The Mind

Vielen Dank an den NSV für ein Rezensionsexemplar

Auf einen Blick:
Verlag : NSV
Autor : Wolfgang Warsch
Grafik : Sandra und Oliver Freudenreich
Spieleranzahl : 2 bis 4 Spieler
Alter : ab 8 Jahren
Dauer : ca. 20 min
Erscheinungsjahr : 2018

Spielart: Konzentrationsspiel

Auszeichnungen:
Spiel des Jahres 2018 Nominierungsliste

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The Mind von NSV

Das Spielmaterial
100 Spielkarten - 12 Level-Karten - 5 Leben-Karten - 3 Wurfstern-Karten - 1 Spielanleitung

Ziel des Spiels ist es, gemeinsam, aber ohne jegliche Absprachen, Zahlenkarten in aufsteigender Reihenfolge abzulegen.

Zu Beginn des Spiels werden die 100 Zahlenkarten gut gemischt und zu einem verdeckten Nachziehstapel bereitgelegt. Je nach Spieleranzahl werden bis zu zwölf Level-Karten nach der Levelzahl sortiert, wobei die kleinste Level-Karte oben auf liegt. Im Spiel zu viert spielt man zum Beispiel nur acht Level. Die Karten, die die Anzahl für die Spielerleben und deren Wurfsterne anzeigen, werden nun ebenfalls in Abhängigkeit der Spieleranzahl auf dem Tisch ausgelegt. Im Spiel zu viert startet man mit vier Leben und einem Wurfstern.

Gespielt wird über mehrere Runden. Begonnen wird mit Level 1. Jeder Spieler erhält so viele Karten auf die Hand, wie es die Nummer des Levels angibt. Im ersten Level erhält also jeder Spieler eine Karte auf die Hand.
Alle Spieler spielen dabei gleichzeitig.  Nachdem sich jeder Spieler seine Karte angeschaut hat und bereit ist mit der Runde zu beginnen, legt er eine Hand flach auf dem Tisch. Haben das alle Spieler getan, startet die Runde. Jeder Spieler versucht nun seine Karte offen in die Tischmitte abzuspielen, ohne sich mit den Mitspielern über die Zahlenwerte auszutauschen, mit dem Ziel, dass nachdem alle Karten gespielt worden sind, diese ein aufsteigende Ablagedeck bilden.
Wurde die Aufgabe erfolgreich gelöst kann der nächste Level gespielt werden. Wird jedoch eine falsche Karte ausgelegt wird das Level kurz unterbrochen. Die Spieler verlieren ein Leben und legen danch alle Karten ab, die einen niedrigen Wert haben, als die zuletzt gespielte Zahlenkarte. Danach legen alle Spieler wieder eine Hand auf den Tisch. Haben das alle Spieler gemacht wird das Level wieder aufgenommen.
Für das nächste Level werden wieder alle 100 Zahlenkarten gemischt.
Einige Level geben den Spielern nach erfolgreichem Gelingen zusätzliche Leben oder Wurfsterne. Diese Belohnungen sind auf den Levelkarten abgebildet.
Jedem Spieler ist es zu jederzeit erlaubt einen vorhandenen Wurfstern einzusetzen. Hierzu hebt einfach seine Hand. Stimmen alle Spieler dieser Anfrage zu, legt jeder Spieler offen seine niedrigste Karte beiseite. Danach legen alle Spieler wieder eine Hand offen auf den Tisch. Haben das alle Spieler gemacht, geht das Spiel wieder weiter.

Das Spiel endet in besten Fall damit, dass alle Level erfolgt durchgespielt werden konnten. Ansonsten endet das Spiel wenn die Gruppe ihre letzte Leben.Karten abgeben müssen.

Variante:
Ist die Gruppe so gut einspielt, dass sie die Level problemlos meistert, können die Level absofort verdeckt gespielt werden. Dieses bedeutet, dass die Zahlenkarten von nun an nicht mehr offen, sondern verdeckt in die Tischmitte gespielt werden. Erst wenn alle Spieler alle Karten abgelegt haben, wird der Ablagestapel auf Richtigkeit der gespielten Karten kontrolliert.

(Superfred 14.03.18)

Weitere Infos:
- Die Homepage vom Nürnberger Spielkartenverlag (NSV)
- Die Homepage von Oliver Freudenreich

Superfred vergibt 9 von 10 Punkten:
The Mind ist ein Spiel in dem es darum geht, ohne Absprachen, gemeinsam im Team Handkarten in aufsteigenden Reihenfolge abzulegen. Der eine oder andere Spieler wird sich sicherlich nun die Fragen stellen wie das möglich sein soll. Nun, es ist möglich und die Frage nach dem wie lässt sich ganz einfach mit Timing und Zeitgefühl beantworten. The Mind ist sicherlich kein Spiel für Jeden. Man muss sich klar sein, dass das Spiel nur dann funktionieren kann, wenn jeder Spieler im Team zu jederzeit zu hundert Prozent am Spiel beteiligt ist. Kleine Aufmerksamkeitsfehler oder ein Disinteresse am Spiel sorgen nicht nur das man scheitern wird. Es sorgt auch dafür das den anderen Spielern den Spaß am Spiel genommen wird. Auf der anderen Seite ist The Mind aber auch genau deshalb ein tolles Spiel, da eine Gruppe gemeinsam versuchen kann einen gemeinsamen spielerisch Nenner zu finden. Wie gesagt, ich kann jeden Spieler verstehen, der Abstand von The Mind nimmt, weil er einfach eine andere Vorstellung von einem gemeinsamen Spieleerlebnis hat. Wer sich aber darauf einlässt, erhält ein Spiel, welches sowohl frustieren aber gleichzeitig auch motivieren kann. Und was gibt es schöneres gemeinsam einen Level erfolgtreich zu meistern. Machen wir uns nichts vor. Die Gruppe kann noch so gut sein, aber auch das Kartenglück muss es Stück weit mitspielern. Lauten die Karten bei drei Spieler im Level Eins 10, 40 und 90 werden wahrscheinlich auch unerfahrene Spieler das erste Level problemlos schaffen. Lauten die Werte aber zm Beispiel 30, 31 und 32 wird selbst eine erfahrene Gruppe scheitern. Schließlich sind ein Stück weit Fehler erlaubt. Dafür gibt es die Leben-Karten. Und bei kritischen Karten-Kombos kann schließlich auch ein Wurfstern benutzt werden, wodurch manche Extremsituation abgefedert werden kann. Timing-Momente werden in Brett und Kartenspielen eher selten benutzt. Viele Spieler finden so ein Spielelement als ansträngend. Bei The Mind steht genau dieses Spielelement im Focus. Zu recht kann man sagen, dass The Mind sich damit von allen anderen Spielen deutlich unterscheidet. Man muss es nicht mögen. Wenn man sich aber darauf einlässt bietet The Mind ein unglaublich intensives und unvergleichliches Spieleerlebnis. Bislang war uns der Autor Wolfgang Warsch in unserer Spielegrupe völlig unbekannt. Mit diesem Spiel hat es sich aber zumindest bei den Spielefreaks eine Namen gemacht. Denn egal ob man The Mind mag oder nicht, es polarisiert und sorgt für Gesprächsstoff. Wer selbst auf die Abenteuerreise The Mind gehen möchte zahlt im Handel aktuell rund 9 Euro für dieses außergewönliche Spiel.

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