Cacao
Erweiterung: Cacao Chocolatl
Mini-Erweiterungen: Großer Markt und Goldener Tempel - Vulkane


Vielen Dank an Abacus für ein Rezensionsexemplar

Auf einen Blick:
Verlag : Abacus
Autor : Phil Walker-Harding
Grafik : Claus Stephan
Spieleranzahl : 2 bis 4 Spieler
Alter : ab 8 Jahren
Dauer : ca. 45 min
Erscheinungsjahr : 2015

Spielart: Legespiel

Auszeichnungen:
Spiel des Jahres 2015 Empfehlungsliste
Deutscher Spielepreis 2015 (Platz 7)
SdS: Spielehit für Familien 2015
Swiss Gamers Award 2015 (Platz 7)
Juego del Ano 2015 Empfehlungsliste
Vuoden Aikuistenpeli 2015 Finalist

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Cacao von Abacus

Das Spielmaterial
44 Arbeiterplättchen - 4 Wasserträger-Figuren - 28 Urwaldplättchen - 4 Dorftableaus - 20 Cacaofrüchte - 12 Sonnensteine - 48 Goldmünzen - 1 Spielanleitung - 1 Übersichtsblatt

Ziel des Spiels ist es durch den Ausbau des Urwalds möglichst viel Gold und somit Punkte zu sammeln.

Zu Beginn des Spiels erhält jeder Spieler ein Dorftableau auf dem später die Wasserpunkte abgetragen werden. Die eigene Wasserträger-Figur stellt jeder Spieler auf das erste Wasserfeld mit dem Wert -10. Außerdem erhält jeder Spieler, je nach Spieleranzahl, die neun bis elf Arbeiterplättchen in seiner Farbe, die er zu einem zufälligen verdeckten Nachziehstapel bereit legt. Jeder Spieler nimmt sich danach drei Arbeiterplättchen auf die Hand. Ein Arbeiterplättchen zeigt dabei immer vier Arbeiter, die sich auf die vier Kanten des Plättchens verteilen. So gibt es Plättchen, die an jede Karte genau einen Arbeiter zeigen. Es gibt aber auch Plättchen die zwei oder drei Arbeiter an eine Kante zeigen, wodurch andere Kanten keine Arbeiter zeigen. Die beiden Start-Urwaldplättchen werden über Eck offen in die Tischmitte gelegt. Je nach Spieleranzahl werden die restlichen, im Spiel benötigten Urwaldplättchen gemischt und zu einem verdeckten Nachziehstapel bereit gelegt. Von diesem Stapel werden zwei Urwaldplättchen aufgedeckt und offen neben den Stapel abgelegt. Insgesamt gibt es Urwaldplättchen mit sechs verschiedenen Aktionsmöglichkeiten auf die ich weiter unten eingehen werde.

Im Laufe des Spiels entsteht eine Fläche aus Arbeiter- und Urwaldplättchen. Hierbei ist zu beachten, das niemals zwei der beide genannten Arten an Plättchen aneinander über eine Kante angrenzen dürfen, sondern Arbeiterplättchen immer an Urwaldplättchen angelegt werden und umgekehrt.

Gespielt wird reihum. Der aktive Spieler wählt eines seiner Arbeiterplättchen aus und legt es mit mindestens einer Kante an ein bereits bestehendes Urwaldplättchen an. Entsteht durch das Anlagen des Arbeitsplättchen ein Bereich an dem ein Urwaldplättchen an mindestens zwei Arbeiterplättchen angelegt werden kann, so nimmt der aktive Spieler ein Urwaldplättchen aus der offenen Auslage und legt es genau an diese Stelle. Wurden alle Bereiche aufgefüllt, wird die offene Auslage wieder auf zwei Urwaldplättchen aufgefüllt. Sind alle Urwaldplättchen bereits im Spiel, entfällt das Auffüllen.
Nun werden alle Arbeiter aktiviert die neu an ein Urwaldplättchen angelegt wurden, oder an die ein neues Urwaldplättchen angelegt wurde. Das können auch Arbeiter der anderen Spieler sein. Zeigt an Arbeiterplättchen an einer Karte mehrere Arbeiter, so wird die Aktion des Urwaldplättchen entsprechend häufig durchgeführt. Die Reihenfolge in der die Aktionen durchgeführt werden bestimmt jeder Spieler selber. Er kann dabei ganz oder teilweise auf Aktionen verzichten. Liegen mehrere Arbeiter an einem Urwaldplättchen müssen diese Aktionen hintereinander ausgeführt werden. Aktionen mehrere Arbeiter an einem Urwaldplättchen dürfen nicht durch andere Aktionen unterbrochen werden.
Folgende Aktionen bieten die Urwaldplättchen:
Plantage: Für jeden angrenzenden Arbeiter nimmt sich der Spieler so viele Cacaofrüchte wie Plantagen auf dem Plättchen abgebildet sind. Die Plättchen zeigen entweder eine oder zwei Plantagen. Allerdings kann jeder Spieler maximal fünf Cacaofrüchte auf seinem Tableau lagern. Überzählige Cacaofrüchte verfallen.
Markt: Für jeden angrenzenden Arbeiter kann der Spieler eine Cacaofrucht verkaufen. Dafür erhält er pro Frucht den auf dem Markt angegeben Verkaufspreis in Gold. Ein Markt zahlt entweder zwei, drei oder vier Gold pro Frucht.
Goldgrube: Für jeden angrenzenden Arbeiter erhält der Spieler den auf der Grube angegeben Wert in Gold. Es gibt Gruben die ein oder zwei Gold liefern.
Wasser: Für jeden angrenzenden Arbeiter zieht der Wasserträger auf dem Spielertableau ein Feld nach vorn. Auf jedem Feld sind Punkte angegeben. Am Ende des Spiels erhält man die Punkte auf dem der eigene Wasserträger steht.
Sonnenkultstätte: Für jeden angrenzenden Arbeiter nimmt sich der Spieler einen Sonnenstein. Allerdings kann jeder Spieler maximal drei Sonnensteine auf seinem Tableau lagern. Überzählige Sonnensteine verfallen. Falls am Ende des Spiels alle Urwaldplättchen aufgebraucht sind, kann der Spieler gegen Abgabe eines Sonnensteins ein eigenes Arbeiterplättchen überbauen anstatt es ganz normal in der Auslage einzubauen. Überbaute Arbeiterplättchen dürfen nicht erneut überbaut werden.
Tempel: Der Tempel hat im laufenden Spiel keine Wirkung. Am Ende des Spiels erhalten die Spieler mit den meisten und den zweimeisten angrenzenden Arbeitern sechs bzw. drei zusätzliche Gold.
Haben alle Spieler alle Aktionen abgehandelt, zieht der aktive Spieler, sofern möglich, ein Arbeiterplättchen von seinem Nachziehstapel auf seine Hand und der nächste Spieler ist an der Reihe.

Das Spiel endet wenn alle Spieler alle Arbeiterplättchen in der Auslage eingebaut haben. Es folgt eine Schlusswertung. Zunächst werden der Reihe nach alle Tempel ausgewertet. Der Spieler der an einem Tempel die meisten angrenzenden Arbeitern hat erhält sechs Gold, der Spieler mit den zweitmeisten Arbeitern erhält drei Gold. Haben mehrere Spieler die meisten Arbeiter, wird das Gold gleichmäßig an diese Spieler, gegebenenfalls abgerundet, verteilt. Ein zweiter Platz wird dann nicht vergeben. Analog wird mit einem nicht eindeutigen zweiten Platz verfahren. Nachdem alle Tempel gewertet worden sind. erhalten die Spieler noch so viel Gold, wie der aktuelle Platz des Wasserträgers anzeigt und für jede Sonnenscheibe im eigenen Vorrat noch genau ein Gold. Es gewinnt der Spieler der in Summe, das meiste Gold sammeln konnte.

(Superfred 31.05.15)

Weitere Infos:
- Die Homepage von Abacus Spiele

Superfred vergibt 9 von 10 Punkten:
Cacao ist ein tolles Legespiel für die ganze Familie. Reihum legen die Spieler Plättchen in die allgemeine Auslage, erhalten für die unterschiedlichen Aktionen Punkte und bilden nach und nach eine Dschungellandschaft. Auf den ersten Blick erinnert das Spiel an ein Szenario von Carcassonne. Immerhin legt man auch hier gemeinsam Plättchen in eine Auslage, durch die nach und nach eine Landschaft entsteht, wodurch man Punkte erhalten kann. Bei genauer Betrachtung gibt es dann aber doch reichlich Unterschiede zum gerade genannten Klassiker. Jeder Spieler besitzt einen eigenen Satz an Arbeiter-Plättchen von denen er immer drei auf der Hand hat. Ist man der Reihe legt man eines seiner Plättchen in die Auslage. Nun wird überprüft, ob es frei Eckfelder gibt, diese werden sofort mit Aktionsplättchen gefüllt, die aus der allgemeinen offenen Auslage genommen werden. Und erst danach erfolgt die Abrechnung des Zugs. Dieser Mechanismus kam bei uns sehr gut an. Er ist einfach und schnell zu verstehen, bietet aber gleichzeitig genügend Spielraum für taktische Überlegungen. Dadurch spricht Cacao eine breite Masse an Spielern an. Denn Cacao kann durchaus flockig bereits mit der ganzen Familie gespielt werden, in dem man eine Dschungellandschaft aufbaut und schaut welche Punkte sich dadurch entwickeln, oder in dem man versucht aus jedem Zug sein Optimum heraus zu holen, ohne dem nachfolgenden Spieler eine Vorlage zu liefern. Zieht man die zweitgenannte Spielweise vor, kann es allerdings dann in voller Besetzung durchaus auch schon mal zu Wartezeiten kommen. Bereits in der vorliegenden Version kann uns Cacao begeistern. Wird das Spiel erfolgreich sein, wovon man ausgehen kann, wird es sicherlich auch bald Erweiterungen mit neuen Aktionsplättchen geben, die den Spielern dann noch mehr Möglichkeiten bieten könnten. Ich persönlich freue mich bereits jetzt schon darauf. Für unsere Spielegruppe ist Cacao das Highlight im Bereich der aktuellen Familienspiele. Umso überraschter waren wir, dass das Spiel "nur" auf der Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres 2015 gelandet ist, denn Cacao hätte sicherlich den Titel in diesem Jahr verdient gehabt. Wer Legespiele mag, kann hier bedenkenlos zuschlagen. In Handel ist das Spiel für rund 25 Euro erhältlich.

Mini-Erweiterungen zu Cacao: Bislang gibt es zwei Mini-Erweiterungen zu dem Spiel Cacao.
Großer Markt und Goldener Tempel

Erscheinungsjahr : 2015
Erhältlich : Frosted Adventskalender 2015
Spielmaterial : 2 Urwaldplättchen

Goldener Tempel: Anstelle eines Tempels kommt der Goldene Tempel ins Spiel. Angrenzende Spieler erhalten je nach Anzahl der Arbeiter am Spielende entweder acht oder nur ein Gold.

Großer Markt: Anstelle eines Marktes kommt der Große Markt ins Spiel. Angrenzende Arbeiter verkaufen Cacaofrüchte für je fünf Gold.
Cacao Großer Markt und Goldener Tempel Abacus
Vulkane

Erscheinungsjahr : 2015
Erhältlich : Spiele Messe Essen 2015
Spielmaterial : 3 Urwaldplättchen - 4 20er Goldmünzen

Vulkane: Anstelle der drei Goldgruben kommen die Vulkane ins Spiel. Angrenzende Arbeiter erhalten je nach Seite entweder zwei Gold oder müssen, sofern vorhanden, ein Gold abgeben.


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