7 Wonders
Erweiterung: Manneken Pis


Auf einen Blick:
Verlag : Repos Production
Autor : Antoine Bauza
Grafik : Miguel Coimbra
Spieleranzahl : 2 bis 7 Spieler
Alter : ab 10 Jahren
Dauer : ca. 30 min.
Erscheinungsjahr : 2010
 
Spielart : Kartenablegespiel

Auszeichnungen:
Kennerspiel der Jahres 2011
Deutscher Spielepreis 2011 (Platz 1)
A la carte 2011 (Platz 1)
SdS: Spielehit mit Freunden 2011
Niederländischer Spielepreis 2011 (Platz 2)
Swiss Gamers Award 2010 (Platz 1)
As d'Or Preis der Jury 2011
Juego del Ano 2011 Finalist
Vuoden Aikuistenpeli 2011
IGA Multiplayer Hauptpreis 2011
Best Japanese Boardgame 2011 (Platz 1)

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7 Wonders von Repos Production

Das Spielmaterial
7 Weltwunder-Spielpläne - 7 Weltwunder-Karten - 49 Karten: 1. Zeitalter - 49 Karten: 2. Zeitalter - 50 Karten: 3. Zeitalter - 42 Konflikt-Marker - 50 Münzen - 1 Wertungsblock - 2 Karten für das 2er Spiel - 1 Spielanleitung

Ziel des Spieles ist durch geschicktes Auslegen von unterschiedlichen Karten möglichst viele Punkte zu sammeln.

Zu Beginn des Spieles wird das benötigte Spielmaterial in Abhängigkeit der Spieleranzahl bereit gelegt. Jeder Spieler erhält zufällig einen eigenen Weltwunderspielplan den er vor sich auslegt. Da über drei Runden gespielt wird, werden die Spielkarten nach Rückseite in drei Stapel sortiert und zu gut gemischten drei Kartenstapeln bereit gelegt. Außerdem erhält jeder noch drei Münzen als Startkapital

Gespielt wird über drei Durchgänge. Genutzt werden dabei die Karten, die der jeweiligen Runde entsprechen. Die Karten werden gut gemischt und danach jeweils sieben Karten an jeden Spieler verteilt. Jeder Durchgang besteht aus sechs Runden die alle wie folgt ablaufen.:
Zunächst wählt jeder Spieler aus seinen aktuellen Karten genau eine Karte aus die er ins Spiel bringen möchte. Die restlichen Karten legt er in einen Stapel, je nachdem in welchem Durchgang man sich gerade befindet, vor seinem linken (1. und 3. Durchgang) bzw vor seinem rechten Mitspieler (2. Durchgang) ab. Haben sich alle Spieler für ein Karte entschieden führt nun jeder Spieler gleichzeitig mit seiner Karte eine Aktion aus. Hierzu gibt es drei verschiedene Möglichkeiten.
Gebäude bauen: Jede Karte zeigt ein Gebäude, das im Spiel unterschiedliche Funktionen übernehmen kann:
  • Braune Gebäude bringen dem Spieler einen oder mehrere von vier möglichen Rohstoffen, die der Spieler in jeder Runde neu einsetzen kann.
  • Graue Gebäude bringen dem Spieler einen oder mehrere von drei möglichen Manufakturprodukten, die der Spieler in jeder Runde neu einsetzen kann.
  • Blaue Gebäude bringen dem Spieler Siegpunkte am Ende des Spiels so wie auf der jeweiligen Karte angegeben.
  • Grüne Gebäude bringen dem Spieler ebenfalls am Ende des Spieles Siegpunkte, in Abhängigkeit davon wie oft man jeweils die drei möglichen Forschungssymbole auf den Karten vorweisen kann.
  • Gelbe Gebäude bringen dem Spieler zusätzliche zusätzliche Ressourcen und Münzen, oder verbilligen zum Beispiel den Einkauf von Ressourcen.
  • Rote Gebäude bringen dem Spieler militärische Stärke, die am Ende eines jeden Durchgangs mit den benachbarten Mitspielern verglichen wird.
  • Violette Gebäude bringen dem Spieler am Ende weitere Siegpunkte, wenn man die auf der Karte geforderten Eigenschaften besitzt
Unabhängig von der Farbe gilt für alle Karten, dass man gegebenfalls Kosten für die Errichtung einer Karte zahlen muss in Form von Münzen oder Ressourcen. Manche Karten lassen sich immer umsonst einbauen, andere Karten sind kostenfrei wenn man bereits andere Karten in der eigenen Auslage besitzt. Um den Bau einer Karte zu bezahlen kann man entweder eigene Ressourcen nutzen, die das eigene Weltwunder oder bereits schon eigene ausgelegte Karten produzieren. Man kann Ressourcen aber auch von seinen beiden direkt benachtbarten Mitspielern erwerben. Auch wenn man eine Ressource bereits für den Bau eines Gebäudes eingesetzt hat, kann diese gleiche Ressource an einen benachbarten Spieler verkauft werden. Möchte man bei einem Nachbarn eine Ressource kaufen, kann der benachbarte Spieler diesen Kauf nicht abschlagen. Im Normalfall kauft man eine Ressource für 2 Münzen, durch gelbe Karten kann dieser Preis aber vergünstigt werden. Es ist zu keiner Zeit erlaubt, dass ein Spieler zweimal das gleiche Gebäude in seine Auslage legt.
Weltwunder bauen:Die meisten Weltwunder besitzen drei Baustufen. Um eine Baustufe zu vollenden wird eine beliebige Karte verdeckt unterhalb der Baustufe abgelegt. Oberhalb jeder Position ist angegeben was der Spieler für den Bau einer Baustufe einsetzten muss und was er für den Bau dieser Stufe erhält. Bauabschnitte können zu einem beliebigen Zeitpunkt des Spieles erbaut werden, allerdings müssen sie immer von links nach rechts erbaut werden.
Münzen erspielen: Kann oder möchte ein Spieler eine Karte nicht einsetzen, wird diese verdeckt auf den Ablegestapel gelegt. Da keine Karte in die eigene Auslage eingebaut worden ist, erhält der Spieler drei Münzen aus dem allgemeinen Vorrat.
Nachdem alle Spieler ihre Aktion durchgeführt haben, beginnt die nächste Runde. Jeder Durchgang endet in der sechsten Runde, also in der Runde in der jeder Mitspieler genau aus zwei Karten wählen kann. Auch hier enscheidet sich jeder Spieler für eine Karte mit der er eine Aktion durchführen möchte, die nicht benutzte Karte wird nun verdeckt auf den Ablagestapel gelegt.

Nach jedem Durchgang gibt es eine militärische Zwischenwertung. Jeder Spieler vergleicht die Summe der Werte auf seinen roten Karten mit seinem linken und rechten Nachbarn. Hat er eine höhere Punktzahl erhält er nach dem der 1/2/3 Durchgang 1/3/5 Punkte in Form von militätische Konfliktmarkern. Ist seine Punktzahl kleiner so bekommt er grundsätzlich eine Konfliktmarker mit -1 Punken. Diese erspielten Punktemarker werden offen auf dem eigenen Weltwunder ausgelegt.

Am Ende des Spieles, also nach der dritten militärischen Wertung, folgt nun eine umfangreiche Schlusswertung. Jeder Spieler addiert nun für sich die folgenden Punktewerte:
Der Spieler der nun in Summe über alle Bereiche die insgesamt die meisten Punkte aufweisen kann, gewinnt das Spiel.

In Spiel zu zweit wird mit einem sogenannte Dummy-Spieler gespielt. Die beiden Spieler übernehmen dabei abwechselnd die Kartenauswahl für das dritte Spielertableau.

(Superfred 14.06.11)

Weitere Infos:
- Die Homepage von Repos Production

Superfred vergibt 9 von 10 Punkten:
7 Wonders ist ein hervorragendes Optimierungsspiel. Allerdings musste das Spiel nachdem es zu Essen 2010 zunächst in einer auf 777 Exemplare limitierten Erstauflage erschienen ist, viel Schelte einstecken. So wurde unter anderem mokiert, das der Preis von über 40 Euro für ein einfaches Kartenspiel viel zu hoch sei. Sicher kann man das so sehen, aber letztendlich zahlt man nicht nicht für das reine Spielmaterial sondern vielmehr auch für die Spielidee und den Spielspass den man mit einem Spiel haben kann, und der ist bei 7 Wonders sehr hoch. Die Anleitung ist recht ausführlich, leider an einigen Stellen etwas ungenau, hat man aber erst einmal das Spielprinzip verinnerlicht bietet 7 Wonders unendliche Spielmöglichkeiten. Das Spiel verläuft jedesmal anders, was an den insgesamt sieben doppelseitigen Weltwunderkarten, aber auch an der Vielfalt der Karten liegt, die je nachdem wie sie kombiniert werden unterschiedliche Strategien ermöglichen. Dabei ist das Spielprinzip nicht unbedingt neu. Der Spieler wählt aus einem Kartenstapel eine Karte mit der er spielen möchte. Die restlichen Karten gibt er an seinen Mitspieler weiter, der sich dann ebenfalls eine Karte daraus auswählt. Einige Karte bringen Rohstoffe damit weitere Karten ausgespielt werden können, die vielleicht wieder Rohstoffe bringen, Karten vergünstigen, die Vereinfachung bei den Regeln des Spieles bringen. Andere Karten bringen Siegpunkte, entweder aufgedruckte Werte oder Werte die in Abhängkeit zu anderen Karten stehen. Das alles hört sich nicht wirklich soo spektakulär an. Dennoch wurden fast alle Spieler in unserer Spielegruppe von 7 Wonders angesteckt. Dieses liegt wohl zum größten Teil daran, dass 7 Wonders den Spagat schaft mit einfachen Regeln einen auf Dauer interessanten und abwechslungsreichen Spielverlauf zu garantieren, unabhängig wieviele Spieler am Tisch sitzen. Besonders positiv wurde dabei die 2er-Variante angesehen, bei der zwei Spieler abwechselnd den Zug eines dritten imaginären Spielers übernehmen. Diese liegt daran, dass man nun nicht nur sehr schnell an Karten herankommt die man zuvor schon gesehen hat, es gibt nun auch eine weitere elegante Möglichkeit Karten aus dem Spiel zu ziehen, die man seinem Mitspieler nicht gönnt. 7 Wonders ist ein sehr gut austariertes Kartenablegespiel, bei dem man sicherlich ein oder zwei Runden braucht um alle Zusammenhänge zu erkennen und vielleicht die eine oder andere Regelfrage zu klären. Hat man diese Hürde erst einmal überwunden erwarten Einen viele, viele spannende und unterhaltsame Spielerunden mit 7 Wonders. Im Handel ist die Zweitauflage für rund 40 Euro erhältlich.

Fragen zu 7 Wonders? Schickt uns eine mail.

Manneken Pis
Erweiterung zu 7 Wonders


Auf einen Blick:
Verlag : Repos Production
Autor : Antoine Bauza
Grafik : Miguel Coimbra
Spieleranzahl : 2 bis 7 Spieler
Alter : ab 10 Jahren
Dauer : ca. 30 min.
Erscheinungsjahr : 2010
 
Spielart : Kartenablegespiel

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Manneken Pis von Repos Production

Das Spielmaterial
1 Weltwunder-Spielpläne - 1 Weltwunder-Karten - 1 Spielanleitung

Mit dieser Mini-Erweiterung kommt ein neuer doppelseitiger Weltwunder-Plan ins Spiel, welcher nachfolgende neue Auswirkungen ins Spiel bringt.
(Superfred 14.06.11)

Weitere Infos:
- Die Homepage von Repos Production
- Die Homepage der Spielbox

Superfred vergibt 6 von 10 Punkten:
Manneken Pis ist eine achte Weltwunderkarte, die zum Beispiel der Erstauflage von 7 Wonders beilag oder als Beilage der Spielbox Ausgabe 1/2011 zu finden war. Sicherlich ist es schön wenn man als Fan von 7 Wonders im Besitz dieses Weltwunders ist, für das eigentliche Spiel bringt es aber kaum Neuerungen, insbesonders darauf bezogen, dass die Vorderseite bei dem Weltwunder keine neuen Spielideen ins Spiel bringt sondern nur die Eigenschaften der anliegenden beiden Weltwunder kopiert. Und die Rückseite, neben der spielerischen Herausforderung die je nach angrenzenden Weltwundern und deren Spieler mal etwas einfacher, mal etwas schwieriger ausfallen kann, nimmt sich selber nicht ganz so ernst. Schliesslich kann man, wenn man das Spiel mit Manneken Pis verliert, sich perfekt mit seinem Weltwunder identifizieren, indem man zunächst einmal ein frisch gezapftes Bier einfordert.

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