Carcassonne

Auf einen Blick:
Verlag : Hans im Glück
Autor : Klaus-Jürgen Wrede
Grafik : Doris Matthäus
Spieleranzahl : 2-5
Alter : ab 8 Jahren
Dauer : 30-45 min.
Erscheinungsjahr : 2000
 
Spielart: Legespiel

Auszeichnungen:
Spiel der Jahres 2001
Deutscher Spielepreis 2001 (Platz 1)
SdS: Spielehit mit Freunden 2001
NL Spielepreis 2001 Nominierungsliste
IGA Multiplayer Nominierungsliste 2001

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Erweiterungen zu Carcassonne:
Eigenständige Spiele der Carcassonne-Familie:

Das Spielmaterial
72 Landschaftskarten - 40 Gefolgsleute - 1 Wertungstafel - 1 Beiblatt - 1 Spielanleitung

In diesem Spiel bauen die Spieler die berühmte französische Festungsstadt Carcassonne nach, die bereits den Römern für ihre starken Verteidigungsanlagen bekannt war. Die Spieler versuchen dabei, möglichst viele Punkte zu machen. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt das Spiel.

Die Startkarte wird aussortiert und in die Mitte des Tisches gelegt, die anderen Landschaftskarten werden in mehreren verdeckten Nachziehstapeln abgelegt. Jeder Spieler erhält 8 Gefolgsleute in der von ihm gewählten Farbe und platztiert jeweils einen davon auf dem Feld 0 der Wertungstafel. Der jüngste Mitspieler darf einen Startspieler bestimmen.

Jeder Spieler kann/muss dann, im Uhrzeigersinn, folgende Aktionen durchführen:

1. Der aktive Spieler nimmt sich eine Karte von einem der Nachziehstapel und baut es in die entstehende Stadt ein. Dabei gilt es zu beachten, dass alle Spieler an der gleichen Stadt bauen. Auf den Karten befinden sich Wiesenstücke, Straßenabschnitte oder Stadtteile und Klöster. In der Regel befinden sich mehrere verschiedene Teile auf einer Karte. Außerdem ist zu beachten, dass eine Karte immer mit mindestens einer Seite an eine bereits vorhandene Karte angelegt werden muss. Außerdem müssen bereits begonnene Strassen, Wiesenstücke und Stadtteile fortgesetzt werden. Eine Karte muss also immer passend eingebaut werden. Es ist nicht möglich, eine Karte diagonal an andere Karten anzulegen.

2. Hat der aktive Spieler eine Karte eingebaut, kann er nun einen Gefolgsmann auf die gerade eingebaute Karte setzen. Dabei muss ein Spieler sich entscheiden, auf welchen Teil der Karte er seinen Gefolgsmann setzt, wenn die Karte z.B. in Wiese, Stadt und Strasse unterteilt ist, muss er sich eindeutig für einen Teil entscheiden. Grundsätzlich gilt außerdem, dass - im Falle einer Fortsetzung einer bereits mit einem gegnerischen Gefolgsmann belegten Stadt, Straße oder Wiese - kein eigener Gefolgsmann dort mehr eingesetzt werden darf. Befindet sich bspw. ein gegnerischer Gefolgsmann in der Stadt, die man durch den Einbau seiner Karte gerade fortgesetzt hat, darf dort kein eigener Gefolgsmann mehr auf den Stadtteil der Karte gestellt werden. Befinden sich auf der Karte aber z.B. auch noch gleichzeitig eine Strasse, auf der sich noch kein Gefolgsmann eines anderen Spielers befindet, kann der aktive Spieler seinen Gefolgsmann durchaus auf diesem Straßenabschnitt einsetzen. Auch wenn sich nur eigene Gefolgsleute z.B. in einer Stadt befinden, dürfen keine zusätzlichen eingesetzt werden. Man kann nur durch geschicktes Einbauen der Karten versuchen, andere Stadtteile mit Gefolgsleuten, die noch nicht zur aktuellen Stadt gehören, in diese Stadt mit einzubinden. So kann man sich z.B. die Mehrheit sichern oder gleichziehen.

3. Es findet immer eine Wertung statt, wenn der Bau einer Strasse, einer Stadt oder eines Klosters abgeschlossen wurde. Eine Strasse ist fertig, wenn die Strasse an beiden Seiten Endstücke hat (also ein Stadttor, ein Kloster oder eine Kreuzung). Der Spieler, der einen Gefolgsmann auf dieser Strasse platztiert hat, erhält soviele Punkte, wie diese Strasse Karten hat. Sollte ein Spieler die Mehrheit an Gefolgsleuten auf dieser Strasse haben, gilt das Gleiche. Bei einem Gleichstand - d.h. beide Spieler haben bspw. einen Gefolgsmann auf der Strasse stehen - erhalten beide Spieler die volle Punktzahl. Eine Stadt ist fertig, wenn die Stadtmauer komplett geschlossen ist. Für die Punktevergabe gilt das Gleiche, allerdings erhält hier der Spieler 2 Punkte für jeden Stadtteil und für jedes Wappen in der Stadt 2 Punkte zusätzlich. Ein Kloster gilt als vollendet, wenn es von 8 Landschaftskarten umgeben ist. Der Spieler, der seinen Gefolgsmann auf das Kloster gesetzt hat (auf einem Kloster kann immer nur ein Gefolgsmann stehen) erhält dafür sofort 9 Punkte. Wurde eine Wertung durchgeführt, werden die dementsprechenden Gefolgsleute wieder in den eigenen Vorrat zurückgenommen. Auch für die Wiese gilt die Regel, dass sich zum Zeitpunkt des Einsetzens eines Gefolgsmannes dieser der einzige Gefolgsmann in dem Gesamtkonstrukt sein muss. Wiesen werden allerdings erst am Spielende gewertet.

Die Wertung erfolgt, nachdem die letzte Karte eingebaut wurde. Zunächst werden alle Baustellen gewertet, d.h. die Orte, wo der Bau nicht abgeschlossen wurde. Für eine unfertige Strasse (also ohne 2 Endstücke) erhält der Besitzer pro Abschnitt einen Punkt, für eine unfertige Stadt (ohne geschlossene Stadtmauer) erhält der Spieler pro Stadtteil 1 Punkt und einen zusätzlichen Punkt für ein Wappen. Danach werden dann noch die Wiesen gewertet: Alle Städte die an Wiesen angrenzen, sind grundsätzlich drei Punkte wert. Danach wird kontrolliert, ob eine Stadt an eine Wiese angrenzt, auf der ein Spieler einen seiner Gefolgsleute eingesetzt hat. Ist dies der Fall, erhält der Spieler pro Stadt, die an diese Wiese angrenzt, drei zusätzliche Punkte. Befinden sich mehrere unterschiedliche Gefolgsleute auf der Wiese, erhält entweder der Spieler mit den meisten Gefolgsleuten alle Punkte oder die Spieler, die gleich viele Gefolgsleute dort haben erhalten auch die gleiche Punktzahl. Für eine Stadt kann es mehrfach 3 Punkte geben, wenn sie an verschiedene Wiesen angrenzt. Danach wird geguckt, welcher Spieler die höchste Gesamtpunktzahl erreicht hat. Dieser Spieler gewinnt das Spiel.
(Troudi 10.01.05)

Weitere Infos:
- Die Homepage von Hans im Glück
- Die Homepage rund um Carcassonne
- In der Brettspielwelt kann man Carcassonne online spielen
- Carcassonne aus PC-Spiel

Troudi vergibt 9 von 10 Punkten:
"Carcassonne" ist ein echtes Highlight. Das Spiel ist schnell erklärt, die Regeln sind einfach zu verstehen, die Grafik ist nett und das Spiel spielt sich sehr flüssig. Wer "Carcassonne" zum ersten Mal spielt, dem wird schon bald klar werden, dass man es hier mit einem relativ komplexen Spiel zu tun hat, wobei der Erfolg nicht vor allem vom Glück beim Nachziehen der Karten abhängig ist. Es gibt viele verschiedene Strategien zum Sieg, eine der wesentlichen ist allerdings die Methode, dass man immer versucht, den Gegner möglichst zu stören indem man seine Plättchen so einbaut, dass man mindestens auch noch die gleichen Punkte bei der Fertigstellung einer Stadt oder einer Strasse bekommt, sich vielleicht sogar die Mehrheit sichert. "Carcassonne" wird je zeitintensiver, desto öfter man es spielt:  Man findet immer mehr Strategien und Ideen. Das Spiel ist außerdem für so ziemlich alle Alters- und Interessensgruppen geeignet, bei uns kommt es regelmäßig auf den Tisch, besonders viel Spaß macht aber das Spielen auch Online, da man hier immer auf neue Gegner trifft. "Carcassonne" hat die verliehenen Preise auf jeden Fall verdient. Und obwohl es mittlerweile zahlreiche Ergänzungen und Versionen zu und von "Carcassonne" gibt, ist und bleibt die Grundversion (gemeinsam mit der 1. Erweiterung) das beste "Carcassonne".

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