhmpunkt, sobald man sein Monster nach Tokyo stellt und sogar 2 Ruhmpunkte, wenn man den eigenen Zug in Tokyo beginnt. Leider darf man sich in Tokyo aber nicht mit gewürfelten Herzsymbolen, sondern nur über das Ausspielen von Karten heilen.

Das Spiel endet, sobald das Monster eines Spielers 20 Ruhmpunkte hat oder alle anderen Monster aus dem Spiel ausgeschieden sind. Der Besitzer dieses Monsters hat das Spiel automatisch gewonnen.

Beim Expertenspiel für 5 oder 6 Spieler wird neben Tokyo City auch noch Tokyo Bay verwendet, d.h. an beiden Orten kann sich jeweils ein Monster aufhalten. Wenn nur noch 4 Spieler im Spiel sind, dann darf Tokyo Bay nicht mehr besetzt werden.

(Troudi 20.12.11)

Weitere Infos:
- Die Homepage vom Heidelberger Spieleverlag
- Die Homepage von Iello

Troudi vergibt 7 von 10 Punkten:
Wie oben schon deutlich wird, sind die Regeln zu "King of Tokyo" wirklich einfach und das Spiel ist in Null-komma-nix erklärt. Und dabei erfüllt sich auch genau der Anspruch des Spiels: Nämlich ein kurzweiliges und unterhaltsames Spiel zu sein, das vor allem Spaß macht. Und das ist bei "King of Tokyo" gegeben: Man steht in bester Zockermanier immer wieder vor der Entscheidung, ob man noch weiterwürfeln soll und wofür man seine Würfel nun verwenden? Und der Mechanismus ist gemein: Natürlich macht es Spaß, dem aktuell mächtigsten Monster in Tokyo eine zu verplätten, aber dann kommt man selber nach Tokyo und das ist gefährlich. Andererseits kann man aus Tokyo heraus allen anderen Monstern einen auf die Hucke geben und erhält natürlich auch noch Ruhmpunkte. Die meisten unserer Partien endeten übrigens mit einem K.O. - d.h. es gab nur noch ein überlebendes Monster. Insgesamt ein nicht anspruchsvoller aber äußerst unterhaltsamer Zockerspaß mit nettem Material und einem originellen Thema. "King of Tokyo" ist für ca. 26 Euro im Handel erhältlich.

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