Zug um Zug

Auf einen Blick:
Verlag : Days of Wonder
Autor : Alan R. Moon
Grafik : Julien Delval
Spieleranzahl : 2-5 Spieler
Alter : ab 8 Jahren
Dauer : 30-60 min
Erscheinungsjahr : 2004

Spielart: Aufbauspiel

Auszeichnungen:
Spiel der Jahres 2004
Deutscher Spielepreis 2004 (Platz 6)
Schweizer Spielepreis 2004 Familie (Platz 2)
As d'Or Spiel des Jahres 2004
IGA Multiplayer Nominierungsliste 2004
Best Japanese Game 2006 (Platz 1)
Japanese Best Advanced Game 2004 (Platz 1)

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Anmerkung:
Die Zug um Zug Familie wächst. Folgende weitere eigenständige Titel sind ebenfalls schon erschienen:
2005: Zug um Zug Europa
2006: Zug um Zug Märklin Edition

Das Spielmaterial
1 Spielplan - 240 Waggons - 110 Wagenkarten - 30 Zielkarten - 1 Übersichtskarte - 5 Zählsteine - 1 Spielregel

Es geht darum Eisenbahnlinien kreuz und quer durch Amerika zu bauen. Für die einzelnen Verbindungen und das Anschließen von Städten auf eigenen Zielkarten gibt es Siegpunkte. Die Siegpunkte für die Strecken gibt es sofort (s.u.), die Punkte in Höhe der Zahl auf der Zielkarte gibt es erst am Spielende, allerdings nur wenn man es geschafft hat, tatsächlich eine Verbindung zwischen den beiden angegebenen Städten herzustellen. Anderenfalls werden die Punkte abgezogen. Der Spieler mit den meisten Siegpunkten gewinnt.

Jeder Spieler stellt seinen Spielstein auf die 0 der Zählleiste. Die Übersichtskarte wird bereitgelegt. Jeder Spieler erhält die Waggons in seiner Farbe. Danach erhält jeder Spieler 4 Waggonkarten, außerdem 3 Zielkarten. Von den Zielkarten muss er zwei auf jeden Fall behalten, die dritte nur wenn er möchte. Danach werden die übrigen Zielkarten verdeckt neben den Spielplan gelegt, genauso die übrigen Waggonkarten, von denen allerdings noch 5 offen neben den Stapel gelegt werden. Der "erfahrenste Reisende" wird Startspieler, danach folgen die anderen Mitspieler im Uhrzeigersinn. Der aktive Spieler muss in seinem Zug eine der drei folgenden Aktionsmöglichkeiten durchführen:

1. Der Spieler nimmt sich 2 Wagenkarten. Er kann eine von den 5 offenen Karten nehmen, dann wird sofort eine neue Karte vom Nachziehstapel aufgedeckt. Der Spieler kann aber auch die oberste Karte vom verdeckten Stapel nehmen. Danach kann er sich noch ein zweites Mal für eine Karte entscheiden. Es gibt kein Handkartenlimit.

2. Der Spieler entschließt sich, Wagenkarten auszubauen und eine Strecke zu bauen. Dabei muss der Spieler jeweils Karten entsprechend der Farbe und der Anzahl der Strecke abgeben, auf der er bauen will. Er kann nie ein Teilstück bauen, die Strecke muss immer komplett fertiggestellt werden. Auf dieser Strecke platziert der aktive Spieler dann die Waggons seiner Spielfarbe. Auf grauen Strecken kann eine beliebige Farbe von Wagenkarten abgegeben werden, die Kartenanzahl muss aber nach wie vor der Anzahl der Felder entsprechen. Auf Einzelstrecken kann immer nur ein Spieler bauen, auf Doppelstrecken jeweils zwei Spieler. Dabei ist zu beachten, dass ein und derselbe Spieler niemals beide Teile einer Doppelstrecke bebauen darf.
Zusätzlich zu den farbigen Wagenkarten gibt es auch noch Lokkarten. Lokkarten sind Joker und können beliebig im Spiel für jede Farbe verwendet werden. Strecken können auch nur mit Lokkarten gebaut werden. Für jede Strecke erhält der Spieler sofort Punkte auf der Siegpunktleiste (1 Punkt für 1 Waggon, 2 Punkte für 2 Waggons, 4 Punkte für 3 Waggons, 7 Punkte für 4 Waggons, 10 Punkte für 5 Waggons und sogar 15 Punkte für 6 Waggons).

3. Als dritte Aktionsmöglichkeit kann sich ein Spieler die obersten drei Karten vom Zielkartenstapel nehmen. Er muss mindestens eine Karte behalten und kann bis zu 3 Karten behalten. Karten die nicht gewählt werden, kommen wieder unter den Stapel zurück.

Das Spiel endet, sobald ein Spieler nur noch 1 oder 2 Waggons in seinem Vorrat hat. Dann ist jeder Spieler - inkl. dem Spieler, der das Spiel gerade beendet hat - noch einmal dran. Danach erfolgt die Abschlusswertung: Jeder Spieler erhält - zusätzlich zu seinen bisher erzielten Siegpunkten - noch die Punkte für seine Zielkarten. Sollte er aber Zielkarten nicht erfüllt haben, werden ihm dafür Punkte abgezogen, die der Höhe der Zahl auf der Karte entsprechen. Der Spieler der die längste zusammenhängende Strecke hat erhält außerdem nochmal 10 Extrapunkte. Der Spieler mit den meisten Siegpunkten gewinnt.
(Troudi 21.12.04)

Weitere Infos:
- Die Homepage von Days of Wonder

Troudi vergibt 7 von 10 Punkten:
Da bei der Wahl zum Spiel des Jahres natürlich auch Familienfreundlichkeit immer ein Auswahlkriterium ist, ist "Zug um Zug" zu Recht Spiel des Jahres geworden: Die Regeln sind sehr einfach und blitzschnell erklärt, die ausführliche Anleitung enthält zu jedem Thema Beispiele und lässt keine Fragen offen. Das Spiel kann einfach nur so runtergespielt werden, ist aber auch taktisch zu spielen und erfahrene Spieler machen das auch. Was vor allem die Taktiker stören dürfte - deswegen gibt es auch nur 7 Punkte - sind die Zielkarten: Die Zielkarten bringen ein zu großes Glücksmoment in das Spiel, wer die richtigen Karten zieht kann gewinnen, ohne viel gebaut zu haben. Hätte man die Zielkarten einfach weggelassen, hätte das dem Spielspaß nicht geschadet und hätte das Spiel auch für Taktiker noch wesentlich reizvoller gemacht. Für Familien und Gelegenheitsspieler ist "Zug um Zug" aber auf jeden Fall eine Empfehlung wert.

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