Pandemie

Auf einen Blick:
Verlag : Pegasus
Autor : Matt Leacock
Graphik : Regis Moulon / Joshua Cappel
Spieleranzahl : 2-4 Spieler
Alter : ab 12 Jahren
Dauer : 45-60 min.
Erscheinungsjahr : 2008

Spielart : Kooperationsspiel

Auszeichnungen:
Spiel der Jahres 2009 Nominierungsliste
Deutscher Spielepreis 2009 (Platz 3)
SdS: Spielehit für Experten 2009
NL Spielepreis 2009 Nominierungsliste
As d'Or Nominierungsliste 2009
IGA Multiplayer Nominierungsliste 2008
Best Japanese Boardgame 2009 (Platz 2)

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Pandemie von Pegasus

Das Spielmaterial
1 Spielplan - 5 Spielfiguren - 6 Forschungslabore - 6 Marker - 96 Seuchenwürfel - 59 Spielerkarten - 48 Infektionskarten - 5 Rollenkarten - 4 Übersichtskarten - 1 Spielregel

Die gesamte Welt ist in Alarmzustand versetzt: Weltweit sind nahezu gleichzeitig 4 verschiedene tödliche Seuchen ausgebrochen, die bisher noch unbekannt sind. Deshalb werden die Experten des Seuchenbekämpfungsteams ausgesendet, um diese bedrohlichen Seuchen zu bekämpfen. Dabei müssen durch geschickte Kooperation die Seuchen eingedämmt und Impfstoffe entwickelt werden, bevor sich Epidemien ausbreiten können und die gesamte Menschheit auslöschen werden.

Vor dem Spiel werden die Rollenkarte gemischt und jeder Spieler zieht eine davon. Die entsprechende Figur stellt jeder Spieler nach Atlanta, wo sich das Seuchenkontrollzentrum befindet. Deshalb wird auch eine Forschungsstation hier aufgestellt. Der Ausbruchsmarker kommt auf das Feld 0 der Ausbruchsleiste, der Infektionsmarker auf das Feld 2 auf der Anzeige für die Infektionsrate und die vier Gegenmittelmarker neben den Spielplan.  Die Spielerkarten werden gemischt, nachdem die 6 Epidemiekarten entfernt wurden, und jedem Spieler werden 2 (bei 4 Mitspielern), 3 (bei 3 Mitspielern) bzw. 4 Karten (bei 2 Mitspielern) ausgeteilt.  Nun werden die Spielerkarten in so viele Nachziehstapel aufgeteilt, wie dies der gewünschten Schwierigkeitsstufe entspricht: Für das Einführungsspiel in 4 Stapel, für das Standardspiel in 5 und das Heldenspiel in 6 Stapel. Danach wird in jeden der Stapel eine Epidemiekarte eingemischt. Die überschüssigen Epidemiekarten kommen zurück in die Schachtel. Die Infektionskarten werden gemischt und kommen als verdeckter Nachziehstapel neben den Spielplan.  Nun werden noch die ersten Seuchenwürfel auf dem Spielplan verteilt: Dazu werden von dem Stapel mit den Infektionskarten 3 Karten gezogen. In jede dieser Städte kommen drei Würfel der Farbe, die der Farbe der jeweiligen Karte entsprechen. Danach werden weitere 3 Karten gezogen und jeweils 2 Würfel in die entsprechenden Städte gelegt ; danach werden nochmal 3 Karten gezogen und dann 1 Würfel in die entsprechende Stadt gelegt. Die 9 gezogenen Karten bilden die ersten Karten eines Ablagestapels. Der Spieler, der zuletzt krank war, wird Startspieler.

Das Spiel wird in Spielerzügen gespielt, bis das Spiel zu Ende ist. Der Startspieler beginnt das Spiel, danach ist dann immer der nächste Spieler im Uhrzeigersinn an der Reihe. In seinem Zug muss jeder Spieler zunächst 4 Aktionen durchführen, dann darf er 2 Spielerkarten auf die Hand nehmen und muss danach die Rolle des Überträgers übernehmen. Das funktioniert folgendermaßen

1. Aktionen ausführen
Der Spieler kann bis zu 4 einfache und/oder besondere Aktionen durchführen. Dabei können die Aktionen in beliebiger Reihenfolge und beliebig oft durchgeführt werden. Jede Rolle hat bestimmte Eigenschaften, die einige Aktionen erleichtert. Folgende Aktionen stehen zur Auswahl:
2. Spielerkarten ziehen
Der Spieler muss die beiden obersten Karten vom Stapel mit den Spielerkarten ziehen und auf die Hand nehmen. Dabei können nicht nur Karten mit Städtenamen darauf gezogen werden, sondern auch noch zwei andere Kartenarten:
3. Die Rolle des Überträgers übernehmen
Der Spieler muss so viele Infektionskarten vom Stapel ziehen, wie dies der aktuellen Infektionsrate entspricht. In die jeweiligen Städte kommt 1 Infektionswürfel in der Farbe, die der Karte entspricht. Auch hier kann es wieder, wie oben beschrieben, zu Ausbrüchen kommen. Hat ein Spieler alle diese 3 Schritte seines Spielerzuges durchlaufen, dann ist der nächste Spieler im Uhrzeigersinn an der Reihe.

Das Spiel endet, sobald eines der folgenden Ereignisse eintritt: Der Nachziehstapel mit den Spielerkarten ist zu Ende, es sind nicht mehr genügend Infektionswürfel einer Farbe verfügbar die auf den Spielplan gelegt werden können, der Ausbruchsmarker erreicht das letzte Feld der Ausbruchsleiste oder das vierte Gegenmittel wird entdeckt. In den ersten drei Fällen verlieren die Spieler das Spiel und nur im letzten Fall haben die Spieler gewonnen. Es gibt also nur einen gemeinsamen Sieg oder eine gemeinsame Niederlage.
(Troudi 30.10.09)

Weitere Infos:
- Die Homepage von Pegasus

millibeth vergibt 9 von 10 Punkten:
Das Thema ist dann vielleicht doch aktueller, als ursprünglich beabsichtigt und dann vielleicht nicht Jedermanns Sache, aber gut. Ich finde das Spiel rundum gelungen. Was spricht also für das Spiel: Erstens sind das wohl die einfachen und schnell zu erklärenden Regeln, die einen schnellen Einstieg ins Spiel möglich machen. Zweitens ist es der schnelle und - wie so üblich bei Kooperationsspielen - interaktive Spielablauf, der mir gut gefällt. Hier gibt es keine langen Nachdenkorgien etc., lediglich eine sinnvolle Koordination der Spieler untereinander ist notwending. Drittens gefiel mir der veränderbare Schwierigkeitsgrad sehr gut und das Spiel ist ohnehin nicht schon ganz einfach. Das führt mich dann auch zu viertens: Nämlich dem Schwierigkeitsgrad. Auch der ist nämlich gut und das Spiel somit machbar aber auch nicht zu einfach. Fünftens gefällt mir gut, dass der Spielablauf jedes Mal ein ganz anderer ist. Sechstens: Auch die Spieldauer ist super. Wir haben für keine Partie - egal in welcher Besetzung - mehr als 60 Minuten gebraucht und auch das spricht für das Spiel. Insgesamt sollte man "Pandemie" unbedingt mal spielen. In puncto Spielerfreundlichkeit und Kurzweile fällt mir gerade kein besseres Kooperationsspiel ein - und auch sonst erfüllen viele Spiele diese beiden essentiellen Kriterien leider nicht. "Pandemie" ist für ca. 30 Euro im Handel zu haben.

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